Das Kuckuckskind | Wort der Woche | DW | 23.08.2019
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Wort der Woche

Das Kuckuckskind

Alle Kinder des Kuckuck-Vogels sind Kuckuckskinder. Bei Menschen gibt es zum Glück nur selten Kuckuckskinder.

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Das Kuckuckskind

Der Kuckuck legt seine Eier in fremde Nester. Andere Vogelarten brüten die Eier aus und ziehen die Kuckuckskinder groß. Schlau gelöst vom Kuckuck: Jemand anderes sorgt dafür, dass die Babyvögel Futter kriegen und dann ihr Nest verlassen. Das Prinzip ist so bekannt, dass es auch in übertragener Bedeutung verwendet wird. Denn ein Kuckuckskind ist ein Kind, dessen Vater nicht sein biologischer Vater ist. Die Mutter hat es mit einem anderen Mann gezeugt und ihrem Partner oder Ehemann gesagt: „Das ist dein Kind.“ Sie hat ihm also – wie die Kuckuckseltern – das Kind untergeschoben. Während die Geschichte von den Vogelkindern unterhaltsam ist, sind Geschichten von menschlichen Kuckuckskindern meist traurig. Sie wachsen mit einer Lüge auf. Und auch für die Väter können die Folgen dramatisch sein: Sie lieben ein Kind und stellen vielleicht irgendwann fest, dass es nicht ihr eigenes ist.

 

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