Das Ende der Plastiktüte? | Top-Thema – Podcast | DW | 29.09.2015
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Top-Thema – Podcast

Das Ende der Plastiktüte?

Einwegtüten sind umweltschädlich. Deswegen möchte die EU bis 2025 den Verbrauch dieser Plastiktüten deutlich senken. Der Einzelhandel diskutiert bereits über Alternativen. ‎

Audio anhören 02:34

Das Ende der Plastiktüte? – das Top-Thema als MP3

Plastiktüten verschmutzen die Meere und gefährden Tiere. Denn Wind und Wasser reißen den Kunststoff in Fetzen, Fische und Vögel halten den Plastikmüll für Futter und fressen ihn. Die Tiere sterben daran. Aus diesem Grund darf man bis Ende 2019 in der Europäischen Union pro Person und Jahr nicht mehr als 90 Einwegtüten aus Plastik verwenden, bis 2025 möchte die EU den Verbrauch auf 40 Stück reduzieren. Außerdem plant die EU ein Verbot, Einwegtüten kostenlos abzugeben. Unter Einwegtüten versteht man Einkaufstüten aus Kunststoff, die schnell einreißen und schon bald ausgetauscht werden müssen.

Schon jetzt erhält man in deutschen Lebensmittelgeschäften Tragetaschen nur gegen eine Gebühr. In Zukunft wird man in allen Geschäften dafür bezahlen müssen. Einige Umweltschutzorganisationen in Deutschland sind dafür, dass eine Einwegtüte 22 Cent kosten sollte. Irland hat das umgesetzt. Mit Erfolg: Der Verbrauch der Plastiktüten ist um 90 Prozent zurückgegangen. Als Alternative können die Kunden wiederverwendbare Stofftüten kaufen.

Jürgen Dax, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des deutschen Textileinzelhandels, glaubt, dass der Verzicht auf Plastiktüten für Textilhändler problematisch ist. Er sagt, dass es schwer vorstellbar ist, Kleidung zwischen Zwiebeln und Kartoffeln in den Einkaufskorb zu packen. Dax meint auch, dass die bedruckten Tragetaschen ein wichtiges Werbemittel sind. Für zwei deutsche Textilhändler scheint das aber kein Problem zu sein: „C&A“ und „KiK“ planen, Plastiktüten ganz abzuschaffen.


Glossar

Einwegtüte, -n (f.) – eine Plastiktüte, die man nur ein paar Mal benutzen kann, weil sie nicht fest und sehr dünn ist

etwas senken – dafür sorgen, dass etwas weniger wird

Einzelhandel (m., nur Singular) – alle Unternehmen, die ihre Waren direkt an den Verbraucher verkaufen

etwas verschmutzen – hier: die Umwelt durch bestimmte Stoffe schädigen

jemanden/etwas gefährden – jemanden oder etwas in Gefahr bringen

in Fetzen reißen – etwas in kleine Stücke teilen

Futter, - (n., nur Singular) – das Essen für Tiere

etwas reduzieren – dafür sorgen, dass etwas weniger wird

ein|reißen – einen Riss bekommen; kaputtgehen

etwas aus|tauschen – etwas wechseln

dafür sein – für diese Sache sein; etwas unterstützen (↔ dagegen sein)

etwas um|setzen – hier: etwas verwirklichen; etwas durchführen; etwas machen

zurück|gehen – hier: niedriger werden; kleiner werden

Geschäftsführer, - /Geschäftsführerin, -nen – der Chef/die Chefin; jemand, der eine Firma leitet

Bundesverband des deutschen Textileinzelhandels (m., hier nur Singular) – eine Organisation, die sich um die Interessen der Geschäfte kümmert, die Kleidung verkaufen

Einkaufskorb, -körbe (m.) – ein fester Gegenstand, in dem man Einkäufe transportieren kann

bedruckt – so, dass auf etwas (z.B. einer Tüte) eine Schrift oder ein Bild gedruckt ist

etwas ab|schaffen – hier: etwas nicht mehr anbieten


Fragen zum Text

1. Was steht im Text? Nach dem Plan der EU sollte man in zehn Jahren im Vergleich zu heute wesentlich weniger Einwegtüten …
a) produzieren.
b) verbrauchen.
c) verkaufen.

2. Jürgen Dax will nicht auf die Tüten verzichten, weil …
a) es für die Kunden unmöglich ist, Kleidung statt Zwiebeln in einen Korb zu packen.
b) der Verkauf von den Tüten seinem Geschäft viel Geld bringt.
c) sie für die Werbung wichtig sind.

3. Welche Aussage steht nicht im Text?
a) Tiere halten Kunststoffreste oft für essbar.
b) In Irland kann man sowohl Einwegtüten als auch feste Stofftüten kaufen.
c) Die EU möchte verbieten, Einwegtüten gegen eine Gebühr zu erhalten.

4. Die EU möchte von 2019 bis 2025 den Verbrauch von Einwegtüten pro Person nochmals … 50 Stück reduzieren.
a) um
b) auf
c) bis

5. Der Verbrauch der Plastiktüten in Irland ist … 90 Prozent gesunken.
a) um
b) auf
c) bis


Arbeitsauftrag
Was glaubt ihr, welche Alternativen zu Einwegtüten kann es noch geben? Ist es überhaupt möglich, den Verbrauch von Plastiktüten zu senken? Diskutiert in den Gruppen darüber, welche Probleme dabei entstehen können.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema

Downloads