Dänemark öffnet Grenzen für deutsche Touristen | Aktuell Europa | DW | 29.05.2020
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Covid-19

Dänemark öffnet Grenzen für deutsche Touristen

Im Kampf gegen das Coronavirus hatte sich Dänemark als eines der ersten Länder abgeschottet. Die Folgen für den Tourismus waren enorm. Jetzt dürfen Deutsche, Isländer und Norweger wieder einreisen - unter Bedingungen.

Deutschland Grenze zu Dänemark (picture-alliance/dpa/C. Rehder)

Deutsch-dänischer Grenzübergang nahe Flensburg

Urlauber aus den drei Ländern müssen dokumentieren, dass sie einen Aufenthalt gebucht haben, das heißt, mindestens sechs Nächte in einem Hotel, auf einem Campingplatz oder ähnlichem verbringen. Ausgenommen von der Öffnung sind die Hauptstadt Kopenhagen und die Region Frederiksberg, wo es die meisten Coronavirus-Fälle gibt.

"Wir sind wie alle anderen dabei, Dänemark wieder zu öffnen. Wir machen es kontrolliert und schrittweise", kündigte Regierungschefin Mette Frederiksen in Kopenhagen an. Die Deutschen stellen mit 30 Prozent die größte Gruppe der  Touristen in dem Land. 2019 standen sie laut dem dänischen Statistikbüro für 16,8 Millionen Übernachtungen.

Dänemark Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (picture-alliance/Ritzau Scanpix/L. Sabroe)

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen will kontrolliert vorgehen

Deshalb ist es auch für die Tourismuswirtschaft des Landes wichtig, dass die Grenze zu Deutschland im Sommer geöffnet wird. "Wir sind ein Land, das gewohnt ist, viele Touristen zu empfangen. Wir wollen ein offenes Land sein, auch wenn Corona uns und den Rest der Welt getroffen hat", so Frederiksen.

Norwegen will sich Mitte Juni öffnen

Auch Norwegen öffnet sich, wenn auch nicht im gleichen Maße. Ministerpräsidentin Erna Solberg gab bekannt, dass die Dänen ab dem 15. Juni nach Norwegen reisen können. Die Färöer-Inseln wollen ab Mitte Juni Touristen aus Dänemark, Island und Grönland empfangen. Die Schweden, die in der Corona-Epidemie einen liberalen Kurs fahren und mehr als 4000 Todesfälle verzeichneten, sind bislang nicht Teil des Abkommens.

Schweden bleibt außen vor - vorerst

Mette Frederiksen sagte: "Dänemark und Schweden haben in Bezug auf Corona verschiedene Standpunkte, und das hat Einfluss darauf, wie wir über Grenzöffnungen entscheiden." Möglicherweise könne man den Menschen aus bestimmten Regionen in Schweden die Einreise ermöglichen.

Dänemark Tourismus Ferienort Agger (picture-alliance/ZB/P. Pleul)

Die Corona-Maßnahmen haben auch die Finanzen der dänischen Ferienhausbetreiber aufgewirbelt

Dänemark hatte seine Land- und Seegrenzen - darunter auch die nach Deutschland - am 14. März für alle Ausländer ohne triftigen Einreisegrund geschlossen. Die Grenzschließungen zählten zu den strikten dänischen Maßnahmen im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus.

Noch vereinzelt Todesfälle

Seitdem hat sich die Corona-Lage im nördlichsten deutschen Nachbarland aber deutlich verbessert: Die Zahl der Neuinfektionen und der Gestorbenen mit COVID-19-Erkrankung hat sich seit Ende März stark verringert. Mittlerweile kommen täglich nur noch vereinzelte COVID-19-Todesfälle hinzu.

In einer ersten Phase der Lockerungen der Corona-Maßnahmen hatte Dänemark Mitte April seine Kindertagesstätten und Schulen bis zur fünften Klasse wieder geöffnet. Seit dem 11. Mai sind auch Geschäfte und Einkaufszentren in Kopenhagen und dem Rest des Landes geöffnet, eine Woche später folgten Restaurants, Cafés sowie Kirchen und andere Gotteshäuser. Die sechsten bis zehnten Schulklassen nahmen dann ihren Unterricht ebenfalls wieder auf.

uh/sam (dpa, rtr)

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Dänen hoffen auf Grenzöffnung (25.05.2020)

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