Crew-Mitglieder auf Kreuzfahrtschiff positiv | Aktuell Europa | DW | 28.09.2020
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Tourismus

Crew-Mitglieder auf Kreuzfahrtschiff positiv

Zwölf Crew-Mitglieder der "Mein Schiff 6" sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ob die mehr als 1500 Menschen an Bord im nächsten griechischen Hafen Piräus das Schiff verlassen dürfen, ist fraglich.

Kreuzfahrtschiff - Mein Schiff 6

Die "Mein Schiff 6" (Archiv) ist das erste Kreuzfahrtschiff, das in Griechenland wieder ankern durfte

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" wird am frühen Dienstagmorgen mit mehreren Corona-Infizierten an Bord in der griechischen Hafenstadt Piräus erwartet. Zuvor war bekannt geworden, dass zwölf Crewmitglieder an Bord positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind. Sie seien auf dem Schiff isoliert worden, teilte die Reederei Tui Cruises mit. Offen ist, was in Piräus mit den 922 Passagieren und 666 Crew-Mitgliedern geschieht, etwa, ob sie an Bord in Quarantäne bleiben müssen.

Erste Nachtests waren negativ

"Montagfrüh haben wir von einem externen Labor positive Testergebnisse von zwölf Crew-Mitgliedern der 'Mein Schiff 6' erhalten", hatte TUI Cruises in Hamburg mitgeteilt. Mittlerweile seien sechs von zwölf Schnell-Tests an Bord negativ ausgefallen, sagte eine Sprecherin der Reederei. Die gesamte Besatzung sei in den letzten 14 Tagen nicht auffällig geworden, keines der zwölf Crew-Mitglieder habe Symptome. Die Betroffenen seien an Bord isoliert worden. Das Schiff war am Sonntagabend von der kretischen Hafenstadt Heraklion ausgelaufen.

Örtlichen Branchenvertretern zufolge war die "Mein Schiff 6" das erste Kreuzfahrtschiff, das nun wieder in Griechenland vor Anker gehen durfte. In den vergangenen Monaten hatte sich das neuartige Coronavirus immer wieder stark auf Kreuzfahrtschiffen ausgebreitet, was für Passagiere und insbesondere die Besatzungsmitglieder lange Zitterpartien zur Folge hatte, wann und wo sie wieder an Land durften.

Tui bietet Reisen auf die Kanaren an

Trotz der schlechten Nachrichten aus Griechenland, bietet der Tourismuskonzern Tui Pauschalreisen ins Corona-Risikogebiet Kanarische Inseln an. "Wir wollen dem Gast die Wahl geben, ob er die Reise antreten oder kostenlos stornieren oder umbuchen möchte", sagte Tui-Sprecher Aage Dünhaupt. "Wir machen es, weil es auch von den Kunden gewünscht wurde."

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Tui-Chef Marek Andryszak (Archivbild) glaubt, dass viele Deutsche ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden

Zudem sieht der Konzern darin ein Angebot für die bevorstehenden Schulferien. Doch einer YouGov-Umfrage zufolge gibt es nur wenig Bereitschaft für Badeurlaub am Mittelmeer. Demnach will nur jeder 20. Deutsche in den Herbstferien trotz Pandemie ins Ausland reisen.

Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak sieht dennoch Potenzial. Viele Kunden würden genau abwägen, ob sie in ein Risikogebiet reisen oder nicht. "Aber durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, glaube ich schon, dass viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden", sagte Andryszak den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er betonte, mit der Entscheidung stelle sich das Unternehmen nicht gegen die Bundesregierung.

nob/ml (afp, dpa)

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