Corona-Ticker vom 12. April: Mehr als 10.000 Corona-Tote in Großbritannien | Aktuell Welt | DW | 12.04.2020
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COVID-19

Corona-Ticker vom 12. April: Mehr als 10.000 Corona-Tote in Großbritannien

Während ihr Premier das Krankenhaus verlassen kann, verzeichnen die Briten mehr als 10.000 Corona-Tote. Italien hofft auf Entspannung. Der Papst ruft zu Solidarität auf und spendet "Urbi et Orbi". Mehr im DW-Live-Blog.

Ein Schild in London mit der Aufschrift: Bitte glaubt daran, dass diese Zeit vorüber geht (Getty Images/J. Finney)

Die Briten haben die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht verloren

Dieser Ticker ist nun geschlossen - hier noch einmal die Ereignisse vom Sonntag zum Nachlesen

  • Mehr als 10.000 Tote durch das Coronavirus in Großbritannien
  • Britischer Premier Boris Johnson aus Klinik entlassen
  • Zahl der neuen Toten infolge der Corona-Pandemie in Italien deutlich gesunken
  • Papst feiert Ostermesse in Rom im Zeichen der Corona-Pandemie

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ

20.55 Uhr - Nach dem verunglückten Start einer Ausgangssperre ist der türkische Innenminister Süleyman Soylu zurückgetreten. Das Innenministerium hatte am Freitagabend kurzfristig eine weitgehende Ausgangssperre wegen der Corona-Krise für 48 Stunden in 31 Städten beziehungsweise Provinzen verhängt, darunter in den Metropolen Istanbul, Ankara und Izmir. Danach kam es zu Panikkäufen und Menschenansammlungen.

20.35 Uhr - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat sich mit ihren Partnern wegen der Corona-Krise auf eine Drosselung der Ölförderung geeinigt. Dies teilte der kuwaitische Ölminister Chaled al Fadhel nach einer Videokonferenz auf Twitter mit. Demnach sollen ab 1. Mai täglich fast zehn Millionen Fass Öl weniger gefördert werden. Der Ölverbrauch und der Rohölpreis sind in der Pandemie deutlich abgesackt.

20.10 Uhr - Am Mittwoch wollen in Deutschland Politiker aus Bund und Ländern über erste Lockerungen der Corona-Einschränkungen beraten. Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet pocht in seiner Osteransprache auf einen schrittweisen Ausstieg aus den Corona-Auflagen.

19.33 Uhr - Nach neuen Zahlen des französischen Gesundheitsministerium sind inzwischen weit mehr als 14.000 Menschen sind in Frankreich in Folge von COVID-19 gestorben. Frankreich zählt allein in den Alters- und Pflegeheimen mindestens 5140 Corona-Tote, das ist mehr als ein Drittel aller Todesfälle in dem Land.

18.28 Uhr - Das österreichische Bundesland Tirol hat nun auch die Quarantäne für den Skiort Sölden bis zum 26. April verlängert. Bei fast 3000 Tests binnen eines Tages hatte sich herausgestellt, dass dort bei bis zu 19 Prozent der untersuchten Menschen das Coronavirus nachweisbar ist. Zuvor war bereits die Quarantäne für das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür sowie für St. Anton am Arlberg um zwei Wochen verlängert worden.

18.15 Uhr - Hoffnungsschimmer in Italien: In dem besonders von der Pandemie betroffenen Land sind so wenige Menschen an einem Tag am Coronavirus gestorben wie seit dem 19. März nicht mehr. Die Zahl der Toten stieg am Sonntag um 431 auf insgesamt 19.899, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Ein Tag zuvor waren es noch 619. Mit dem Virus infiziert sind mehr als 156.000 Menschen.

17.34 Uhr - Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" mit rund 50 mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitgliedern ist in seinem Heimathafen Toulon angekommen. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass sich auf dem Kriegsschiff Dutzende Menschen mit dem Coronavirus infiziert hatten. Die etwa 1900 Besatzungsmitglieder sollen nun in Südfrankreich für zwei Wochen in Quarantäne.

17.15 Uhr - In Jerusalem haben die israelischen Behörden die Wohnviertel ultraorthodoxer Juden abgeriegelt. Damit soll ein Überspringen des Coronavirus aus den dicht besiedelten Quartieren verhindert werden. Die Infektionsrate ist unter den in großen Familienverbänden lebenden Gläubigen deutlich überdurchschnittlich hoch.

17.10 Uhr - Die Menschen in Deutschland haben sich bislang auch am Ostersonntag weitgehend an die geltenden Corona-Einschränkungen gehalten. Die Polizei in den Bundesländern zeigte sich zufrieden mit dem Verhalten der Bürger. Nur vereinzelt kam es zu kleineren Verstößen.

16.00 Uhr - Mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen sind nach der offiziellen Statistik in Großbritannien bereits gestorben. Es wird aber mit einer großen Dunkelziffer gerechnet; vor allem viele Todesopfer in Seniorenheimen sind noch nicht erfasst. Nach den offiziellen Angaben vom Sonntag sind 10.612 mit SARS-CoV-2 infizierte Menschen ums Leben gekommen, die meisten lebten in England. Großbritannien hat den Höhepunkt der ersten Pandemiewelle noch nicht erreicht.Es mangelt Tests, Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten. Experten fürchten, dass das Land bald die höchste Todesrate in ganz Europa haben könnte.

15.35 Uhr - Der Chef der amerikanischen Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde FDA, Stephen Hahn, erklärt, die US-Regierung visiere den 1. Mai als Datum für eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen an. Er sagt, es sei aber noch zu früh, um sich auf dieses Datum festzulegen. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels", sagt er dem Sender ABC.

15.21 Uhr - Damit sich Paare auch während der Corona-Pandemie weiterhin das Ja-Wort geben können, ermöglichen die Vereinigten Arabische Emirate (VAE) jetzt Online-Hochzeiten. Braut und Bräutigam könnten über die Internetseite des Justizministeriums ihre Unterlagen einreichen und auch einen Geistlichen auswählen, berichtete die in Abu Dhabi ansässige Zeitung "The National". 

14.32 Uhr - Der britische Premierminister Boris Johnson ist am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er werde aber nicht sofort wieder mit seiner Arbeit beginnen, teilte ein Regierungssprecher in London mit. Er werde seine Genesung am Landsitz Chequers außerhalb Londons fortsetzen, fügte der Sprecher hinzu. Zuvor hatte der an der Lungenkrankheit COVID-19 erkrankte Johnson sich bei seinen Ärzten und dem Pflegepersonal für ihre lebensrettende Behandlung bedankt. "Ich verdanken ihnen mein Leben", hieß es in Johnsons erster öffentlicher Erklärung seit seiner Verlegung auf die Intensivstation am vergangenen Montag.

England Coronavirus Boris Johnson aus Hospital entlassen (Getty Images/AFP/G. Kirk)

Der 55-jährige Johnson war vor einer Woche mit anhaltendem Fieber und Husten ins Londoner St.-Thomas-Krankenhaus eingeliefert und am Montagabend auf die Intensivstation verlegt worden

14.18 Uhr - Der Passagierbetrieb an deutschen Flughäfen ist einem Medienbericht zufolge aufgrund der Corona-Krise fast vollständig zum Erliegen gekommen. In der Woche vom 30. März bis 5. April zählte der Flughafenverband ADV nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" nur noch 97.693 Passagiere in Deutschland - ein Einbruch gegenüber dem Vorjahr von fast 98 Prozent. 2019 reisten in der Vergleichswoche mehr als 4,5 Millionen Gäste über die deutschen Verkehrsflughäfen.

12.40 Uhr - Für das private deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" mit knapp 150 Migranten an Bord zeichnet sich eine vorläufige Lösung ab. Die Geretteten sollen auf ein anderes Schiff verlegt und dort unter Quarantäne gestellt werden. Das teilte das italienische Verkehrsministerium in Rom mit. Die "Alan Kurdi" der Organisation Sea-Eye hatte am vergangenen Montag vor der libyschen Küste die Menschen aus zwei Holzbooten übernommen.

Rettungsschiff Alan Kurdi | Hilfsorganisation Sea Eye (picture-alliance/dpa/Sea-Eye/K. Jäger)

Die Migranten von "Alan Kurdi" sollen auf einem anderen Schiff vom italienischen Roten Kreuz und von Gesundheitsbehörden untersucht werden

 12.25 Uhr - Papst Franziskus hat den Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) erteilt. Die Messe wurde live in Internet und Fernsehen übertragen. In seiner Osterbotschaft gedachte das katholische Kirchenoberhaupt vor allem der Kranken, die mit dem Coronavirus infiziert sind, und der Corona-Toten.

Der Papst erteilt den Ostersegen Urbi et orbi im leeren Petersdom (Reuters/Vativan Media)

Der Papst erteilt den Ostersegen "Urbi et orbi" im leeren Petersdom

12.15 Uhr - Im Iran sind binnen 24 Stunden 117 weitere Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl liege nun bei 4474, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle gibt das Ministeriums mit 71.686 an. Am Samstag wurden 70.029 Fälle gemeldet. Der Iran ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land im Mittleren Osten.

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