Corona-Lockerungen zu Weihnachten bleiben | Aktuell Deutschland | DW | 04.12.2020
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Deutschland

Corona-Lockerungen zu Weihnachten bleiben

Weihnachten darf trotz Corona in größerer Runde gefeiert werden. Daran hält die Bundesregierung ungeachtet der hohen Infektionszahlen fest. Auch die Bewohner von Pflegeheimen sollen nicht auf Besuch verzichten müssen.

"Aus unserer Sicht ist es richtig, bei den Vereinbarungen für die Weihnachtsfeiertage zu bleiben", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Allerdings mahnte er zugleich zu einem "umsichtigen und verantwortungsvollen Verhalten". Die Möglichkeit, sich über die Feiertage wieder mit mehr Menschen zu treffen, sei "keine Aufforderung, dies auch zu tun", betonte Seibert. Jeder solle sich genau überlegen, wie er damit umgehe und "wie wir verhindern, dass aus dem Weihnachtsfest eine Infektionsquelle wird". Die Bevölkerung werde dringend gebeten, die Regeln einzuhalten, bekräftigte Seibert. Dies bedeute, die Kontakte zu reduzieren und den Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf eine Verlängerung des ursprünglich bis zum 20. Dezember geltenden Teil-Lockdowns bis zum 10. Januar geeinigt. Für die Feiertage gelten aber Lockerungen: Vom 23. Dezember bis 1. Januar gelten zehn Personen (zuzüglich dazugehörige Kinder bis 14 Jahren) als Obergrenze für private Zusammenkünfte "innen und außen". Die Zahl der Hausstände, aus denen sie kommen, wird nicht eingeschränkt.

Deutschland | Weihnachtslichter in Berlin

Der Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor leuchtet, Bewunderer gibt es im abendlichen Berlin in Corona-Zeiten nur wenige

Wegen der hohen Corona-Zahlen hatte es in den vergangenen Tagen wiederholt Vorschläge gegeben, auf die Lockerungen über die Festtage ganz oder teilweise zu verzichten. Einige Bundesländer haben bereits strengere Regeln beschlossen, andere allerdings auch zusätzliche Lockerungen.

Impfung gegen Erreger SARS-CoV-2 kostenfrei

Die Bundesregierung unterstreicht, dass den Bürgern für eine Impfung keine Kosten entstehen sollen. Dies werde unabhängig von der Art der Versicherung gelten, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Deutschland könne auf 300 Millionen Corona-Impfdosen hoffen. Die Verfügbarkeit in den ersten Monaten hänge aber natürlich vom Verlauf der Zulassung und den Produktionskapazitäten der Unternehmen ab.

Schnelltests, sichere Masken und gutes Lüften in den Räumen

Alten- und Pflegeheime gelten in der Corona-Pandemie als gefährliche Hotspots, und ein Großteil der Todesfälle entfällt auf diese Einrichtungen. Dennoch sollen die Bewohner nicht auf den Besuch von Freunden und Angehörigen verzichten müssen und wie im Frühjahr durch Besuchsverbote isoliert werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn legte Empfehlungen für sichere Heimbesuche vor. "Wir wollen die Pflegebedürftigen bestmöglich schützen. Wir wollen sie nicht wegsperren, nicht isolieren", sagte Spahn.

Die erarbeiteten Richtlinien sehen vor, dass Besucher mit Erkältungssymptomen generell keinen Zutritt zu Plegeeinrichtungen erhalten. In Extremsituationen wie der Sterbebegleitung sollen aber Ausnahmen möglich sein. Spahn pocht zudem auf eine striktere Einhaltung der Hygienekonzepte, regelmäßiges Lüften und PCR- und Schnelltests für Mitarbeiter und Besucher. Zudem seien 90.000 Pakete mit FFP2-Schutzmasken auf dem Weg in 30.000 Pflegeheime.

Zahl der Neuinfektionen erneut bei mehr als 23.000

Die Zahl der Neuinfektionen wurde vom Robert-Koch-Institut (RKI) an diesem Freitag mit 23.449 innerhalb von 24 Stunden angegeben - dem dritthöchsten Tageswert für Deutschland. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion lag mit 640 den dritten Tag in Folge über der Schwelle von 400 Toten blieb damit ebenfalls sehr hoch. Insgesamt haben sich bislang mehr als 1,13 Millionen Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag kaum verändert bei 134,7 pro 100.000 Einwohner. Bund und Länder streben an, den Wert unter die Schwelle von 50 zu drücken.

qu/uh (afp, rtr, dpa)

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Corona-Lage in Deutschland bleibt angespannt

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