Galicien ordnet Corona-Abriegelung an | Aktuell Europa | DW | 05.07.2020
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Spanien

Galicien ordnet Corona-Abriegelung an

Am Samstag traf es bereits ein Gebiet im Nordosten Spaniens, nun etliche Ortschaften im Nordwesten: Nach einem lokalen Corona-Ausbruch wird dort die Bewegungsfreiheit zehntausender Menschen eingeschränkt.

Die spanische Region Galicien reagiert auf die zuletzt örtlich wieder gestiegene Zahl an Corona-Fällen: Die Behörden ordneten die Abriegelung von 14 Ortschaften für mindestens fünf Tage an - beginnend am Montagmorgen um 0 Uhr (Ortszeit). Zudem wurden Zusammenkünfte von mehr als zehn Menschen untersagt.

Betroffen sind rund 70.000 Einwohner. Nach Angaben der Regionalregierung dürfen sich die Menschen in der Stadt Lugo und Umgebung zwar weiterhin in der Öffentlichkeit bewegen, das Gebiet aber nur zur Arbeit verlassen.

"Müssen uns isolieren"

Die größten Ausbrüche stünden mit mehreren Bars in Verbindung, teilte der regionale Gesundheitsminister Jesus Vazquez Almuina mit. Die Kapazität in Bars und Restaurants werde deshalb auf 50 Prozent reduziert. "Wir müssen uns isolieren, um einen exponentiellen Anstieg der Zahl der Fälle zu vermeiden", fügte er hinzu. Nach fünf Tagen solle die Lage neu bewertet werden.

Ähnlich äußerste sich Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa: Soziale Distanzierungs- und Abschottungsmaßnahmen würden jetzt wieder benötigt, um die Ausbrüche zu stoppen. Man verfolge die Lage in Galicien und Katalonien sehr genau, twitterte er.

In Katalonien im Nordosten Spaniens hatten die Behörden bereits am Samstag neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verhängt, betroffen sind hier mehr als 200.000 Menschen in und um die Großstadt Lleida.

Spanien ist eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Der Tod von mehr als 28.300 Menschen wird in Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Infektion gebracht. In der Hochphase der Krise hatte der Staat eine der schärfsten Ausgangssperren weltweit verhängt, die erst ab Mai gelockert wurde.

wa/uh (afp, rtr)

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