Corona-Live-Ticker vom 8. April: WTO rechnet mit Absturz des Welthandels | Aktuell Welt | DW | 08.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 8. April: WTO rechnet mit Absturz des Welthandels

Die Welthandelsorganisation befürchtet einen Einbruch von bis zu 32 Prozent. Auch die deutschen Wirtschaftsforscher rechnen mit einer Rezession. Mehr im DW-Live-Blog.

Niederlande Coronavirus Gähnende Leere in Amsterdam (SW/S. Derks)

Keine Produktion, kein Verkehr, kein Handel. Wirtschaftsforscher rechnen mit drastischen Einbrüchen.

Dieser Ticker ist nun geschlossen - hier noch einmal die Ereignisse des Mittwochs zum Nachlesen

Das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • Die WTO befürchtet einen Absturz des Welthandels
  • Die Wirtschaftsinstitute prophezeien eine Rezession für Deutschland
  • In den USA sterben an nur einem Tag fast 2000 Menschen

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ:

23.30 Uhr - Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. An COVID-19 verstorben sind weltweit bisher mehr als 87.700 Menschen.

22.18 Uhr - EZB-Chefin Christine Lagarde ruft die europäischen Staaten zu mehr Solidarität im Kampf gegen das Coronavirus auf. Die Regierungen müssten sich nun gegenseitig unterstützen. Eine vollständige Koordinierung von Finanz- und Geldpolitik sei der beste Weg, Industrie und Arbeitsplätze zu schützen. 

22.11 Uhr - Im Jemen gilt nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses von diesem Donnerstag an für zwei Wochen eine landesweite Waffenruhe. Ziel sei es, eine drohende Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, teilte die Militärkoalition laut der staatlichen Nachrichtenagentur SPA mit.

22.04 Uhr - Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte und EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans haben in der Corona-Krise vor einem Auseinanderbrechen der Europäischen Union gewarnt. "Deutschland hat keine Vorteile, wenn Europa in der Rezession versinkt. Unsere Volkswirtschaften sind auf eine schwere Probe gestellt", sagte Conte. Auch Timmermans betonte, die südlichen Länder der EU seien besonders hart von der Corona-Krise betroffen, weshalb ein beispielloses Hilfspaket erforderlich sei. 

21.40 Uhr - Der europäische Flugzeugbauer Airbus fährt die Produktion seiner Flugzeuge wegen der Corona-Krise um rund ein Drittel zurück. Pro Monat sollen demnach nur noch 40 Modelle vom Typ A320, zwei vom Typ A330 und sechs vom Typ A350 hergestellt werden. 

21.08 Uhr - Der Gesundheitszustand des mit einer Coronavirus-Infektion kämpfenden britischen Premierministers Boris Johnson hat sich verbessert. Der 55-Jährige befinde sich immer noch auf der Intensivstation, könne sich aber "im Bett aufsetzen" und mit den Pflegern reden, schilderte Finanzminister Rishi Sunak vor Journalisten die Lage. In Großbritannien wurden nach offiziellen Angaben am Mittwoch 938 weitere Todesfälle durch das Coronavirus registriert, der bislang stärkste Anstieg binnen 24 Stunden. 

20.43 Uhr - Der Elysée-Palast hat die Ausgangssperre in Frankreich über den 15. April hinaus verlängert. Bis wann die Maßnahme gelten soll, wurde vom Präsidialamt zunächst nicht mitgeteilt.

Bildergalerie der Reise Lonely Places (picture-alliance/Photoshot/Tang Ji)

Blick auf die Champs-Élysées in Paris

20.40 Uhr - Der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffene US-Bundesstaat New York hat mit 779 Toten an einem Tag so viele Opfer zu verzeichnen wie noch nie in der Krise. Damit liege die Zahl der Toten in dem 20-Millionen-Staat bei insgesamt 6268, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. 

19.51 Uhr - Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte mahnt eine Lockerung der fiskalpolitischen Regeln in der Europäischen Union an. Wenn es hier keine Einigung gebe, könne man Europa abschreiben, sagte Conte der "Bild"-Zeitung. Italien fordere nicht, dass Deutschland und die Niederlande dessen Schulden zahlen sollten. Deutschland habe aber keine Vorteile, wenn Europa in der Rezession versinke. Die Finanzminister der Eurozone hatten sich nach einer 16-stündigen Video-Konferenz nicht auf ein umfassendes Hilfspaket für finanziell schwächere Länder in der Corona-Krise einigen können. Donnerstag wird weiter verhandelt.

18.41 Uhr - In Italien ist der tägliche Anstieg der Zahl von Todesopfern in der Corona-Krise auf unter 600 gefallen. An diesem Mittwoch kamen 542 Tote dazu (Vortag: 604), insgesamt sind es nun 17.669, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Das ist der zweitniedrigste Anstieg in fast drei Wochen.

18.35 Uhr - In den USA gibt es jetzt mehr als 400.000 Infektionen. Laut Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore sind rund 13.000 Infizierte gestorben. Der Bundesstaat New York ist in der Corona-Krise derzeit das Epizentrum der USA. Dort sind mehr als 138.000 Menschen infiziert, rund 5500 starben infolge der Infektion. 

18.14 Uhr - Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC noch immer nicht ihren Höchststand in Europa erreicht. Trotz Hinweisen aus Italien und Österreich, dass die Zahl der Fälle und Todesfälle dort abnehme, gebe es derzeit keine Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt der Epidemie erreicht worden sei, teilte das bei Stockholm ansässige Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten in seiner aktualisierten Risikobewertung mit.

17.50 Uhr - Die EU-Kommission ist für eine Verlängerung des Einreisestopps in die Union bis zum 15. Mai. Das schlug die Brüsseler Behörde zur weiteren Eindämmung der Coronavirus-Pandemie vor. Die Entscheidung darüber kann jedoch jedes Land für sich treffen.

17.11 Uhr -  Die Schweiz verlängert die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus um eine Woche bis zum 26. April. Die Eidgenossen haben das öffentliche Leben wegen der Pandemie seit Mitte März auf Sparflamme zurückgefahren.Das Land ist von dem Virus erheblich betroffen. Am Mittwoch waren fast 23.000 Infektionsfälle mit SARS-CoV-2 bestätigt. 

16.52 Uhr – Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat die EU-Ausbildungsmission in Mali den Dienstbetrieb weitgehend ausgesetzt. Das Training der einheimischen Sicherheitskräfte in dem Sahel-Staat sei vorübergehend eingestellt, teilte die Mission mit. In den eigenen Reihen gebe es einen infizierten Mitarbeiter, hieß es weiter

16.45 Uhr – Der Verkauf von Toilettenpapier in Deutschland ist in der vergangenen Woche drastisch zurückgegangen. Erstmals seit Beginn der Krise habe er unter dem Durchschnittswert der vorausgegangenen sechs Monate gelegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Es sei fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft worden als normal. Zum Vergleich: In der Woche davor lag die Verkaufsmenge noch rund 50 Prozent über dem Sechs-Monats-Durchschnitt.

16.36 Uhr – Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft wird um elf Monate auf Juli 2022 verschoben, wie die Veranstalter mitteilen. Die Veranstaltung in Eugene im US-Bundesstaat Oregon sollte eigentlich im August 2021 stattfinden. Dies hätte aber eine Überschneidung mit den Olympischen Sommerspielen in Tokio bedeutet, die wegen der Pandemie verschoben wurden.

16.33 Uhr – Der Autobauer Daimler hat wegen der Pandemie im ersten Quartal weltweit deutliche Absatz-Einbußen hinnehmen müssen. Insgesamt seien von Januar bis März dieses Jahres rund 477.400 Pkw der Marken Mercedes und Smart verkauft worden, das entspreche einem Rückgang von 14,9 Prozent, teilte der Konzern mit. Zugleich gab das Unternehmen bekannt, die Kurzarbeit für seine Mitarbeiter bis Ende des Monats zu verlängern.

16.30 Uhr – Etwa 600 Europäer, darunter hauptsächlich Deutsche, sind aus Vietnam ausgeflogen worden.  Wie die deutsche Botschaft in Hanoi mitteilte, starteten die Flüge am Montag und diesem Mittwoch nach Frankfurt am Main. Finanziert wurden sie von der Bundesregierung.

16.19 Uhr – Die Regierung in Litauen hat die Quarantäne wegen der Pandemie um zwei weitere Wochen bis zum 27. April verlängert. Außerdem sei ein Reiseverbot über die Osterfeiertage erlassen und eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz in der Öffentlichkeit angeordnet worden, teilte die Staatskanzlei mit. Das Land verzeichnet bislang 912 bestätigte Infektionen und 15 Todesfälle.

16.05 Uhr – Auf einem vor Uruguay festliegenden Kreuzfahrtschiff sind fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord positiv getestet worden. Bislang wurden acht Menschen von der "Greg Mortimer" in Krankenhäuser von Montevideo verlegt. Die übrigen der 128 positiv getesteten Menschen zeigten derzeit keine Symptome. Das Schiff habe nicht anlegen dürfen, hieß es in Medienberichten.

15.59 Uhr – Das Bundesverfassungsgericht hat eine Beschwerde gegen die Corona-Verordnung in Bayern abgewiesen. Die Kontaktbeschränkungen seien zwar "von besonderem Gewicht", heißt es in dem Beschluss. "Gegenüber den Gefahren für Leib und Leben" wögen die Einschränkungen der persönlichen Freiheit aber "weniger schwer".

15.49 Uhr – Frankreichs Gewerkschaften wollen einen besseren Schutz für Mitarbeiter beim Versandhändler Amazon und in Supermärkten erzwingen. Mehrere Gewerkschaften riefen deshalb zu Streiks auf. Die Gewerkschaften fordern Atemmasken und andere Schutzbekleidung für alle Beschäftigten, die im ständigen Kundenkontakt stehen. In den USA hatte Amazon nach einem Streik der Mitarbeiter Masken, Desinfektionsmittel und Temperaturmessungen in Aussicht gestellt.

15.30 Uhr – Die Bundesregierung erwartet in dieser Woche die Einfuhr von 40 Millionen Schutzmasken. Das Gesundheitsministerium teilte mit, das seien so viele wie in den beiden vorangegangenen Wochen zusammen. Die Masken werden mit Lufthansa-Maschinen aus China geholt. Masken und andere Schutzausstattung sind weltweit knapp.

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