Corona-Live-Ticker vom 6. April: Merkel nennt Corona größte Bewährungsprobe der EU | Deutschland | DW | 06.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 6. April: Merkel nennt Corona größte Bewährungsprobe der EU

Für Kanzlerin Angela Merkel ist "ein starkes Europa" die beste Antwort auf die Corona-Krise. Wer aus dem Ausland nach Deutschland reist, soll künftig in Isolation. Mehr in unserem Corona-Live-Blog.

Deutschland Berlin Angela Merkel (picture-alliance/dpa/M. Kappeler)

Angela Merkel: Corona ist die größte Bewährungsprobe für die EU

Das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • Einreisende nach Deutschland müssen künftig in Quarantäne
  • Die UN prangern eine Zunahme häuslicher Gewalt an
  • Japan will den Notstand erlassen

+++ Dieser Ticker ist nun geschlossen. Hier noch einmal die Ereignisse vom Montag zum Nachlesen: +++

Das Wichtigste in Meldungen - alle Zeiten in MEZ:

17.18 Uhr - Argentinien hat wegen der Corona-Krise die Rückzahlung von Staatsschulden in Höhe von 9,8 Milliarden Dollar (9 Milliarden Euro) auf das Jahr 2021 verschoben. Das geht aus einem Regierungsdekret hervor. Das Land muss in diesem Jahr dennoch 3,5 Milliarden Dollar Auslandsschulden tilgen.

16.52 Uhr – US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow befürwortet die Ausgabe von gesonderten US-Staatsanleihen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Kudlow sagte, er habe mit seinen Kollegen im Präsidialamt bereits über eine derartige "Kriegsanleihe" gesprochen. In den USA steigen die Fallzahlen weiter rasch an: Nach Angaben der John-Hopkins-Universität gibt es knapp 340.000 Infizierte: 9800 Menschen starben.

16.31 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Krise als "größte Bewährungsprobe in der Geschichte der Europäischen Union" bezeichnet. Alle Mitgliedsstaaten seien gleichermaßen betroffen. Deswegen müsse es in aller Interesse sein, dass Europa diese Probe bestehe, sagte sie in einer Pressekonferenz. Die Antwort auf das Virus könne nur ein starkes Europa mit einer starken Eurozone sein. 

16.22 Uhr – Die in Polen regierende Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hat im Streit über den Termin der Präsidentenwahl eine Niederlage im Parlament hinnehmen müssen. Die PiS verfehlte die notwendige Mehrheit für ihren Plan, das Votum per Briefwahl abzuhalten und so trotz der Pandemie am 10. Mai als Termin festzuhalten. Kritiker werfen der nationalistischen Partei von Jaroslaw Kaczynski vor, sie ignoriere Gesundheitsgefahren und halte aus Eigennutz an dem Termin für die Wahl des Präsidenten fest.

16.02 Uhr - In Litauen werden die Bürger in diesem Jahr auf Familienbesuche an Ostern verzichten müssen. Regierungschef Saulius Skvernelis kündigte an, dass der Zugang zu allen Städten des Landes eingeschränkt werde. Die Polizei werde die Einhaltung der Regelung sicherstellen und nötigenfalls die Armee mit einbeziehen, schrieb er auf Facebook. Nur wer triftige Gründe vorweisen könne oder anderswo eine Zweitwohnung besitze, dürfe innerhalb des Landes reisen.

15.54 Uhr - In Pakistan sind mehrere Ärzte nach Protesten für bessere Schutzkleidung festgenommen worden. Die Polizei sei in der westpakistanischen Provinzhauptstadt Quetta in Baluchistan gewaltsam gegen die Mediziner vorgegangen, sagte ein Arzt, der selbst an der Demonstration teilgenommen hat. Die Polizei äußerte sich nicht zu dem Vorfall. Pakistan hat zwar laut Gesundheitsminister Safar Mirsa tausende Masken und Anzüge aus China erhalten. Dennoch reicht die Schutzausrüstung nicht aus. In Pakistan gibt es über 3200 registrierte Infektionen und 50 Todesfälle.

15.45 Uhr – Der US-Aktienmarkt hat die Handelswoche mit Gewinnen eröffnet. Zuvor hatte Präsident Donald Trump die Hoffnung geäußert, dass das die Ausbreitung des Virus sich verlangsamen könnte. Der Dow Jones-Index stieg zum Handelsbeginn um drei Prozent. Zuvor hatten auch die europäischen Börsen fester eröffnet.

15.38 Uhr – Im Streit über gemeinsame europäische Anleihen wächst der Druck auf Deutschland. Vor Beratungen der EU-Finanzminister am Dienstag warben nicht nur die EU-Kommissare Paolo Gentiloni und Thierry Breton für sogenannte Corona-Bonds. Auch die französische Regierung setzte sich abermals für eine Variante dieser Gemeinschaftsanleihen ein, die gezielt für den Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie eingesetzt werden sollen. Die Bundesregierung lehnt solche Bonds dagegen vehement ab.

15.35 Uhr – Die iranische Regierung hat ihre Lockerung der Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Virus verteidigt. Ein Regierungssprecher sagte, man könne nicht alles monatelang lahmlegen. Präsident Hassan Ruhani hatte am Sonntag eine leichte Lockerung der strengen Vorschriften bekanntgegeben. Im Iran gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 3700 Tote und über 60 000 Infizierte. Gleichzeitig legte die Krise 70 Prozent der Wirtschaft lahm.

15.10 Uhr – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will sich am Samstag mit einer Fernsehansprache zur Corona-Pandemie an die Bürger wenden. In der Corona-Krise hatte sich bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache an die Bürger gewandt. Es war die erste Rede jenseits ihrer traditionellen Neujahrsansprache in ihrer 15-jährigen Amtszeit.

15.01 Uhr – In Mumbai ist ein privates Krankenhaus mit 300 Mitarbeitern geschlossen worden. Als Grund gab die Stadtverwaltung an, in der Wockhardt-Klinik seien 26 Krankenschwestern und drei Ärzte positiv getestet worden. Das Haus stehe unter Quarantäne. Ärzte und Pfleger in Indien beschweren sich vermehrt darüber, dass sie keine angemessene Schutzausrüstung erhalten. Bislang wurden über 4.000 Coronavirus-Fälle registriert; die realen Zahlen dürften aber weitaus höher liegen, da das Land im Vergleich zu vielen anderen Ländern nur wenige Tests durchführt.

Indien Mumbia | Tourismus wird wieder zurückkommen (picture-alliance/dpa/ZUMA/Ashish Vaishnav)

Folgen der Ausgangssperre in Mumbai

14.42 Uhr - In deutschen Krankenhäusern werden nach Angaben der Bundesregierung derzeit 198 Corona-Patienten aus anderen EU-Mitgliedsländern behandelt. Dabei handele es sich um 130 Patienten aus Frankreich, 44 aus Italien und 24 aus den Niederlanden, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.

14.21 Uhr -  Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker hat zum Widerstand gegen eine zunehmende "antisemitische Corona-Hetze" aufgerufen. Er mahnte, dass gerade in den sozialen Netzwerken zunehmend Juden und der Staat Israel für die Ausbreitung verantwortlich gemacht würden. Auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft warnte vor einer zunehmenden Verbindung von Meldungen über die Pandemie mit antijüdischen Verschwörungstheorien in sozialen Netzwerken.

14.12 Uhr – In der Elfenbeinküste haben wütende Bürger ein neu errichtetes Covid-19-Behandlungszentrum zerstört. In Abidjan hätten Anwohner das provisorische Hospital niedergebrannt und ausgeplündert, berichtet die Deutsche Presseagentur. Als Beweggrund gaben sie Angst vor einer Ausbreitung des Virus an. Die Polizei versuchte vergeblich, die Menge mit Tränengas aufzulösen. Die Regierung der Elfenbeinküste hat 261 Fälle von Covid-19-Infektionen und drei Todesfälle bestätigt.

13.55 Uhr - Die Regierung in China will die Kontrollen an ihren Grenzen verschärfen, damit keine Corona-Viren aus den Nachbarländern eingeschleppt werden. Zuletzt habe die Zahl der auf dem Landweg eingereisten Covid-19-Patienten die Zahl erkrankter Flugreisender überstiegen, hieß es. Viele Fälle habe es an der russisch-chinesischen Grenze gegeben.

13.28 Uhr – Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind weltweit inzwischen fast 1,3 Millionen Corona-Infektionen registriert worden. Fast 70.000 Menschen seien weltweit an dem Virus gestorben, vermeldet die Website der Hochschule. Während in Europa und Asien die Ansteckungsraten langsamer steigen, breitet sich das Virus vor allem in den USA rasch aus. Dort wurden bislang fast 340.000 Fälle gezählt, fast 10 000 Menschen starben.

13.03 Uhr – Der Zuwachst der neu infizierten Personen in der Schweiz schwächt sich ab. Das Gesundheitsamt meldet 550 neue Fälle. Insgesamt werden damit 21.650 Fälle festgestellt. Am Vortag hatte das Plus noch mehr als 800 betragen. Bisher starben fast 600 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung.

12.54 Uhr – Wer aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, soll künftig unabhängig von einem konkreten Ansteckungs-Verdacht für 14 Tage in Quarantäne geschickt werden. Das beschloss das Corona-Kabinett nach Angaben eines Sprechers des Bundesinnenministeriums.

Deutschland Coronavirus Bundeskanzleramt in Berlin (picture-alliance/AP Photo/M. Sohn)

Das Corona-Kabinett tagt im Kanzleramt

12.49 Uhr – Mehrere deutsche Großunternehmen haben in einer gemeinsamen Aktion eine Menge von 820 000 Litern Desinfektionsmittel für Krankenhäuser hergestellt und damit Lieferengpässe entschärft. Hinter dem Projekt steht als Initiator und Finanzier das Bundegesundheitsministerium. Beteiligt waren unter anderem Shell Deutschland, Evonik, Dow Deutschland und Olin zusammen mit der Spedition Klaeser, der Rhenus AG und DHL Express.

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