Corona-Live-Ticker vom 30. März: Ungarn verabschiedet Notstandsgesetz | Aktuell Welt | DW | 30.03.2020
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Covid-19

Corona-Live-Ticker vom 30. März: Ungarn verabschiedet Notstandsgesetz

Ungarns Parlament räumt Ministerpräsident Viktor Orban allumfassende Rechte ein. US-Präsident Trump warnt vor mindestens 100.000 Corona-Toten. Mehr im DW-Live-Blog.

Österreich Supermarkt in der Coronakrise (picture-alliance/APA/H. Fohringer)

Ein Mann bezahlt an einer Supermarkt-Kasse

Das Wichtigste in Kürze:

- Ungarn verabschiedet ein umstrittenes Notstandsgesetz 

- Die US-Regierung rechnet mit mindestens 100.000 Toten im eigenen Land

- Die UN warnen vor verheerenden Folgen für Entwicklungsländer

+++ Dieser Ticker ist nun geschlossen. Hier noch einmal die Ereignisse vom Montag zum Nachlesen: +++

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeitangaben in MESZ: 

22.33 Uhr - Der Autokonzern Ford kündigt an, zusammen mit General Electric in den kommenden 100 Tagen 50.000 Beatmungsgeräte zu fertigen. Danach werde man in der Lage sein, 30.000 weitere Geräte pro Monat zu bauen. Es solle fast rund um die Uhr in drei Schichten gearbeitet werden.

22.30 Uhr - Kalifornien braucht mindestens 50.000 zusätzliche Krankenbetten, um die Versorgung von Patienten während der Corona-Krise zu bewältigten. Dies teilte der Gouverneur des US-Westküstenstaates, Gavin Newsom, mit. Mit einer neuen Gesundheitsinitiative wolle er in den kommenden Wochen zusätzlich 37.000 Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern und Pharmazeuten mobilisieren, etwa Personal  aus dem Ruhestand holen oder Studenten einsetzen, sagte der Demokrat.  Auch in Kalifornien haben steigende Infiziertenzahlen in der Corona-Pandemie das Gesundheitssystem überlastet. 

21.08 Uhr - Die italienische Regierung verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger wegen der Corona-Krise bis mindestens Ostern. Das teilte das Gesundheitsministerium am Abend mit. Bisher galten die Ausgangsverbote bis zum kommenden Freitag. Sie waren vor rund drei Wochen, am 10. März, angelaufen.

20.37 Uhr - Frankreich hat die Schwelle von 3000 Corona-Toten überschritten. 3024 Menschen seien Covid-19 bisher erlegen, heißt es bei den Gesundheitsbehörden. Am Sonntag hatte die Zahl der Toten noch bei 2606 gelegen. Frankreich ist damit das vierte Land weltweit mit mehr als 3000 Toten. Die Zahl der Infektionen stieg auf 44.550 von 40.174 am Sonntag. 5107 Menschen würden beatmet, nachdem es am Sonntag noch 4632 waren.

20.15 Uhr - In Afrika könnte wegen der Corona-Krise nach Einschätzung der UN-Entwicklungsagentur UNDP knapp die Hälfte aller Jobs in Gefahr sein. Die Einkommensverluste in den überproportional von der Pandemie getroffenen Entwicklungsländern würden in den nächsten Monaten und Jahren schätzungsweise mehr als 220 Milliarden Dollar betragen, erklärte die UNDP. Die Gesundheitskrise könnte dabei durch mangelhaften Zugang zu Wasser und Seife verschlimmert werden. Hinzu kämen schlecht ausgestattete Krankenhäuser und eine unterentwickelte Infrastruktur.

19.48 Uhr - Mehrere Milliarden Euro aus der EU-Kasse sollen von Mittwoch an die Folgen der COVID-19-Krise abfedern. Der Rat der 27 Mitgliedstaaten traf zwei Entscheidungen, die insgesamt 37 Milliarden Euro dafür freimachen. Acht Milliarden Euro stammen aus Mitteln der Struktur- und Investitionsfonds, die die Mitgliedstaaten im Vorjahr nicht ausgegeben haben. Sie dürfen das Geld behalten und für den Kampf gegen das Coronavirus einsetzen. 29 Milliarden werden den Ländern vorzeitig ausgezahlt, damit sie ihre Gesundheitssysteme stärken sowie kleine und mittlere Unternehmen unterstützen können.

19.31 Uhr - Das Coronavirus trifft derzeit Wolfsburg besonders hart: Erst sind in einem Pflegeheim 17 Menschen gestorben, dann wurden mehr als ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Klinikum Wolfsburg positiv auf das Coronavirus getestet. Das hat doppelte Konsequenzen. Niedersachsen verhängte einen sofortigen Aufnahmestopp für alle Pflegeheime im Land.  Zudem werden im Klinikum vorerst keine Patienten mehr aufgenommen, wie die Stadt mitteilte. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist ein solcher Aufnahmestopp in der Corona-Krise deutschlandweit bisher einmalig.

19.20 Uhr - Der Anstieg der Zahl der Menschen, die aktuell in Italien positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist so niedrig wie seit Beginn der landesweiten Ausgangssperren am 10. März nicht: Die Zahl der Erkrankten nahm bis Montag um 1648 auf 75.528 zu.  In die Zahl sind Tote und Geheilte nicht eingerechnet. Die Zahl der Verstorbenen ist allerdings nach wie vor so hoch wie in keinem anderen Land der Welt. Bis Montag kamen 812 Tote hinzu, insgesamt sind es nun 11.591.

19.05 Uhr - Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat die Regierung in Georgien weitreichende Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Die Bürger des kleinen Landes im Kaukasus dürfen ab Dienstag das Haus tagsüber nur noch zum Einkaufen verlassen. Ministerpräsident Giorgi Gacharia sagte, von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens gelte eine generelle Ausgangssperre. Gacharia bezeichnete die Situation als "alarmierend". In Georgien sind nach offiziellen Angaben hundert Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

18.57 Uhr - In Bulgarien ist nun das Tragen einer Schutzmaske in der Öffentlichkeit obligatorisch. Im Kampf gegen das Coronavirus gelte die Regelung für geschlossene Räume sowie auch in offenen Bereichen, ordnete Gesundheitsminister Kiril Ananiew an. Dabei legte er die Art der Masken nicht fest. In Bulgariens Apotheken sind Schutzmasken Mangelware. Wenn sie erhältlich sind, darf ein Kunde nur bis zu fünf Stück kaufen. Im ärmsten EU-Land beschloss die Regierung, die vom betroffenen Unternehmen finanziell zu unterstützen. Der Staat will danach für 60 Prozent der Bezahlung der Mitarbeiter aufkommen, damit sie nicht entlassen werden. 

18.41 Uhr  - Außenminister Heiko Maas blickt besorgt auf den internationalen Wettbewerb um Schutzausrüstung in der Corona-Krise. "Wir brauchen einzelne Bestandteile, um Geräte, um Schutzausrüstung produzieren zu können, die aus dem Ausland zugeliefert werden", sagte er. "Andere brauchen Lieferungen von uns, um ihre Produktion aufrecht zu erhalten." Der SPD-Politiker warnte: "Das darf nicht zu einem Kampf oder schon gar zu einem Krieg um Schutzausrüstung, Beatmungsgeräte oder Masken ausarten."

18.26 Uhr - In Litauen werden in der Hauptstadt Vilnius künftig Drohnen im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus eingesetzt. Mit Hilfe der ferngesteuerten Fluggeräte soll überprüft werden, ob sich die Menschen in Grünanlagen und Spielplätzen an die Vorschriften halten und sich nicht zu nahe kommen, teilte die Stadtverwaltung mit. Ausgestattet seien die Drohnen mit Lautsprechern, um mit Durchsagen an die Regel zu erinnern - oder um die Polizei zu benachrichtigen.

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