Corona-Live-Ticker vom 30. März: Ungarn verabschiedet Notstandsgesetz | Aktuell Welt | DW | 30.03.2020
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Covid-19

Corona-Live-Ticker vom 30. März: Ungarn verabschiedet Notstandsgesetz

14.21 Uhr - Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, die Freizügigkeit von Saisonarbeitskräften nicht einzuschränken. Zwar sei die Einführung von Grenzkontrollen zur Eindämmung der Pandemie "verständlich", erklärte die Behörde. "Doch müssen systemrelevante Arbeitskräfte ihr Ziel unbedingt ohne Zeitverlust erreichen können."

14.12 Uhr - Mehr als 16.000 Pflegekräfte und Ärzte aus Mittel- und Süditalien haben sich freiwillig gemeldet, um ihre überlasteten und erkrankten Kollegen im Norden des Landes zu unterstützen. Damit hätten sich deutlich mehr Fachkräfte gemeldet als erhofft, berichteten italienische Medien. Einen entsprechenden Aufruf hatte die Regierung gestartet. In Italien sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität knapp 98.000 Infizierte und 10.800 Tote registriert worden.

14.06 Uhr - In Malaysia hat die Polizei bislang mehr als 1100 Menschen festgenommen, die gegen Auflagen in der Corona-Krise verstoßen haben sollen. Die Grenzen und die meisten Geschäfte bleiben geschlossen. In dem südostasiatischen Land gibt es 2620 bestätigte Infektionen.

14.00 Uhr - Der mit dem Coronavirus infizierte britische Prinz Charles hat seine Selbstisolation beendet. Die Entscheidung sei nach Konsultationen mit seinem Arzt gefallen, teilt der Sprecher des Prinzen of Wales mit. Vergangenen Mittwoch hatte der 71-Jährige seine Ansteckung öffentlich gemacht. 

13.51 Uhr - Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich in freiwillige Quarantäne begeben. Zuvor war bekannt geworden, dass sich eine Mitarbeiterin mit dem Virus angesteckt hatte.

13.37 Uhr - Der Berater von US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen das Coronavirus, Anthony Fauci, warnt eindringlich vor einer voreiligen Lockerung der Ausgangssperren. Wenn die Maßnahmen zu früh aufgehoben würden, würde das einen Rückfall provozieren, sagt er dem Sender CNN.

13.12 Uhr - Die Bundesregierung sieht derzeit keinen Grund, die weitgehenden Einschränkungen zu lockern. Regierungssprecher Steffen Seibert, sagt, die Ansteckungsrate sei dafür zu hoch. Derzeit verdoppele sich die Zahl der Infektionsfälle etwa alle fünf Tage. Man müsse "mindestens in Richtung alle zehn Tage, besser noch mehr" kommen.

13.05 Uhr - Die wegen der Pandemie verschobenen Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli 2021 eröffnet werden und bis zum 8. August stattfinden. Auf diesen Termin hätten sich das Internationale Olympische Komitee, die Stadt Tokio und der japanische Staat geeinigt, berichten japanische Medien.

12.50 Uhr -  Das Bundesland Bayern verlängert die Ausgangsbeschränkungen um zwei Wochen bis 19. April. "Es ist keine Zeit für einen vorschnellen Exit oder eine Debatte darüber", sagt Ministerpräsident Markus Söder in München. Die Maßnahmen würden aber nicht weiter verschärft.

12.36 Uhr - Die Vereinten Nationen befürchten verheerende wirtschaftliche und soziale Folgen der Pandemie für die Entwicklungsländer. Allein in Afrika könnte die Hälfte aller Arbeitsplätze aufgrund der Corona-Krise verloren gehen, warnte Achim Steiner, Chef des Entwicklungsprogramms UNDP, laut einer in Genf verbreiteten Erklärung. Die Einnahmeverluste aller armen Staaten drohten sich auf über 220 Milliarden US-Dollar zu belaufen.

12.25 Uhr - Die Hilfsorganisation Adveniat befürchtet einen schweren Verlauf der Pandemie in Lateinamerika. Adveniat-Geschäftsführer Michael Heinz sagte: "In Venezuela, Guatemala und anderen armen Ländern sind mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterernährt. Sie haben einem Ausbruch der Lungenkrankheit nichts entgegenzusetzen." Außerdem seien die öffentlichen Gesundheitssysteme in vielen der Länder marode.

12.12 Uhr - Von den rund 200.000 im Ausland gestrandeten Deutschen sind 175.000 wieder zu Hause. Man bitte weiter um Geduld, schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas auf Twitter. Die Bundesregierung hatte vor zwei Wochen eine Rückholaktion gestartet, um deutsche Reisende aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Vor allem in Neuseeland, sitzen noch mehr als 10.000 Deutsche fest, weil die dortige Regierung alle Flüge vorerst gestoppt hatte.

12.07 Uhr - Die Zahl der Infizierten im Iran ist nach Angaben der Regierung um rund 3200 auf 41.500 gestiegen. Die Zahl der Virus-Toten habe sich binnen 24 Stunden um mehr als hundert auf 2757 erhöht, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

12.02 Uhr - Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat sein Training nach zwei Wochen Zwangspause wieder aufgenommen Trainer Lucien Favre empfing die Profis wieder auf dem Platz - allerdings fand die Einheit lediglich zeitlich versetzt in Zweiergruppen statt.

11.57 Uhr - CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat davor gewarnt, jetzt schon eine Debatte über ein Ende der Schutzmaßnahmen loszutreten. Noch habe Corona "die Welt fest im Griff", sagte sie nach Angaben aus Parteikreisen in einer Präsidiumssitzung. Erst wenn die Verdopplungszeit der Infiziertenzahl bei zehn Tagen sei, wäre das Land auf dem richtigen Weg. Derzeit liegt diese relevante Größe nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bei 5,5 Tagen.

11.48 Uhr - Nach Angaben der Regierung in Spanien sind 85.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit ist Spanien das Land mit den dritthöchsten Infektionszahlen weltweit – nach den USA und Italien. Die Zahl sei seit Sonntag um 6.400 gestiegen. 7340 Menschen starben infolge des Virus – über 800 mehr als am Vortag.

11.33 Uhr - Österreich verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus weiter. Ab Mittwoch werden alle Supermarktketten am Eingang Schutzmasken verteilen, die dann verpflichtend getragen werden müssen, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz.

11.29 Uhr - Die deutsche Volkswirtschaft wird wegen der Pandemie schrumpfen. Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen in einem Sondergutachten mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts von bis zu 5,4 Prozent. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat in dem Gutachten drei Szenarien dargestellt. Sie unterscheiden sich darin, wie lange die einschränkenden Maßnahmen anhalten und wie schnell es zu einer Erholung kommt. Eine Rezession im ersten Halbjahr sei auch im besten Fall unvermeidbar, heißt es in dem Papier.

11.18 Uhr - In Indien sollen zehntausende Wanderarbeiter isoliert werden, um die Pandemie einzudämmen. Die Menschen haben sich zu Fuß auf den Weg aus Städten in ihre oft Hunderte Kilometer entfernten Heimatdörfer gemacht, nachdem sie wegen der Ausgangssperre ihr Einkommen verloren. Dadurch entstand eine der größten Massenwanderung in Indiens jüngster Geschichte und die Gefahr wächst, dass sich das Virus rasch ausbreitet.

10.44 Uhr - In China ist die Zahl der Neuinfektionen nach offiziellen Angaben den vierten Tag in Folge gesunken. Am Sonntag habe es 31 neue Fälle gegeben, nach 45 am Samstag. Laut der Nationalen Gesundheitskommission sind fast alle Neuerkrankungen bei Einreisenden festgestellt worden, nur in einem Fall hat es eine Virus-Übertragung vor Ort gegeben. Damit gibt es in Festland-China  81.470 bestätigte Infizierte und 3304 Todesfälle. 

10.40 Uhr - Die kolumbianische Guerillagruppe ELN hat wegen der Corona-Krise eine vorübergehende einseitige Waffenruhe verkündet. Hintergrund des Schrittes sei die Aufforderung von UN-Generalsekretär António Guterres, alle Kampfhandlungen weltweit aufgrund des Kampfes gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzustellen, teilte die in Kolumbien vermittelnde norwegische Regierung mit. Die Maßnahme soll vom 1. bis 30. April gelten. 

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