Corona-Live-Ticker vom 28. März: Spanien schließt ″nicht lebenswichtige″ Unternehmen | Aktuell Welt | DW | 28.03.2020
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Corona-Live-Ticker

Corona-Live-Ticker vom 28. März: Spanien schließt "nicht lebenswichtige" Unternehmen

In Spanien sollen Mitarbeiter "nicht lebenswichtiger" Unternehmen zu Hause bleiben. Italien meldet mehr als 10.000 Tote durch Coronavirus-Infektionen. Mehr im DW-Live-Blog.

Corona Symbolbild Europa Spanien (Getty Images/J. Soriano)

Spanien ist besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen

Das Wichtigste in Kürze: 

- Spanien schließt vorübergehend "nicht lebensnotwendige" Unternehmen

- Zwölf Corona-Todesopfer in einem Pflegeheim in Wolfsburg 

- Jetzt mehr als 10000 Corona-Tote in Italien

- Corona-Patienten aus Italien und Frankreich nach Deutschland ausgeflogen

Die Meldungen im Einzelnen - Alle Zeitangaben in MEZ: 

 

23:30 Uhr - Der Ticker wurde geschlossen

 

20.55 Uhr - Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas sind wegen der Coronavirus-Pandemie bereits mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte allen Beteiligten, die daran "unfassbar hart" gearbeitet hätten. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas: "Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten." Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000. "Wir machen weiter", twitterte Maas. Zunächst hatten alle EU-Länder versucht, angesichts der im Zuge der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen ihre Bürger in Eigenregie zurück nach Hause zu holen. Mittlerweile gibt es eine Koordination.

20.10 Uhr - Spanien hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die vorübergehende Schließung aller "nicht lebenswichtigen" Unternehmen angeordnet. Alle Angestellten dieser Firmen sollten in den kommenden zwei Wochen zuhause bleiben, teilte Regierungschef Pedro Sánchez in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien. Die beiden Länder sind die weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Länder. Am Samstag hatte die Zahl der Toten durch die Corona-Pandemie in Spanien einen traurigen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden starben 832 Menschen - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Damit erlagen insgesamt 5690 Menschen der Lungenkrankheit Covid-19.

19.49 Uhr - Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist auf über 100 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 16 weitere Menschen gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 108. 1704 Neuinfektionen wurden registriert. Insgesamt haben sich in der Türkei bislang 7402 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert.  Wie in vielen anderen Ländern wurden auch in der Türkei drastische Maßnahmen verhängt, um die Pandemie einzudämmen. Schulen und Universitäten wurden geschlossen und Versammlungen zum Gebet verboten.

19.16 Uhr - Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronavirus-Krise, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. "Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist", sagte Trump außerhalb des Weißen Hauses zu Reportern. Er fügte hinzu, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Connecticut nachgedacht, so der Präsident.

19.05 Uhr - Die Regierung in Ägypten hat allen mit hohen Strafen gedroht, die in sozialen Netzwerken "Falschnachrichten und Gerüchte" über die Ausbreitung des Coronavirus verbreiten. Verboten seien falsche Angaben zum Virus, die die öffentliche Ordnung stören oder in der Bevölkerung Panik auslösen könnten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es drohten Geldstrafen in Höhe von umgerechnet etwa 1140 Euro und bis zu einem Jahr Gefängnis. Bis zu fünf Jahre Haft drohten, wenn das Ansehen Ägyptens geschädigt oder das Vertrauen in dessen öffentliche Finanzen geschwächt würde. In Ägypten wurden etwa 530 Infektionen gemeldet, 30 Menschen sind an Covid-19 verstorben.

18.30 Uhr - In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10 023. Italien ist das am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffene Land in Europa. 

Italien Cremona | Coronavirus | Feldkrankenhaus (Getty Images/E. Cremaschi)

Notfallzelte auf dem Gelände eines Krankenhauses in Cremona in Italien

18.23 Uhr - Italien hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen verschärft. Jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, muss nun unter anderem den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Die Reisenden müssen zudem mitteilen, wie sie ihren Zielort in Italien erreichen werden. Auch Personen, die keine Symptome für eine mögliche COVID-19-Erkrankung zeigen, müssen sich bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben. Flug- und Schifffahrtsgesellschaften werden verpflichtet, bei ihren Passagieren beim Einchecken die Körpertemperatur zu messen und Personen ab 37,5 Grad nicht an Bord zu lassen.

18.11 Uhr - Der US-Bundesstaat New York verlegt seine Vorwahlen im Präsidentschaftsrennen wegen der Corona-Krise. Statt am 28. April würden die Abstimmungen nun am 23. Juni stattfinden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Damit folgt New York einer Reihe weiterer Staaten, die ihre Wahlen angesichts der Pandemie bereits verschoben haben. Im Rennen der Demokraten liegt der ehemalige Vize-Präsident Joe Biden vor Senator Bernie Sanders.

17.28 Uhr - Nach einem Coronavirus-Ausbruch in einem Wolfsburger Pflegeheim sind zwölf Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das gab der Krisenstab der Stadt bekannt. 72 Bewohner des Heims seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Am Freitag hatte die Stadt berichtet, dass acht Menschen im Alter von 76 bis 100 Jahren am Coronavirus gestorben seien. Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann äußerte sich bestürzt über die hohe Zahl der Todesfälle. Diese Tragödie zeige die zerstörerische Kraft, die das Virus entfalten könne. Sie führe deutlich vor Augen, dass insbesondere Seniorinnen und Senioren geschützt werden müssten. "Auch vor dem Hintergrund der furchtbaren Ereignisse in Wolfsburg warne ich davor, vorschnell Debatten über eine Aufhebung der Kontaktverbote zu führen und falsche Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Krise zu wecken."

Deutschland Wolsburg Hanns-Lilje Altersheim (Imago Images/S. Hübner)

In diesem Seniorenheim in Wolfsburg starben zwölf Menschen durch das Coronavirus

17.13 Uhr - Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie ist am Samstag ein Flugzeug mit rund vier Millionen Schutzmasken im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet. Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte. Die Maschine des Typs A330-200 sei am Donnerstag in Spanien gestartet, am Freitag in Tianjin im Nordosten Chinas gelandet und mit den Masken beladen umgehend nach Spanien zurückgekehrt. Bereits in den vergangenen Tagen habe das Unternehmen Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit Masken zu versorgen.

16.57 Uhr - Irland hofft, die strikten Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in etwa zwei Wochen wieder lockern zu können. Die am Freitag erlassenen Ausgangsbeschränkungen seien so einschneidend, dass sie nicht allzu lang aufrecht erhalten bleiben könnten, sagt Gesundheitsminister Simon Harris dem Sender RTE. Bis zum 12. April sollen die Iren zu Hause bleiben. Nur zum Einkauf von Lebensmitteln, für kurze sportliche Aktivitäten oder für absolut unerlässliche Familienbesuche dürfen sie ihre Wohnungen verlassen.

16.39 Uhr - Die Zahl der täglichen Tests auf den Coronavirus ist in Österreich entgegen des Ziels der Regierung in der vergangenen Woche deutlich zurückgegangen. Nach Berechnung der liberalen Oppositionspartei Neos sank die Zahl der täglichen Tests von knapp 5000 Anfang der Woche auf 3200 am Freitag. Auch die Oppositionsparteien SPÖ und FPÖ kritisierten den Rückgang bei den Tests. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte angekündigt, dass die Zahl der Tests auf 15.000 gesteigert werden soll. In Österreich haben bis Samstag rund 8000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

16.12 UhrRussland will seine Grenzen ab dem 30. März schließen. Das gelte für alle Grenzposten, Fahrzeuge sowie Fußgänger und auch an den Seegrenzen, erklärte die Regierung. Ausgenommen seien unter anderem russische Diplomaten sowie Lastwagen. Internationale Flüge wurden bereits eingestellt. In Russland sind 1264 Coronavirus-Fälle gemeldet.

15.58 Uhr - Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit COVID-19 ist in Großbritannien auf 1019 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, starben seit Freitag 260 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf rund 17.000. Großbritannien hatte lange damit gezögert, harte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus einzuführen. Am Freitag war bekannt geworden, dass sich auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock inzwischen mit dem Erreger angesteckt haben. Auch Thronfolger Prinz Charles wurde infiziert.

15.23 Uhr - Angesichts des Engpasses bei Schutzkleidung und medizinischer Ausrüstung zur Corona-Bekämpfung stellen auch in Deutschland Unternehmen ihre Produktion um. Bei dem schwäbischen Textilhersteller Trigema löste allein die Ankündigung, in die Produktion von Atemschutzmasken einzusteigen, einen Ansturm der Bestellungen aus. Trigema-Chef Wolfgang Grupp kündigte an, kommende Woche werde sein Unternehmen rund 100.000 Schutzmasken herstellen. Derweil  will der Automobilkonzern Daimler 3D-Drucker für die Herstellung von Medizinprodukten bereitstellen. Die Geräte könnten für den Bau medizinischer Bauteile sowohl aus Kunststoff wie aus Metall genutzt werden, sagte Daimler-Vorstand Jörg Burzer.

14.54 Uhr - Ein Medevac-Airbus der Bundeswehr ist mit sechs italienischen COVID-19-Patienten an Bord in Köln gelandet. Die Kranken würden in zivile Kliniken in Köln, Bonn und Bochum gebracht, sagt ein Sprecher der Luftwaffe. Während des Fluges wurden die Patienten von drei Ärzten und drei Pflegern des Sanitätsdienstes versorgt.

Deutschland Köln Bundeswehr Medivac (Reuters/Bundeswehr/K. Schrief)

So sieht es im Inneren des MedEvac-Airbus der Bundeswehr aus

14.45 Uhr - In der Schweiz ist die Zahl der Corona-Todesfälle auf 235 gestiegen. Am Freitag wurden 197 Todesfälle gemeldet. Die Regierung teilt weiter mit, dass 13.213 Infizierte gezählt wurden, gut 1000 mehr als einen Tag zuvor.

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