Corona-Live-Ticker vom 25. März: Großbritannien beschließt Notstandsgesetz | Aktuell Welt | DW | 25.03.2020
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Covid-19

Corona-Live-Ticker vom 25. März: Großbritannien beschließt Notstandsgesetz

Das britische Parlament macht ernst bei der Bekämpfung der Coronavirus-Krise, in Spanien wächst die Zahl der Toten dramatisch, und der Bundestag billigt einen Nachtragshaushalt. Mehr im DW-Live-Blog.

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Bundestag beschließt Milliarden-Nachtragshaushalt

Das Wichtigste in Kürze:

- Der Bundestag beschließt einen Nachtragshaushalt Höhe von 156 Milliarden Euro

- WHO hat mit flächendeckenden Tests in Idlib begonnen

- Großbritanniens gibt Regierung und Behörden weitreichende Befugnisse 

 

+++ Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert (Stand 26.März 0:00 Uhr) - den aktuellen finden Sie hier +++

 

Die Meldungen im Einzelnen - Alle Zeiten in MEZ:

23.45 Uhr - Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Italien hat sich den vierten Tag in Folge verlangsamt. Die Zahl der Infektionen sei um 7,5 Prozent angestiegen, das sei der niedrigste Zuwachs seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Allerdings habe es einen deutlichen Anstieg der Todesfälle in Regionen mit großen Städten wie Neapel und Rom gegeben. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 683 neue Todesfälle registriert. Damit starben in Italien bereits 7503 Menschen an COVID-19. Das sind so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Die Zahl der Infizierten liegt inzwischen bei knapp 74.400.

23.08 Uhr - Das britische Parlament hat ein Notstandsgesetz für die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie gebilligt. Es gibt der Regierung und den Behörden unter anderem Vollmachten, um Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Geschäften und anderen Gebäuden notfalls mit Zwangsmaßnahmen durchzusetzen. Auch der Zugriff auf private Daten der Bürger wird durch das Gesetz erleichtert. Die Behörden erhalten auch das Recht, Infizierte zwangsweise in Quarantäne zu schicken. Das gilt auch bereits beim Verdacht auf eine Infektion.

22.33 Uhr - In einem außerordentlichen Schnellverfahren hat das slowakische Parlament mit klarer Mehrheit eine Gesetzesnovelle gebilligt, die dem Staat den Zugriff auf ansonsten geschützte Handydaten der Bürger erlaubt. Damit darf die staatliche Gesundheitsbehörde künftig anhand der Mobiltelefon-Lokalisierungsdaten verfolgen, wo sich mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte bewegen und mit wem sie sich treffen. Die Vier-Parteien-Regierungskoalition will damit kontrollieren, ob Infizierte gegen Quarantäne-Vorschriften verstoßen. 

22.08 Uhr - Frankreich wird wegen des Ausbruchs des Coronavirus alle im Irak stationierten Soldaten abziehen. Betroffen seien etwa hundert Soldaten, teilt das Verteidigungsministerium mit. Der Abzug gelte bis auf weiteres. Den Einsatz der Luftwaffe gegen die radikal-islamische IS-Miliz werde Frankreich fortsetzen.

21.30 Uhr - Wegen mehr als 200 Corona-Infektionen in den Reihen des US-Militärs dürfen die Soldaten im Ausland nicht mehr reisen. Dieser Befehl gelte für 60 Tage und betreffe alle Bereiche des Militärs, Zivilbeschäftigte und Familienangehörige, sagt Verteidigungsminister Mark Esper. "Ziel ist es, sicherzustellen, dass wir das Virus nicht nach Hause bringen, andere anstecken, und dass wir es nicht innerhalb des Militärs verbreiten." Betroffen sind US-Soldaten weltweit. Eine Ausnahme gilt jedoch für Abzug von US-Soldaten aus Afghanistan.

20.44 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron will massiv in das öffentliche Gesundheitssystem investieren. Sobald diese Krise vorbei sei, werde es einen umfassenden Investitionsplan und bessere Berufschancen im Krankenhauswesen geben, sagt Macron in Ostfrankreich. Dort breitet sich das Coronavirus derzeit rasant aus. Das französische Gesundheitswesen steht vor dem Kollaps. Zudem habe er entschieden, das Militär einzusetzen, um die Bevölkerung zu unterstützen, sagt der Präsident.

19.25 Uhr - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der syrischen Rebellenprovinz Idlib mit flächendeckenden Tests auf das neuartige Coronavirus begonnen. Bereits am Dienstag hätten die ersten 300 Tests die Provinz im Nordwesten Syriens erreicht, teilte das Regionalbüro der WHO mit. Bislang seien alle Tests negativ ausgefallen. Nach offiziellen Angaben sind bislang in Syrien vier Personen positiv auf das Virus getestet worden.

19.20 Uhr - Der vor allem für Kurzstrecken genutzte Flughafen Paris Orly wird vom 31. März an bis auf weiteres geschlossen. Das teilt der Betreiber ADP mit. Alle Flüge von und nach Paris und Umgebung sollen vom größeren Flughafen Roissy-Charles de Gaulle bedient werden. Dort soll der Flugbetrieb ebenfalls eingeschränkt werden.

19.10 Uhr - Tschechien lenkt bei der strittigen Frage der grenznahen Berufspendler teilweise ein. Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland oder Österreich arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen laut Innenministerium die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten.

Bildergalerie Corona Tschechien Grenzkontollen (picture-alliance/dpa/A. Weigel)

Mitarbeiter des Gesundheitswesen werden jetzt an der tschechisch-österreichischen Grenze durchgelassen

19.05 Uhr - Mehr als 400.000 Briten haben sich an einem einzigen Tag als freiwillige Helfer des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemeldet. Sie sollen Essen und Medikamente ausliefern, Patienten zu Terminen fahren und mit Menschen in Isolation telefonieren. Premierminister Boris Johnson bedankte sich bei den Freiwilligen und lobte deren Engagement.

18.55 Uhr - Wegen der zusätzlichen Herausforderungen in der Corona-Krise kommt die EU-Kommission den EU-Staaten bei den Fristen von Strafverfahren entgegen. "Die Kommission hat zugestimmt, die Fristen von Strafverletzungsverfahren, die im Januar und Februar diesen Jahres gestartet wurden, ausnahmsweise zu verlängern", sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Demnach seien die Fristen um zwei Monate bis zum 15. Juni verlängert worden.

18.40 Uhr - Nach Einschätzung von Ärzten wird es wahrscheinlich auch in Deutschland bald an Betten zur intensiven Betreuung von Schwerkranken fehlen. In einem Schreiben von sieben medizinischen Fachgesellschaften heißt es nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", trotz Erhöhung der Kapazitäten stünden wahrscheinlich in kurzer Zeit "nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen" zur Verfügung. Die Ärzte müssten dann Entscheidungen über Leben und Tod treffen.

18.30 Uhr - Der deutsche Aktienmarkt hat nach dem Kurssprung am Dienstag weiter zugelegt. Am Ende des Börsentages schloss der Leitindex Dax mit 9874 Punkten, einem Plus von knapp 1,8 Prozent. Der Verlust des Dax seit Beginn des Börsen-Crashs beläuft sich derzeit auf mehr als ein
Viertel.

17:59 Uhr - Die G7-Außenminister haben sich in einer Videokonferenz nicht auf gemeinsame Leitlinien für den Kampf gegen das Coronavirus einigen können. Der Hauptgrund: Die USA bestanden schon in den Vorgesprächen darauf, dass in einer möglichen Abschlusserklärung die chinesische Herkunft des Virus genannt wird. Nach Angaben des deutschen Außenministers Heiko Maas wollen die G7-Staaten allerdings ärmeren Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus helfen.

17.50 Uhr –  In Frankreich wird der Zug- und Flugverkehr weiter eingeschränkt: Ab Freitag werden mehr als 90 Prozent der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge und der Intercity-Züge gestrichen, wie die staatliche Bahngesellschaft SNCF mitteilte. Außerdem wird der Pariser Flughafen Orly ab Ende März geschlossen.

17.46 Uhr – In den Palästinensergebieten hat es den ersten registrierten Todesfall durch das Coronavirus gegeben. Eine 61-Jährige aus dem Westjordaland sei der Krankheit erlegen, teilte die Autonomiebehörde mit. Derzeit gibt es 62 bestätigte Coronavirus-Fälle im Westjordanland und zwei im Gazastreifen.

17.32 Uhr - In den USA ist die Zahl der Virus-Toten binnen eines Tages drastisch auf 737 gestiegen. Am Dienstag seien es noch 544 Todesfälle gewesen, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Mittlerweile seien 54.453 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, am Vortag seien es noch zehntausend weniger gewesen. Besonders schwer betroffen ist New York City. Gouverneur Andrew Cuomo kündigt Straßensperrungen an.

17.32 Uhr - Der Einzelhändler El Corte Ingles, einer der größten Arbeitgeber Spaniens, kündigt an, vorübergehend 22.000 Mitarbeiter zu entlassen. Die Läden der Kaufhauskette sind landesweit geschlossen.

17.21 Uhr - Bangladeschs Premierminister Sheikh Hasina hat alle Bürger aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Insbesondere forderte sie Hunderttausende von Bangladeschern auf, die erst vor kurzem ins Land zurückgekehrt sind, sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Bis zum 4. April werde der gesamte öffentliche Verkehr eingestellt, sagte sie. In dem asiatischen Land gibt es  39 bestätigte Corona-Fälle und fünf Todesfälle.

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