Corona-Live-Ticker vom 23. April: EU bringt Fonds für Aufbau nach Corona-Krise auf den Weg | Aktuell Welt | DW | 23.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 23. April: EU bringt Fonds für Aufbau nach Corona-Krise auf den Weg

Der virtuelle EU-Gipfel einigt sich auf einen Fonds zur Ankurbelung der Wirtschaft. Wieder melden sich Millionen US-Bürger arbeitslos und die WHO warnt vor Nachlässigkeit im Umgang mit dem Coronavirus. Mehr im Live-Blog.

Coronavirus EU Videokonferenz Macron

Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten per Video konferiert - hier Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris (rechts)

Der Live-Ticker ist jetzt geschlossen. Sie können die Ereignisse vom Donnerstag rund um die Coronavirus-Pandemie hier nachlesen.

Das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • EU bringt Fonds für Aufbau nach Corona-Krise auf den Weg
  • Die UN warnen vor antidemokratischen Repressalien
  • In den USA wächst die Arbeitslosigkeit

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ:

20.09 Uhr - Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise setzt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf den gemeinsamen EU-Haushalt. Sie halte das EU-Budget verbunden mit dem Wiederaufbau-Fonds für das einzig taugliche Instrument, sagte sie nach den Beratungen der europäischen Staats- und Regierungschefs.

19.34 Uhr - Die Staats- und Regierungschefs der EU haben nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Gipfel zwar keine Einigkeit in allen Punkten erzielt. Man stimme jedoch überein, dass man zusammenarbeiten müsse, sagt sie nach den Beratungen per Videoschalte. Es sei deutlich, dass ein Fonds von gut 500 Milliarden Euro zum Wiederaufbau nötig sei. Deutschland müsse sich auf höhere Beiträge zum EU-Haushalt einstellen.

19.31 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach eigener Auskunft in der Schalte mit den EU-Staats- und Regierungschefs deutlich gemacht, dass sie Eurobonds ablehnt. "Es geht nicht, dass die Schulden vergemeinschaftet werden", betont sie.

19.26 Uhr - Bei dem virtuellen EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs zu einem Wiederaufbaufonds werden Insidern zufolge Fortschritte in Richtung gemeinsamer Maßnahmen erzielt. Allerdings blieben grundsätzliche Differenzen bestehen. Jetzt müsse der EU-Kommission "die Quadratur des Kreises" gelingen, sagt ein Diplomat.

18.47 Uhr - Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland werden laut Vize-Kanzler Olaf Scholz sobald wie möglich vollständig zurückgenommen. "Das garantiere ich", sagt der Finanzminister im ZDF. Die Einschränkungen seien wegen der gesundheitlichen Gefahren erlassen worden und nicht auf Dauer angelegt. Es gebe angesichts von Fortschritten im Kampf gegen das Coronavirus ja bereits erste Lockerungen für die Wirtschaft. Die Regierung werde genau prüfen, wie sich das auswirke.

18.36 Uhr - Estlands Regierung will den noch bis zum 1. Mai laufenden Corona-Notstand um mindestens zwei Wochen verlängern. Die Entscheidung soll noch diese Woche fallen, sagte Ministerpräsident Jüri Ratas in Tallinn. Er sei der Meinung, dass ein Notstand eher eine Woche zu lang als einen Tag zu wenig dauern sollte, sagte Ratas.

17.59  Uhr - Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind vom 1. Mai an wieder Gottesdienste und andere "Versammlungen zur Religionsausübung" erlaubt. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften hätten erklärt, bis dahin alle notwendigen Vorkehrungen treffen zu können, teilte die Landesregierung in Düsseldorf mit.

Deutschland Coronavirus Ostergottesdienste im Autokino

Ostermesse in einem Düsseldorfer Autokino: In Nordrhein-Westfalen soll es ab Mai auch wieder Gottesdienste in Kirchen geben unter Beachtung der Abstandsregeln

17.37 Uhr - Die Vereinten Nationen rufen dazu auf, den Entwicklungsländern etwa eine Billion Dollar an Schulden zu erlassen. Ein Zahlungsausfall dieser Staaten sei nicht zu verhindern, heißt es auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD).

16.53 Uhr – Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat auf dem virtuellen EU-Gipfel gewarnt, dass die Pandemie zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um bis zu 15 Prozent führen könne. Die 27 Staats- und Regierungschefs dürften keinesfalls "zu kleinteilig und zu spät" auf die prekäre Lage reagieren.

16.42 Uhr – Der Kurznachrichtendienst Twitter blockiert Beiträge, die zur Zerstörung von G5-Mobilfunkanlagen aufrufen. Im Internet kursieren derzeit Verschwörungstheorien, die den Standard 5G mit dem Coronavirus in Verbindung bringen.

16.35 Uhr – Kursgewinne an der Wall Street ermuntern immer mehr Anleger zum Wiedereinstieg in die europäischen Aktienmärkte. Dax und EuroStoxx50 bauen ihre Gewinne aus und steigen um jeweils 1,3 Prozent. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gewinnen ebenfalls jeweils mehr als ein Prozent.

16.16 Uhr – In Großbritannien ist die Todesrate in Krankenhäusern um mehr als 600 auf über 18.700 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden 138.000 Menschen positiv getestet. Da nur Sterbefälle in Kliniken gezählt werden, gehen Experten von einer wesentlich höheren Todesrate aus.

16.04 Uhr – Zu Beginn einer ersten Dunkelziffer-Studie in Tschechien haben sich lange Schlangen vor den Abnahmestellen gebildet. Landesweit sollen rund 28.000 Menschen ohne Symptome getestet werden, um einen Anhaltspunkt zu erhalten, wie weit das Virus schon verbreitet ist. Dabei sollen alle Altersgruppen berücksichtigt werden. Bislang gibt es 7100 bestätigte Infektionen und 210 Todesfälle.

15.53 Uhr – In Schweden sind mehr als 2000 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben. Landesweit sei bislang bei 16.800 Menschen das Virus nachgewiesen worden, gab die staatliche Gesundheitsbehörde bekannt. Schweden verfolgt einen freizügigeren Weg als alle anderen europäischen Länder.

15.42 Uhr – Die muslimische Minderheit in Bulgarien muss während des beginnenden Fastenmonats Ramadan auf Massengebete in den Moscheen verzichten. Es werde auch kein gemeinsames Fastenbrechen geben, teilte das Amt des Obersten Mufti  mit. Gebete sowie Beiträge zum Ramadan sollen online gestellt werden. In dem EU-Land sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung Muslime. In dem Lang sind 1000 Infizierte und 50 Todesfälle registriert.

15.37 Uhr – Auch in Kroatien werden die Einschränkungen gelockert. Von Montag an können Geschäfte außerhalb von Einkaufszentren sowie Dienstleistungsbetriebe ohne engen Kundenkontakt wieder öffnen, kündigte Ministerpräsident Andrej Plenkovic an. In einer zweiten Phase nach dem 4. Mai dürfen Dienstleister wie Friseurläden und Kosmetiksalons wieder aufmachen. Vom 11. Mai an sollen Kindertagesstätten und Grundschulen wieder öffnen. In Kroatien sind knapp 2000 Menschen nachweislich infiziert.

Kroatien - Davor Krmpotic übt Saxophon auf dem Balkon

Davor Krmpotic übt Saxophon auf dem Balkon in Rijeka

15.19 Uhr – Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder haben gemeinsame Beratungen in der Corona-Krise aufgenommen. Zentrales Thema der Videoschalte sind Hilfen für die Wirtschaft. Europäische Unternehmen verlieren infolge der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie derzeit Milliardensummen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor dem Gipfel Hilfe für besonders hart getroffene EU-Länder zugesagt.

15.04 Uhr – Die finanziell gefährdeten Profiklubs der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga sind nicht mehr akut von der Pleite bedroht. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat wie erwartet die Mediengelder der Rechte-Inhaber erhalten. Durch die rund 300 Millionen Euro ist die Liquidität der Vereine laut DFB-Boss Christian Seifert bis zum 30. Juni gesichert. Wann wieder Fußball gespielt werde, sei unklar, sagte Seifert. Das festzulegen, sei Aufgabe der Politik. 

14.59 Uhr – Der französische Präsident Emmanuel Macron strebt landesweit einheitliche Regeln für die ab dem 11. Mai geplante Lockerung der Schutzmaßnahmen an. Macron habe den Bürgermeistern in einer Videokonferenz erklärt, dass der Ausstieg nicht Region für Region erfolgen sollte, teilte das Präsidialamt mit. Eine Rückkehr zur Schule solle auf freiwilliger Basis ab dem 11. Mai möglich sein. Das Tragen einer einfachen Maske in der Öffentlichkeit werde empfohlen, aber nicht verpflichtend sein.

14.54 Uhr – Aufgrund der Pandemie wird die Wirtschaft der Demokratischen Republik Kongo nach Angaben des Internationalen Währungsfonds in diesem Jahr um 2,2 Prozent schrumpfen. Ursache sei der Preisverfall etwa für Kupfer und die Auswirkungen des Coronavirus. In dem Land, das auch gegen Ebola kämpft, sind 377 Infizierte und 25 Tote registriert.

Coronavirus Kongo Katungo Methya, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Roten Kreuz

Rot-Kreuz-Mitarbeiterin Katungo Methya erklärt Präventionsmaßnahmen

14.42 Uhr – Die Beschränkungen in der Corona-Krise verfestigt nach einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung die soziale Ungleichheit. Die Möglichkeiten für Familien mit Kindern seien sehr unterschiedlich, sagte Forschungsdirektor Martin Bujard. Fast jede dritte Familie in Deutschland habe keinen Zugang zu einem Garten. Insbesondere in Großstädten und Ballungsgebieten lebten zudem viele beengt in kleinen Wohnungen.

14.31 Uhr – In den USA haben die fünfte Woche in Folge Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 18. April wurden nach Angaben des Arbeitsministerium 4,4 Millionen Neuanträge registriert. Damit haben innerhalb eines Monats mehr als 26 Millionen Menschen ihren Job verloren.

13.58 Uhr – Die Regierung in Indonesien verbietet von Freitag an einstweilig alle Inlandsflüge und Schiffsreisen im Lande. Das Verbot gelte bis zum Anfang Juni, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Der Gütertransport sei von dem Verbot ausgenommen.

13.50 Uhr - Die Zentralbank der Ukraine senkt im Kampf gegen die Folgen der Virus-Krise zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen die Leitzinsen. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld liegt künftig bei acht statt wie zuvor bei zehn Prozent. Die Notenbank geht davon aus, dass die Wirtschaft des Landes dieses Jahr um fünf Prozent schrumpfen wird.

13.38 Uhr - Die Arena des Traditionsclubs Kickers Offenbach heißt ab sofort "Kommt-Gesund-Wieder-Stadion". Der bisherige Namensgeber Sparda-Bank-Hessen und die Stadiongesellschaft wollen damit in der Pandemie eine positive Botschaft senden. Verbunden mit der Namensänderung ist eine Spendenaktion zu Gunsten von Mitarbeitern "systemrelevanter Berufe".

13.27 Uhr - Nach der Verschiebung der Männer-EM und der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 wird auch die Frauenfußball-EM ein Jahr später als geplant stattfinden. Wie die UEFA mitteilte, wird das Turnier in England aufgrund von Terminkollisionen vom 6. bis 31. Juli 2022 ausgetragen. Ursprünglich sollte die EM vom 7. Juli bis 1. August 2021 ausgetragen werden.

13.18 Uhr - Ein Gericht in Prag hat einen Großteil der Corona-Maßnahmen der tschechischen Regierung für rechtswidrig erklärt. Konkret handelt es sich um die Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung sowie die Schließung des Einzelhandels. Die Maßnahmen hätten als Notstandsgesetze verabschiedet werden müssen, nicht als außerordentliche Verordnungen eines Ministeriums, entschieden die Richter. Da das Urteil erst am Montag rechtskräftig wird, hat die Regierung bis dahin Zeit, die Maßnahmen neu zu beschließen. In Tschechien gibt es 7100 Infektionen und 210 Todesfälle.

13.12 Uhr - Die Übernachtungen in spanischen Hotels und Pensionen sind im März um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Das teilte das Nationale Statistikamt mit. Der Einbruch dürfte im April aufgrund der angeordneten Hotelschließungen noch höher ausfallen: Inzwischen sind fast nur noch Angestellte und Kranke in Hotels untergebracht.

Spanien Riesen Trauerschleife für Corona-Tote in Madrid

In Madrid wird mit einer Trauerschleife der Corona-Toten gedacht.

12.56 Uhr - Wirtschaftsminister Peter Altmaier will deutsche Unternehmen in strategisch wichtigen Bereichen vor feindlichen Übernahmen durch ausländische Investoren schützen - gerade in der Corona-Krise. Er sagte im Bundestag, Firmen dürften keine Opfer von Übernahmeversuchen werden, nur weil die Aktienkurse derzeit niedriger seien oder weil sie besonderes hochtechnologisches Know-how hätten. Vertreter der FDP und des Industrieverbandes BDI kritisierten das als "Abschottung".

12.44 Uhr - Der Goldpreis ist weiter im Aufwind. Der Preis für eine Feinunze überstieg die Marke von 1600 Euro. Das Allzeithoch von 1900 Dollar aus dem Jahr 2011 ist allerdings noch ein gutes Stück entfernt. Getrieben wird die Goldnachfrage vor allem durch die hohe Verunsicherung wegen der Pandemie.

12.23 Uhr - Die Regierung in Griechenland verlängert die Coronavirus-Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis zum 4. Mai. In dem Land gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 121 Todesfälle und 2400 Infektionen.

12.11 Uhr – Russische Medien wie RT machen nach Einschätzung der EU weiter mit Desinformation Stimmung gegen die Staatengemeinschaft. Allein in der vergangenen Woche seien 45 Fälle Kreml-freundlicher Falschnachrichten hinzugekommen, 30 von ihnen in Verbindung mit dem Coronavirus, teilte die EU mit.

12.06 Uhr – Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Rumänien hat die Schwelle von 10.000 überschritten. Die Regierung meldete fast 400 neue Fälle. Bislang seien 2.500 Personen geheilt worden und mehr 500 gestorben. Noch bis zum 15. Mail gilt in dem Land eine strenge Ausgangssperre.

12.02 Uhr – Die Stahlindustrie in Deutschland drosselt in der Corona-Krise ihre Produktion. Im März sei der Rohstahlausstoß gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,4 Prozent auf 3,3 Millionen Tonnen gefallen, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit. Die Branche leidet vor allem unter der schwachen Nachfrage der Automobilindustrie.

Video ansehen 01:37

Bundeskanzlerin mahnt: Umsetzung der Lockerungen "zu forsch"

11.58 Uhr – Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat sich für eine Öffnung aller Geschäfte im Land nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen am 11. Mai ausgesprochen. Das gelte aber nicht für Restaurants und Bars, sagte er. Eine übereilte Öffnung in dieser Branche sei falsch. Ein Datum für eine mögliche Öffnung gebe es bisher noch nicht. In Frankreich sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 157.000 Infizierte und 21.300 Tote registriert.

11.33 Uhr – Die Nachfrage von Unternehmen nach Staatskrediten steigt. Am Mittwoch seien bei der Förderbank KfW rund 2000 Kreditanfragen eingelaufen, so viele wie noch nie an einem Tag, sagt ein Sprecher. Insgesamt beläuft sich die Zahl der beantragten Darlehen nun auf knapp 18.000 im Gesamtvolumen von 29 Milliarden Euro.

11.24 Uhr – Die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin wird wegen eines möglichen Corona-Kontaktes vorsorglich vorerst von zu Hause aus arbeiten. Die Gefahr einer Infektion der Ministerpräsidentin sei aber sehr gering. Sie sei ohne Krankheitssymptome und fühle sich gut, teilte ihr Büro mit.

11.21 Uhr – Das Gesundheitsministerium Spaniens meldet 440 neue Todesfälle. Die Gesamtzahl stieg auf über 22.150. Die Zahl der diagnostizierten Fälle stieg um 4600 auf 213.000.

11.18 Uhr – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts erster Lockerungen der Auflagen in Europa vor einer zweiten Welle der Pandemie. Es komme darauf an, vorbereitet zu sein, sagt der WHO-Direktor für Europa, Hans Kluge. "Nachlässigkeit kann unserer schlimmster Feind in diesen Tagen sein."

11.15 Uhr – Großbritannien will die Verbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung in einer großangelegten Studie erfassen. Innerhalb eines Jahres würden bis zu 300.000 Menschen untersucht, teilte die Regierung in London mit. Auf deren Grundlage solle dann auch über Lockerungen der strengen Corona-Maßnahmen entschieden werden. Großbritannien gehört zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern der Welt.

11.07 Uhr –FDP-Chef Christian Lindner hat das Krisenmanagement von Bund und Ländern kritisiert. Bei der Bekämpfung des Virus seien Fortschritte erzielt worden, und deshalb müsse nun darüber gesprochen werden, "wie wir Gesundheit und Freiheit besser miteinander vereinbaren können", sagte Lindner im Bundestag.

11.04 Uhr –Die Regierung in Vietnam hat damit begonnen, die Ausgangsbeschränkungen zu lockern. In Hanoi öffneten einige Cafés wieder ihre Türen. In dem Land gibt es 268 offiziell bestätigte Infektionen und keine Todesfälle.

11.02 Uhr – Die thailändische Polizei hat mehrere Personen wegen Betrugs beim Verkauf von Gesichtsmasken festgenommen. In mehreren Fällen hätten Schwindler höhere Summen kassiert, die Ware aber nicht geliefert. Außerdem nahm die Polizei zwei Händler fest, die die Masken zu überteuerten Preisen angeboten haben. In Thailand ist das Tragen von Gesichtsmasken alltäglich. In dem Land sind 2800 Infizierte registriert, 50 Menschen starben.

10.48 Uhr – Fast sechs Wochen nach der Schließung der Schulen in Nordrhein-Westfalen sind die ersten Schüler in die Klassenräume zurückgekehrt. In Sachsen waren die ersten Schulen bereits am Montag wieder geöffnet worden.

10.39 Uhr – Der Klassiker "Pata Pata" der südafrikanischen Musiklegende Miriam Makeba ist mit einem neuen Text wiederveröffentlicht worden. Das Lied solle dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, heißt es in einer Erklärung des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. In dem neuen Text wird dazu aufgerufen, sich die Hände zu waschen und Anstand zu wahren. "Pata Pata" war 1967 ein wichtiges Symbol für den Kampf gegen die Apartheid.

Eine Menschenschlange vor einer Suppenküche in Johannesburg

Eine Menschenschlange vor einer Suppenküche in Johannesburg

10.23 Uhr – In Frankreich dürfen Unternehmen, die Hilfe vom Staat in Anspruch nehmen, ihre Gewinne nicht ins Ausland verschieben oder an die Anteilseigner auszahlen. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sagte, es gebe klare Regeln: "Wenn Sie von den Finanzen des Staates profitieren, können Sie keine Dividenden ausschütten oder Aktien zurückkaufen." Es sei "selbstverständlich", dass ein Unternehmen mit Sitz oder Töchtern in einem Steuerparadies nicht von staatlichen Hilfen profitieren könne.

10.12 Uhr – Serbien und Ungarn haben sich darauf geeinigt, drei Kontrollpunkte an ihrer Grenze wieder zu öffnen. Das gab der ungarische Außenminister Peter Szijjarto bekannt. Dadurch könnten die in Nordserbien lebenden ethnischen Ungarn wieder in Ungarn arbeiten. Serbien hatte die Grenze im März geschlossen.

10.01 Uhr – Russland meldet den dritten Tag in Folge eine Abschwächung bei den Neuinfektionen. Die Zahl der Ansteckungen stieg um knapp 4800 auf 62.800, wie die Behörden mitteilen. Am Mittwoch seien es noch mehr als 5200 Neuinfektionen gewesen. Die Zahl der Todesfälle klettert um 42 auf 555.

09.54 Uhr – Die Regierung in Italien fordert eine rasche Einigung der EU bei dem geplanten Wiederaufbaufonds zur Bewältigung der Folgen der Krise. Ihr Land könne es sich nicht leisten, bis Juni auf eine Vereinbarung für eine gemeinsame Finanzierung des Fonds zu warten, sagte die stellvertretende Wirtschaftsministerin Laura Castelli. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen im Tagesverlauf über den Fonds beraten.

09.46 Uhr – China stellt der Weltgesundheitsorganisation WHO zusätzlich 30 Millionen Dollar zur Verfügung. Das Geld solle für den Kampf gegen Covid-19 eingesetzt werden, twittert eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. US-Präsident Donald Trump hatte die WHO heftig kritisiert und die Zahlungen eingestellt.

09.42 Uhr – Nach der ersten Zulassung eines klinischen Testsmit einem möglichen Covid-19-Impfstoff in Deutschland rechnet der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, weiterhin nicht vor dem kommenden Jahr mit einem Impfstoff. "Wichtig für uns ist, der Impfstoff muss wirksam und verträglich sein - das ist das oberste Ziel", bekräftigte Cichutek im Bayerischen Rundfunk.

09.28 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel wertet die jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts als Schritt in die richtige Richtung. "Das ist ein Zwischenerfolg." Man bewege sich aber auf "dünnstem Eis", sagt Merkel in ihrer Regierungserklärungim Bundestag. Noch sei Deutschland nicht über den Berg. Einige der Lockerungen seien "zu forsch". Außerdem hob sie die Rolle der Weltgesundheitsorganisation WHO hervor. Die WHO sei "ein unverzichtbarer Partner" bei der Überwindung der Pandemie.

Video ansehen 02:18

Merkel: In der Corona-Krise "noch lange nicht über den Berg"(20.04.2020)

09.15 Uhr – Für Bundeskanzlerin Angela Merkel muss die Bevölkerung sich noch lange mit dem Virus und den Einschränkungen im öffentlichen Leben arrangieren. "Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie", sagte Merkel im Bundestag.Für die Demokratie seien die geltenden Einschränkungen "eine Zumutung". Die entsprechenden Entscheidungen seien ihr nicht leichtgefallen, aber notwendig. "Unser Gesundheitssystem hält der Bewährungsprobe bisher stand."

Deutschland Corona | Hamsterkauf in Bayern

Volle Einkaufswagen führen zu leeren Regalen

9.00 Uhr -  Der Ansturm auf vorübergehend beliebte Hamster-Produkte wie Toilettenpapier hat deutlich nachgelassen: Wie eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes zeigt, lagen die Verkaufszahlen für ausgewählte Hygieneartikel und Lebensmittel in der vergangenen Woche weiterhin deutlich unter den Zahlen der Wochen zuvor. So lag der Absatz von Toilettenpapier erneut fast zwei Drittel (minus 65 Prozent) unter dem Durchschnittswert der Monate August 2019 bis Januar 2020. 

08.07 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infizierten um 2352 auf 148.046 gestiegen. Zudem seien weitere 215 Todesfälle registriert worden, teilte das Robert-Koch-Institut mit. Damit seien insgesamt 5094 Menschen COVID-19 erlegen. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey lehnte gesonderte Auflagen für Ältere erneut strikt ab. "Man kann mündige Bürger nicht einfach wegsperren, indem man schematisch eine Altersgrenze für Senioren festlegt", sagte Giffey "Focus Online".  

07.26 Uhr - Fast ein Fünftel der deutschen Unternehmen planen dem ifo-Institut zufolge im Zuge der Krise einen Stellenabbau. 18 Prozent der Firmen wollten Mitarbeiter entlassen oder befristete Verträge nicht verlängern, teilt das Institut unter Berufung auf seine April-Umfrage mit. 46 Prozent der Unternehmen wollten Investitionen verschieben, fast 50 Prozent würden Kurzarbeit fahren.

07.15 Uhr - Die Vereinten Nationen warnen davor, den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie für anti-demokratische Repressalien zu missbrauchen. In manchen Gesellschaften würden Hassreden zunehmen, Minderheiten würden zum Ziel von Aggressionen, das Risiko überzogener Restriktionen steige, beklagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Besonders bedroht seien Flüchtlinge, Migranten und Vertriebene. Mehr als 131 Staaten hätten ihre Grenzen geschlossen, nur 30 würden weiterhin Asylbewerber akzeptieren.

06.55 Uhr -  Die Corona-Krise hat beim Autobauer Daimler im ersten Quartal zu einem Gewinneinbruch geführt und macht eine genaue Prognose für das Gesamtjahr unmöglich. Von Januar bis März brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 78 Prozent auf 617 Millionen Euro ein, gab der Dax-Konzern in einer Pflichtmitteilung bekannt. Den ursprünglichen Jahresausblick kippte Daimler. Die Auswirkungen auf Nachfrage, Lieferketten und Produktion könnten nicht sicher und detailliert eingeschätzt werden, heißt es.

06.50 Uhr -  Starke Luftverschmutzung und schwerere COVID-19-Verläufe stehen möglicherweise in einem Zusammenhang. Wie eine Studie des Geowissenschaftlers Yaron Ogen von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zeigt, sind in Regionen mit einer dauerhaft hohen Schadstoffbelastung deutlich mehr Menschen nach der Corona-Infektion gestorben als in anderen Regionen. Auch eine Studie von US-Forschern der Harvard-Universität deutet darauf hin, dass es einen Zusammenhang gibt. Andere Wissenschaftler äußern sich zurückhaltender. 

06.04 Uhr - Die Akzeptanz in der Bevölkerung in Deutschland für die Corona-Restriktionen ist laut einer Umfrage weiterhin hoch, lässt aber zunehmend nach. In der jüngsten Erhebung von Infratest dimap befürworteten 74 Prozent die Kontaktbeschränkungen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Den Höchststand an Zustimmung für die Maßnahmen hatte das Institut in der letzten Märzwoche mit 87 Prozent verzeichnet. Seitdem geht der Wert zurück. Um ihre persönliche Gesundheit machen sich der Befragung zufolge noch 19 Prozent große Sorgen. Ende März waren es 25 Prozent.

05.33 Uhr -  Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier, hat sich gegen einen vorschnellen Neustart der Fußball-Bundesligaausgesprochen. Er sehe eine Fortsetzung der Saison schon ab dem 9. Mai mit Skepsis, sagte der SPD-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Denn beim Fußball kommen sich die Spieler nahe, sie atmen gerade in Zweikämpfen und Laufduellen tief ein und aus." Die Deutsche Fußball Liga berät an diesem Donnerstag das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise.

03.35 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat seine am Dienstag angekündigte Verfügung zum vorläufigen Einwanderungsstopp unterzeichnet. Er begründete den Schritt im Weißen Haus erneut damit, dass die Jobs von US-Bürgern in der Corona-Krise geschützt werden müssten. Betroffen sind Antragsteller auf sogenannte Green Cards, die in den USA arbeiten wollen. Die Regelung gilt zunächst für 60 Tage.

03.20 Uhr - Deutschlands Entwicklungsminister Gerd Müller fordert weitere drei Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt zur Corona-Bekämpfung in der Dritten Welt. Das bisher geplante Sofortprogramm im Umfang von mehr als einer Milliarde Euro werde alleine nicht reichen, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Müller warnte, die Pandemie entwickle sich zu einer globalen Gesundheits-, Ernährungs- und Wirtschaftskrise auch in der unmittelbaren EU-Nachbarschaft. Man müsse verhindern, dass erst Krankenhäuser und dann ganze Staaten zusammenbrechen. Die Folgen wären dramatisch: Hunger, Unruhen und am Ende unkontrollierbare Flüchtlingsbewegungen.

02.05 Uhr - Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat die ab kommender Woche in ganz Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus in Teilen der Öffentlichkeit geltende Maskenpflicht kritisiert. Wer eine Maske trage, werde durch ein trügerisches Sicherheitsgefühl dazu verleitet, den "allein entscheidenden Mindestabstand" zu vergessen, sagte Montgomery der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Auch könnten die Mund-Nasen-Masken bei unsachgemäßen Gebrauch gefährlich werden. Im Stoff konzentriere sich das Virus, beim Abnehmen werde die Gesichtshaut berührt, schneller sei eine Infektion kaum möglich.

01.30 Uhr - Der deutsche Autobauer Daimler korrigiert infolge der Corona-Pandemie seine Prognosen für das Geschäftsjahr kräftig nach unten. Das Unternehmen legte ein vorläufiges Ergebnis vor Zinsen und Steuern für das erste Quartal 2020 vor, das um 78 Prozent auf 617 Millionen Euro eingebrochen ist. Die vollständigen Quartalszahlen sollen am 29. April veröffentlicht werden.

00.51 Uhr - Der Koalitionsausschuss in Berlin hat folgende Beschlüsse gefasst, um die Menschen in der Corona-Krise zu unterstützen: Das Kurzarbeitergeld soll schrittweise auf bis zu 80 Prozent angehoben werden, für Haushalte mit Kindern auf 87 Prozent. - Der Bezugszeitraum für das Arbeitslosengeld wird für diejenigen um drei Monate verlängert, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und 31. Dezember 2020 enden würde. - Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie wird ab dem 1. Juli befristet auf sieben Prozent gesenkt. - Zur besseren technischen Ausstattung von Schülern in der Corona-Krise will der Bund zudem 500 Millionen Euro für den Unterricht am heimischen Computer zur Verfügung stellen.

00.45 Uhr - Zwei Katzen im US-Bundesstaat New York sind nach Angaben der US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) die ersten Haustiere in den Vereinigten Staaten, die positiv auf COVID-19 getestet wurden. Es wird angenommen, dass sie sich bei Menschen in ihren Haushalten oder in der Nachbarschaft infiziert haben. Es gäbe aber keine Beweise dafür, dass Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung des Virus in den Vereinigten Staaten spielten, erklärt die Gesundheitsbehörde.

00.24 Uhr - Der internationale Passagierflugverkehr könnte bis September 2020 um bis zu 1,2 Milliarden Reisende abnehmen, erklärt die Luftfahrtbehörde der Vereinten Nationen (ICAO) unter Berufung auf Prognosen. Das würde einem Rückgang um zwei Drittel in den ersten drei Quartalen entsprechen, teilt die ICAO mit. Infolge des Ausbruchs der Corona-Pandemie ist der weltweite Flugverkehr fast zum Stillstand gekommen, Reisebeschränkungen und verminderte Nachfrage haben den Markt einbrechen lassen.

sti/qu/ww (rtr, dpa, afp)

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