Corona-Live-Ticker vom 21. März: Kampfansagen gegen Coronavirus-Folgen | Aktuell Welt | DW | 21.03.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 21. März: Kampfansagen gegen Coronavirus-Folgen

Es hagelt weiter Absagen, Ausgangssperren und Grenzschließungen wegen der Corona-Pandemie. Doch es mehren sich auch Solidaritätsaktionen. Italien schließt alle nicht lebenswichtigen Unternehmen. Mehr im DW-Live-Blog.

Coronavirus in Brasilien Belo Horizonte Feuerwehr-Männer in Schutzanzügen (AFP/D. Magno)

Feuerwehrleute in Brasilien trainieren für den Kampf gegen den Coronavirus

Dieser Ticker ist jetzt geschlossen. Hier noch einmal die Ereignisse vom Samstag zum Nachlesen: 

Alle Zeiten in MEZ

23.41 Uhr - Regierungschef Giuseppe Conte ordnet die Schließung aller "nicht lebenswichtiger Unternehmen" und Fabriken in Italien an. In einer TV-Ansprache informierte er die Bevölkerung über den Schritt. 

23.11 Uhr - Weltweit haben sich nach Angaben der Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins schonmehr als 303.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 13.000 Menschen seien an der neuartigen Lungenkrankheit COVID-19 gestorben, teilten die Experten mit. 

22.52 Uhr - In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb von 45 Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Der Test soll laut dem Hersteller Cepheid vorwiegend in Krankenhäusern eingesetzt werden. 

22.45 Uhr - Russland schickt wegen der dramatischen Lage in Italien medizinische und personelle Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. Auf Bitten Italiens sollen unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für eine großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten bereitgestellt werden. Präsident Wladimir Putin telefonierte mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte. Russland selbst hat bisher nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Coronavirus-Fälle - mit Stand Samstagabend waren es landesweit rund 300.

Italien Corona-Pandemie: Fast 800 Tote an einem Tag (Reuters/A. Parrinello)

Italienische Soldaten überwachen in der sizilianischen Stadt Catania die Ausgangssperre

22.27 Uhr - Nach massiver Kritik an seinem Gesetzentwurf zur Unterstützung von Krankenhäusern in der Corona-Krise hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Überarbeitung der Vorlage angekündigt. Er habe "in einer Schalte mit den Gesundheitsministern der Länder einmütig mehrere Änderungen vereinbart", teilte Spahn via Twitter mit. Der aktualisierte Gesetzentwurf werde an diesem Sonntag vorgestellt.

22.14 Uhr - Eine Woche nach Inkrafttreten eines Notstandes und einer 15-tägigen Ausgangssperre in Spanien hat Ministerpräsident Pedro Sánchez das Verhalten der Bürger in der Corona-Krise gelobt. Zugleich stimmte er die Bevölkerung darauf ein, das Schlimmste werde noch kommen. Die Zahl der Corona-Todesfälle und Infizierten werde noch steigen, sagte er. Das Gesundheitsamt meldete bisher fast 25.000 Infizierte - 5000 mehr als am Freitag. Die Zahl der Toten stieg um 300 auf mehr als 1300.

22.03 Uhr - Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat Rumänien seine Grenzen für Ausländer weitgehend geschlossen. Außerdem verhängten die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre - ausgenommen sind Notfälle, wie 
Innenminister Marcel Vela mitteilte.

21.05 Uhr - Die Zahl der Coronavirus-Toten in Frankreich um 112 auf 562 angestiegen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Paris mit. Nach Zahlen vom Samstag sind 14 459 Menschen infiziert, 1847 mehr als am Vortag. Frankreich hatte am Dienstag eine Ausgangssperre verhängt.

20.04 Uhr - Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat in Bolivien Übergangsregierung eine landesweite Ausgangssperre beschlossen. Am Sonntag um Mitternacht trete eine "vollständige Quarantäne im ganzen Land" in Kraft, erklärte Übergangspräsidentin Jeanine Áñez. Pro Haushalt dürfe nur ein Mensch das Haus verlassen, um in Versorgungszentren einzukaufen, die täglich bis zum Mittag geöffnet hätten.  Dies sei "eine harte, aber notwendige Entscheidung zum Wohle aller", betonte Áñez. Angesichts der durch die Schutzmaßnahmen lahm gelegten Wirtschaft sagte die Übergangspräsidentin Hilfen für die Bürger und Unternehmen zu.

19.25 UhrVietnam hat zur Bekämpfung des Coronavirus seine Grenzen fast vollständig geschlossen. Die Maßnahme betreffe Ausländer sowie Vietnamesen und deren Angehörige, die im Ausland lebten, teilte die Regierung mit. Ausländer, die als Experten ihres Fachs gelten, Geschäftsreisende oder benötigte Fachkräfte könnten ein Einreisevisum erhalten, wenn die Behörden ihren Aufenthalt in Vietnam für dringend erforderlich erachteten. Schon am Freitag waren alle internationalen Flugverbindungen unterbrochen worden. Bis Samstag wurden in Vietnam 94 Coronavirus-Infektionen gezählt. 

18.26 Uhr - Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet. Bis Samstag starben 4825 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 793 mehr als am Vortag und so viele wie bisher an keinem anderen Tag seit dem Ausbruch in dem Land Ende Februar. Besonders stark betroffen ist die nördliche Region Lombardei. Italien ist das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Die Regierung hatte daher erst am Freitag die Ausgangssperren verschärft, die seit dem 10. März landesweit gelten. Allerdings fordern Regionalpolitiker im Norden weitere Maßnahmen.

18.02 Uhr - Die britische Regierung hat Menschen, die in der Coronavirus-Krise Hamsterkäufe machen, scharf verurteilt. Sie sollten sich schämen, da solche nutzlosen Einkäufe dazu führten, dass für die hart in Kliniken arbeitenden Menschen nichts übrig bleibe. Die Lebensmittelhersteller hätten in der Coronavirus-Krise ihre Produktion sogar um 50 Prozent gesteigert, sagte Ernährungs- und Landwirtschaftsminister George Eustice. "Seid verantwortungsvoll, wenn ihr einkaufen geht, und denkt an die anderen." Zuvor hatte ein Video auf Youtube die Runde gemacht, in dem eine Krankenschwester weinend berichtete, dass sie nach ihrer langen Schicht kaum noch etwas zu essen im Supermarkt finde.

17.52 Uhr - Die Türkei verhängt eine Ausgangssperre für Menschen, die über 65 Jahre alt sind und für jene, die an einer chronischen Krankheit leiden. Die Verordnung werde um Mitternacht in Kraft treten, teilt das Innenministerium mit.

17.24 Uhr -  Die Bundesregierung bringt in der Corona-Krise ein riesiges Rettungspaket für die Wirtschaft auf den Weg. "Wir stehen vor einer großen Herausforderung", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Potsdam. Vorgesehen sind nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters eine Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro sowie ein Rettungsschirm von bis zu 600 Milliarden Euro. Das Kabinett soll am Montag den Nachtragshaushalt beschließen, der für Solo-Selbstständige, Kleingewerbe und Miniunternehmen bis zu 50 Milliarden Euro an Hilfen vorsieht. 

Deutschland Bundesfinanzminister Olaf Scholz (picture-alliance/dpa/M. Kappeler)

Finanzminister Olaf Scholz mit großen Plänen

16.52 Uhr - In Finnland ist der erste Corona-Patient gestorben. Wie das Gesundheitsinstitut am Samstag mitteilte, handelt es sich dabei um eine ältere Person. Am Nachmittag waren in Finnland 531 Fälle von Infektionen mit dem Virus Covid-19 bekannt. 17 Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden. In Finnland herrscht seit Montag Ausnahmezustand. Schulen und Universitäten sind geschlossen, die Kindergärten haben aber weiter geöffnet. Alle Kultur- und Sportveranstaltungen wurden abgesagt. 

16.20 Uhr - Die EU-Kommission hat französische Beihilfen zur Unterstützung der Wirtschaft nach dem Coronavirus-Ausbruch genehmigt. Die Brüsseler Behörde billigte nach eigenen Angaben drei Regelungen der französischen Regierung, die damit in Schwierigkeiten geratene Unternehmen mit Krediten in Höhe von 300 Milliarden Euro versorgen will. Die Kommission erteilte ihre Zustimmung innerhalb von 48 Stunden. Erst am 19. März hatte sie eine neue Rahmenregelung für staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts von COVID-19 erlassen.

16.14 Uhr - Die Eishockey-WM in der Schweizist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Die Entscheidung teilte der Weltverband IIHF mit. Damit fällt erstmals seit 1946 die jährliche Weltmeisterschaft aus. Das Turnier sollte zwischen dem 8. und 24. Mai in Zürich und Lausanne ausgetragen werden. "Es ist eine harte Realität, der sich die internationale Eishockey-Familie stellen muss, aber wir müssen diese akzeptieren", sagte IIHF-Präsident Rene Fasel. Der Weltverband müsse alles tun, um den globalen Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen.

16.03 Uhr - Krankenhäuser sollen für Ausfälle in Folge der Corona-Krise Ausgleichszahlungen in Milliardenhöhe erhalten. Das berichtet "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums. Demnach bekommen Krankenhäuser, die wegen des Coronavirus planbare Operationen aussetzen oder verschieben, Ausfallkosten erstattet. Zudem soll es für die Bereitstellung weiterer Intensivbetten zusätzliche Boni geben – in Höhe von 30.000 Euro pro zusätzlich geschaffenem Intensivbett.

15.21 Uhr - Die Spendeninitiative der Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich ist sehr gut angelaufen. Knapp 24 Stunden nach dem Start der Aktion haben die beiden Bayern-Spieler bereits 610.000 Euro eingesammelt, gemeinsam mit ihrem Startkapital von einer Million Euro steht die Initiative damit bereits bei 1,61 Millionen Euro. Mit der Internetaktion "We Kick Corona" soll karitativen, sozialen oder medizinischen Einrichtungen geholfen werden, die aufgrund der Pandemie auf sofortige Hilfe angewiesen sind. Nach wenigen Stunden hatten sich unter anderem die Nationalspieler Leroy Sane, Julian Draxler und Jonas Hector der Initiative angeschlossen.

14.43 Uhr - In der Schweiz ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus stark gestiegen. Die Gesundheitsbehörden meldeten bis zum Mittag mehr als 6100 Fälle. Das ist ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vortag. Die Zahl der Todesopfer kletterte auf 56. Besonders schwer betroffen ist der südliche Kanton Tessin, der an Italien grenzt. 

Schweiz Flughafen Zürich | Coronavirus | (picture-alliance/Keystone/A. Wey)

Gähnende Leere auf dem Flughafen Zürich - der Bundesrat der Schweiz hatte den Notstand erklärt

14.14 Uhr - In Ägypten werden alle Moscheen und Kirchen wegen der Pandemie geschlossen. Die Moscheen sollen als Vorsichtsmaßnahme für zwei Wochen gesperrt bleiben, erklärte das zuständigen Ministerium. Auch die koptisch-orthodoxe Kirche teilte mit, Kirchen für zwei Wochen zu schließen und keine öffentlichen Gottesdienste mehr abzuhalten. Ägypten ist das größte nordafrikanische Land. Hier leben mehr als 100 Millionen Menschen. Nach offiziellen Angaben sollen sich 285 Menschen mit dem Corona-Erreger infiziert haben. Acht Menschen seien bislang gestorben.

13.10 Uhr - Die Fluglinie Emirates, eine der größten der Welt, setzt alle Flüge nach Deutschland, Frankreich, Nigeria, New York und New Jersey aus. Das geht aus internen Emails hervor, die Reuters einsehen konnte. Die Flüge nach Deutschland, Frankreich und Nigeria werden demnach von Sonntag an auf unbestimmte Zeit nicht mehr durchgeführt.

12.45 Uhr - In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter drastisch an. Bis zum Samstagmittag meldete das Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte - 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1300 nach 1000 am Freitag. Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo fast 9000 Fälle und 800 Todesopfer verzeichnet wurden. Das örtliche Verkehrsministerium kündigte an, ab sofort auch Linienbusse zum Transport der Kranken einzusetzen. Die Intensivstationen einiger Krankenhäuser seien bereits am Limit, zitierte das spanische Fernsehen die Behörden. In Spanien herrscht seit einer Woche eine landesweite Ausgangssperre.

12.49 UhrDer Versandlogistiker Hermes hat wegen der Gefahren durch das Coronavirus ein neues Verfahren bei der Annahme von Paketen entwickelt, das ohne direkten Kontakt mit Zusteller und Scanner auskommt. Das teilte Hermes in Hamburg mit. Der Empfänger muss nun das Paket nicht mehr auf einem Scanner quittieren, sondern auf dem Paket selbst. Der Zusteller fotografiert die Unterschrift mit dem Zustellcode auf dem Paket, so dass die Zustellung rechtssicher dokumentiert ist. Damit könnten Zusteller und Kunde auf Abstand bleiben und seien besser geschützt.

12.25 UhrDer Iran hat 123 weitere Todesopfer durch die Coronavirus-Pandemie vermeldet. Die offizielle Bilanz in dem schwer betroffenen Land stieg damit auf 1556 Tote, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran erklärte. Die Zahl der Infektionen sei innerhalb von 24 Stunden um 966 auf 20.610 gestiegen. Besonders betroffen sind die Provinzen Semnan, Ghom und Markasi im Zentrum des Landes. In Ghom waren die ersten Todesfälle im Iran registriert worden. 

12.06 Uhr - Die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus und der Covid-19-Todesfälle ist in Belgien stark gestiegen. Wie die Gesundheitsdienste mitteilten, zählten die Ärzte am Vortag 559 neue Ansteckungen. Die Gesamtzahl stieg damit auf 2815 seit dem Ausbruch des Virus. Allein am Freitag starben 30 infizierte Menschen, was die Gesamtzahl der Todesopfer im Land auf 67 erhöhte.

11.41 UhrBaden-Württembergs Gesundheitsministerium hat die Kliniken im Land gebeten, schwerstkranke Corona-Patienten aus Frankreich aufzunehmen. "Die grenznahen französischen Krankenhäuser sind an der Grenze ihrer Behandlungskapazitäten für beatmungspflichtige Patientinnen und Patienten angekommen", heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an die Geschäftsführer der baden-württembergischen Krankenhäuser, das AFP vorlag. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) habe "die Unterstützung Baden-Württembergs zugesagt", steht weiter in dem auf den 19. März datierten Schreiben. 

11.32 Uhr - Die ersten französischen Städte verschärfen die Ausgangssperre. Die südfranzösische Stadt Nizza will ab diesem Samstag von 23.00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden hinein ein totales Ausgangsverbot verhängen. Die Touristenorte Vallauris und Menton, die ebenfalls an der Côte d'Azur liegen, hatten bereits am Freitagabend erstmals zu dieser Maßnahme gegriffen. Auch in Paris wurden die Maßnahmen der Ausgangssperre vor dem Wochenende verschärft. So wurden vor den Bahnhöfen die Kontrollen erhöht. Die Stadt sperrte außerdem die Seine-Ufer sowie Rasenflächen an der Esplanade des Invalides und an der Champ-de-Mars - dort steht der Eiffelturm - für Passanten.

Frankreich Paris | Eiffelturm (picture-alliance/abaca/E. Blondet)

Der Trocadero-Platz in Paris so gut wie menschenleer

11.15 UhrMietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Die Vorlage soll an diesem Montag im Bundeskabinett und am Mittwoch im Bundestag beschlossen werden.

10.39 Uhr Belgiens Küste wird in der Coronavirus-Krise zur Tabuzone für Tagestouristen. Die Polizei kündigte an, alle Ausflügler und Zweitwohnungsbesitzer in den Küstenbadeorten zurückzuschicken. Wer trotz der landesweiten Ausgangssperre ohne triftigen Grund an der Küste angetroffen werde, erhalte ohne weitere Vorwarnung eine Geldbuße, erklärte die Polizei. 

10.30 UhrDie Türkei hat nach Angaben des Auswärtigen Amts in der Nacht zu Samstag den direkten Flugverkehr nach Deutschland wegen der Corona-Krise nahezu vollständig eingestellt. Die Ausreise über Drittstaaten sei aber an diesem Samstag noch möglich, teilte das Ministerium in seinen Reisehinweisen im Internet mit. Es rief eindringlich dazu auf, diese Möglichkeit auch zu nutzen. Bis Freitagmittag waren nach früheren Angaben des Auswärtigen Amts 20.000 von 30.000 Deutschen aus der Türkei zurückgekehrt.

10.00 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 16.662 angegeben - ein Plus von 2705 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige John-Hopkins-Universität (JHU) meldete 19.848 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 47 Todesfälle, die JHU 68 Tote.

Deutschland München | Coronavirus | leere Straße (picture-alliance/Zuma/S. Babbar)

Wie hier in München halten sich die meisten Menschen an die Ausgangsbeschränkung in Bayern

09.30 UhrDie Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden nach Angaben von Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) bislang weitestgehend eingehalten. "Die allermeisten halten sich daran", sagte Herrmann im Bayerischen Rundfunk. Es habe "da und dort" noch ein paar Gruppen von Jugendlichen gegeben, die in der Öffentlichkeit kleinere Partys veranstaltet hätten. "Die sind dann von der Polizei nach Hause geschickt worden." Insgesamt seien in der vergangenen Nacht keine besonderen Probleme aufgetaucht. 

09.01 UhrMit einer Plakataktion wollen Zeitungsverlage in Deutschland dazu aufrufen, in der Corona-Krise zuhause zu bleiben. In den nächsten Tagen werden sich Verlage mit ganz- oder doppelseitigen Anzeigen unter dem Motto "Wir bleiben zuhause. Und wir danken allen, die den Laden am Laufen halten" an die Leser wenden. Diese können die Anzeigenplakate dann an einem Fenster nach außen sichtbar anbringen, wie der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin mitteilte.

09.00 UhrDie Chefs des US-Flugzeugherstellers Boeing verzichten wegen der Corona-Krise bis Ende des Jahres auf ihr Gehalt. Der Vorstandschef David Calhoun und der Verwaltungsratsvorsitzende Larry Kellner hätten sich dazu bereiterklärt, teilte das Unternehmen mit. Zudem sollen die Dividendenzahlungen an Aktionäre sowie alle Aktienrückkäufe bis auf Weiteres eingestellt werden. Der 62-jährige Calhoun hätte in diesem Jahr ein Grundgehalt von 1,4 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) erhalten.

08.46 UhrDer Yosemite-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien ist wegen der Corona-Krise für Besucher geschlossen worden. Bis auf Weiteres hätten nur noch Mitarbeiter Zutritt, teilte die Parkverwaltung mit.

08.32 Uhr  - In Thailand wird in der Corona-Krise das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. In Bangkok werden ab diesem Sonntag bis zum 12. April die für die Hauptstadt sehr prägenden Einkaufszentren und die Restaurants geschlossen. Ausgenommen sind Supermärkte und Drogerien. Alle Bildungseinrichtungen und Ausstellungen der Stadt machen dicht. Restaurants dürfen nur noch Essen außer Haus anbieten. In dem südostasiatischen Land wurden 89 neue Virusfälle bestätigt, damit sind es nach Angaben des Gesundheitsministerium insgesamt 411. Der Billigflieger Thai AirAsia kündigte an, alle internationalen Flüge in Thailand vom 22. März bis zum 25. April auszusetzen.

Australien Bondi Beach Smog Buschbrände (picture-alliance/Fotostand)

Zu viele Menschen am Strand: Der Bondi Beach bei Sydney wurde inzwischen gesperrt

06.35 Uhr - Der weltbekannte Bondi Beach bei Sydney ist von den Behörden gesperrt worden, nachdem sich dort wegen des schönen Herbstwetters in den vergangenen Tagen immer wieder größere Menschenmengen versammelt hatten. "Das machen wir nicht, weil wir die Spaßpolizei sind", sagte der Polizeiminister von New South Wales. "Hier geht es um Menschenleben". In Australien, wo es bisher 874 Corona-Infizierte und sieben Todesfälle gibt, sind wegen der Ansteckungsgefahr Versammlungen von mehr als 500 Personen verboten.

05.49 Uhr - In Thailand sind binnen 24 Stunden 89 neue Coronavirus-Infektionen festgestellt worden. Das ist der bislang größte Anstieg an einem Tag, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen. Von den bisher 411 Infizierten seien 44 bereits genesen, 366 würden noch behandelt. Zudem gab es einen Todesfall.

05.09 Uhr - Singapur meldet die beiden ersten Coronavirus-Todesopfer in dem asiatischen Stadtstaat. Dabei handele es sich um eine 75-jährige einheimische Frau und einen 64-jährige Mann aus Indonesien, teilt das Gesundheitsministerium mit. Bislang gibt es in Singapur 385 bestätigte Infektionen.

05:01 Uhr - Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation." 

Deutschland Bonn Coronavirus (DW/Z. Ilic)

Viele Jugendliche halten sich noch immer nicht an den Mindestabstand von 1,5 Metern - wie hier in einem Park in Bonn

05.00 Uhr - Seit Mitternacht Ortszeit haben die USA ihre Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend für den Personenverkehr geschlossen. Es betrifft alle nicht notwendigen Reisen. Die Regelung soll 30 Tage in Kraft bleiben und dann überprüft werden. Der Austausch von Waren ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht betroffen. 

04.31 Uhr - Kolumbien verhängt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine knapp dreiwöchige Ausgangssperre. Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit trete am Dienstagnacht in Kraft und solle bis zum 13. April dauern, kündigt Präsident Ivan Duque an. In dem südamerikanischen Land sind bislang 158 Infektionsfälle bestätigt.

04.10 Uhr - Die Verhandlungen im US-Kongress mit Vertretern der Regierung von Präsident Donald Trump über ein Konjunkturprogramm im Kampf gegen die Corona-Krise in Höhe von einer Billion Dollar sind auf diesen Samstag vertagt worden.

2.34 Uhr - Südkorea hat 147 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert, wie die zuständige Gesundheitsbehörde miteilt. Damit legte zwar die Zahl der Ansteckungen am Freitag wieder auf über die Marke von 100 zu, nachdem am Donnerstag nur 87 Fälle gemeldet worden waren. Der grundsätzliche Abwärtstrend seit dem Höhepunkt mit 909 Neuinfektionen am 29. Februar hält aber an. Insgesamt sind in Südkorea nun 8799 Infektionsfälle bestätigt.

02.20 Uhr - Volkswagen wird seine Werke in den mexikanischen Bundesstaaten Puebla und Guanajuato wegen der Coronavirus-Pandemie vorübergehend schließen. Dies geschehe aus Gründen des Gesundheitsschutzes, kündigt die Mexiko-Sparte des Wolfsburger Autobauers an. Die Maßnahme gelte vom 30. März bis zum 12. April, hieß es. Auch in Argentinien stellt VW seine Produktion vorübergehend ein. An den beiden argentinischen Standorten in General Pacheco nahe Buenos Aires und in Córdoba werde bis zum 31. März nicht mehr gearbeitet, teilte das Unternehmen mit. Volkswagen hatte bereits am Dienstag angekündigt, die meisten deutschen und europäischen Werke zunächst für zwei bis drei Wochen stillzulegen, weil absehbar sei, dass die Lieferketten wegen der Virus-Ausbreitung reißen.

Volkswagen in Argentinien Arbeiter (picture alliance/dpa Fotografia)

Im VW-Werk im argentinischen Córdoba werden die Bänder erstmal stillstehen

02.07 Uhr - Paraguay hat den ersten Todesfall in dem südamerikanischen Land infolge der Coronavirus-Pandemie gemeldet. Präsident Mario Abdo verlängerte kurz zuvor eine bereits angekündigte Quarantäne-Verordnung bis zum 12. April und forderte für eine Woche eine Politik der sozialen Isolation. Die Gesundheitsbehörden haben bisher 18 Infektionsfälle verzeichnet.

02.02 Uhr - Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus schließt Kuba für einen Monat seine Grenzen für Besucher aus dem Ausland. Die Maßnahme gelte ab Dienstag, kündigt Präsident Miguel Diaz-Canel an. Kubaner und ausländische Einwohner dürften weiterhin einreisen, müssten aber für 14 Tage in Quarantäne. Der Handel soll aufrecht erhalten werden und ausländische Besucher könnten in ihre Heimat zurückkehren. Kuba ist eines der letzten Länder in der Region, das eine Grenzschließung verhängt, während das Virus sich in Lateinamerika und der Karibik zunehmend ausbreitet. Die Zahl der bestätigten Infektionen in Kuba stieg auf 21, bei zehn handelt es sich um Ausländer.

01.31 Uhr - China meldet den dritten Tag in Folge keine neue Ansteckung mit dem Coronavirus im Inland. Allerdings nahm die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland eingereist sind, um 41 zu, wie die Nationale Gesundheitskommission mitteilt. Sie sei damit auf 269 gestiegen. Mit 14 neu eingeschleppten Fällen habe es die meisten in Peking gegeben. Damit stieg die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen in China auf 81.008. Die Zahl der Todesfälle legte um sieben auf 3255 zu. Alle neuen Todesfälle seien in der Provinz Hubei registriert worden, dem Zentrum des Virus-Ausbruchs in China.

se/kle/as/nob (dpa, rtr, afp, ap)

 

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