Corona-Live-Ticker vom 21. März: Kampfansagen gegen Coronavirus-Folgen | Aktuell Welt | DW | 21.03.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 21. März: Kampfansagen gegen Coronavirus-Folgen

Es hagelt weiter Absagen, Ausgangssperren und Grenzschließungen wegen der Corona-Pandemie. Doch es mehren sich auch Solidaritätsaktionen. Italien schließt alle nicht lebenswichtigen Unternehmen. Mehr im DW-Live-Blog.

Coronavirus in Brasilien Belo Horizonte Feuerwehr-Männer in Schutzanzügen (AFP/D. Magno)

Feuerwehrleute in Brasilien trainieren für den Kampf gegen den Coronavirus

Dieser Ticker ist jetzt geschlossen. Hier noch einmal die Ereignisse vom Samstag zum Nachlesen: 

Alle Zeiten in MEZ

23.41 Uhr - Regierungschef Giuseppe Conte ordnet die Schließung aller "nicht lebenswichtiger Unternehmen" und Fabriken in Italien an. In einer TV-Ansprache informierte er die Bevölkerung über den Schritt. 

23.11 Uhr - Weltweit haben sich nach Angaben der Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins schonmehr als 303.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 13.000 Menschen seien an der neuartigen Lungenkrankheit COVID-19 gestorben, teilten die Experten mit. 

22.52 Uhr - In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb von 45 Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Der Test soll laut dem Hersteller Cepheid vorwiegend in Krankenhäusern eingesetzt werden. 

22.45 Uhr - Russland schickt wegen der dramatischen Lage in Italien medizinische und personelle Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. Auf Bitten Italiens sollen unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für eine großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten bereitgestellt werden. Präsident Wladimir Putin telefonierte mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte. Russland selbst hat bisher nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Coronavirus-Fälle - mit Stand Samstagabend waren es landesweit rund 300.

Italien Corona-Pandemie: Fast 800 Tote an einem Tag (Reuters/A. Parrinello)

Italienische Soldaten überwachen in der sizilianischen Stadt Catania die Ausgangssperre

22.27 Uhr - Nach massiver Kritik an seinem Gesetzentwurf zur Unterstützung von Krankenhäusern in der Corona-Krise hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Überarbeitung der Vorlage angekündigt. Er habe "in einer Schalte mit den Gesundheitsministern der Länder einmütig mehrere Änderungen vereinbart", teilte Spahn via Twitter mit. Der aktualisierte Gesetzentwurf werde an diesem Sonntag vorgestellt.

22.14 Uhr - Eine Woche nach Inkrafttreten eines Notstandes und einer 15-tägigen Ausgangssperre in Spanien hat Ministerpräsident Pedro Sánchez das Verhalten der Bürger in der Corona-Krise gelobt. Zugleich stimmte er die Bevölkerung darauf ein, das Schlimmste werde noch kommen. Die Zahl der Corona-Todesfälle und Infizierten werde noch steigen, sagte er. Das Gesundheitsamt meldete bisher fast 25.000 Infizierte - 5000 mehr als am Freitag. Die Zahl der Toten stieg um 300 auf mehr als 1300.

22.03 Uhr - Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat Rumänien seine Grenzen für Ausländer weitgehend geschlossen. Außerdem verhängten die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre - ausgenommen sind Notfälle, wie 
Innenminister Marcel Vela mitteilte.

21.05 Uhr - Die Zahl der Coronavirus-Toten in Frankreich um 112 auf 562 angestiegen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Paris mit. Nach Zahlen vom Samstag sind 14 459 Menschen infiziert, 1847 mehr als am Vortag. Frankreich hatte am Dienstag eine Ausgangssperre verhängt.

20.04 Uhr - Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat in Bolivien Übergangsregierung eine landesweite Ausgangssperre beschlossen. Am Sonntag um Mitternacht trete eine "vollständige Quarantäne im ganzen Land" in Kraft, erklärte Übergangspräsidentin Jeanine Áñez. Pro Haushalt dürfe nur ein Mensch das Haus verlassen, um in Versorgungszentren einzukaufen, die täglich bis zum Mittag geöffnet hätten.  Dies sei "eine harte, aber notwendige Entscheidung zum Wohle aller", betonte Áñez. Angesichts der durch die Schutzmaßnahmen lahm gelegten Wirtschaft sagte die Übergangspräsidentin Hilfen für die Bürger und Unternehmen zu.

19.25 UhrVietnam hat zur Bekämpfung des Coronavirus seine Grenzen fast vollständig geschlossen. Die Maßnahme betreffe Ausländer sowie Vietnamesen und deren Angehörige, die im Ausland lebten, teilte die Regierung mit. Ausländer, die als Experten ihres Fachs gelten, Geschäftsreisende oder benötigte Fachkräfte könnten ein Einreisevisum erhalten, wenn die Behörden ihren Aufenthalt in Vietnam für dringend erforderlich erachteten. Schon am Freitag waren alle internationalen Flugverbindungen unterbrochen worden. Bis Samstag wurden in Vietnam 94 Coronavirus-Infektionen gezählt. 

18.26 Uhr - Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet. Bis Samstag starben 4825 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 793 mehr als am Vortag und so viele wie bisher an keinem anderen Tag seit dem Ausbruch in dem Land Ende Februar. Besonders stark betroffen ist die nördliche Region Lombardei. Italien ist das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Die Regierung hatte daher erst am Freitag die Ausgangssperren verschärft, die seit dem 10. März landesweit gelten. Allerdings fordern Regionalpolitiker im Norden weitere Maßnahmen.

18.02 Uhr - Die britische Regierung hat Menschen, die in der Coronavirus-Krise Hamsterkäufe machen, scharf verurteilt. Sie sollten sich schämen, da solche nutzlosen Einkäufe dazu führten, dass für die hart in Kliniken arbeitenden Menschen nichts übrig bleibe. Die Lebensmittelhersteller hätten in der Coronavirus-Krise ihre Produktion sogar um 50 Prozent gesteigert, sagte Ernährungs- und Landwirtschaftsminister George Eustice. "Seid verantwortungsvoll, wenn ihr einkaufen geht, und denkt an die anderen." Zuvor hatte ein Video auf Youtube die Runde gemacht, in dem eine Krankenschwester weinend berichtete, dass sie nach ihrer langen Schicht kaum noch etwas zu essen im Supermarkt finde.

17.52 Uhr - Die Türkei verhängt eine Ausgangssperre für Menschen, die über 65 Jahre alt sind und für jene, die an einer chronischen Krankheit leiden. Die Verordnung werde um Mitternacht in Kraft treten, teilt das Innenministerium mit.

17.24 Uhr -  Die Bundesregierung bringt in der Corona-Krise ein riesiges Rettungspaket für die Wirtschaft auf den Weg. "Wir stehen vor einer großen Herausforderung", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Potsdam. Vorgesehen sind nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters eine Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro sowie ein Rettungsschirm von bis zu 600 Milliarden Euro. Das Kabinett soll am Montag den Nachtragshaushalt beschließen, der für Solo-Selbstständige, Kleingewerbe und Miniunternehmen bis zu 50 Milliarden Euro an Hilfen vorsieht. 

Deutschland Bundesfinanzminister Olaf Scholz (picture-alliance/dpa/M. Kappeler)

Finanzminister Olaf Scholz mit großen Plänen

16.52 Uhr - In Finnland ist der erste Corona-Patient gestorben. Wie das Gesundheitsinstitut am Samstag mitteilte, handelt es sich dabei um eine ältere Person. Am Nachmittag waren in Finnland 531 Fälle von Infektionen mit dem Virus Covid-19 bekannt. 17 Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden. In Finnland herrscht seit Montag Ausnahmezustand. Schulen und Universitäten sind geschlossen, die Kindergärten haben aber weiter geöffnet. Alle Kultur- und Sportveranstaltungen wurden abgesagt. 

16.20 Uhr - Die EU-Kommission hat französische Beihilfen zur Unterstützung der Wirtschaft nach dem Coronavirus-Ausbruch genehmigt. Die Brüsseler Behörde billigte nach eigenen Angaben drei Regelungen der französischen Regierung, die damit in Schwierigkeiten geratene Unternehmen mit Krediten in Höhe von 300 Milliarden Euro versorgen will. Die Kommission erteilte ihre Zustimmung innerhalb von 48 Stunden. Erst am 19. März hatte sie eine neue Rahmenregelung für staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts von COVID-19 erlassen.

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