Corona-Live-Ticker vom 20. März: 600 Tote in Italien an einem Tag | Aktuell Welt | DW | 20.03.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Covid-19

Corona-Live-Ticker vom 20. März: 600 Tote in Italien an einem Tag

8.32 Uhr - Das Coronavirus hat nach den Daten aus offiziellen Statistiken nun weltweit mehr als 10.000 Menschen den Tod gebracht. Die private Johns-Hopkins-Universität verzeichnete in ihrer Online-Liste am Freitagmorgen 10.031 Tote. Insgesamt haben sich demnach mehr als 244.000 Menschen bislang mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, der die Lungenkrankheit COVID-19 auslösen kann.

8.29 Uhr - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigt sich angesichts der Coronakrise offen für eine Verlängerung der Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zu Großbritannien nach dem Brexit. "Das muss die Regierung von Boris Johnson selber entscheiden", sagte sie im Deutschlandfunk. Die EU-Kommission sei verhandlungsbereit. Dies gelte auch ungeachtet der Infizierung von EU-Chefunterhändler Michel Barnier mit dem Coronavirus.

8.28 Uhr - Nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun entscheidet das Verhalten der Menschen am Wochenende, ob Bund und Länder flächendeckende Ausgangssperren zur Eindämmung des Coronavirus verhängen. "Am Samstag verabreden sich die Menschen ja traditionell miteinander, weil sie freihaben", sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Das gehe abseits der Kernfamilie aber derzeit nicht und müsse jetzt unterbleiben. "Geschieht das nicht, kann es passieren, dass auch in den Bundesländern weitergehende Maßnahmen beschlossen werden, obwohl wir das eigentlich vermeiden wollen", sagte Braun.

7.45 Uhr – Nach dem Videostreaminganbieter Netflix wird auch Youtube die Bildqualität in Europa etwas verschlechtern. Ziel ist es, das Internet zu entlasten, da aufgrund der Corona-Pandemie immer mehr Menschen Online-Angebote nutzen. Alle Videos sollen zunächst in den kommenden 30 Tagen nur noch in Standardauflösung statt HD-Qualität übertragen werden, wie die zu Google gehörende Videoplattform ankündigte. EU-Kommissar Thierry Breton, der die Maßnahme angestoßen hatte, begrüßte den Schritt.

7.31 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will das Kartellrecht für den Einzelhandel lockern, um die Lebensmittelversorgung zu sichern. "Wenn Lebensmittelindustrie und Einzelhandel kooperieren, um die Versorgung der Bürger in der Krise sicherzustellen, dann werden wir Fragen des Kartellrechts mit den Kartellbehörden aufnehmen und eine Lösung erzielen", sagte Altmaier dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

6.56 Uhr - Brasilien lässt Reisende aus Europa und mehreren Ländern des asiatisch-pazifischen Raums nicht mehr ins Land. Die Regelung gelte für 30 Tage, teilte die Regierung mit. Betroffen sind demnach Bürger der EU, Großbritanniens, Islands, aus Norwegen, der Schweiz, China, Japan, Südkorea, Australien und Malaysia.

6.05 Uhr - Als erste größere Stadt in Deutschland hat Freiburg eine allgemeine Ausgangssperre verhängt. Für öffentliche Orte gilt ab Samstag ein "Betretungsverbot", wie die Stadtverwaltung mitteilte. Möglich ist, dass Ausgangsverbote noch auf ganz Deutschland zukommen: Darüber wollen die Ministerpräsidenten der Bundesländer am Sonntag mit Kanzlerin Angela Merkel beraten.

06:03 Uhr - Alle Länder Lateinamerikas haben nun Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Haitis Präsident Jovenel Moïse verkündete die ersten beiden Fälle des Karibikstaates - dem letzten Land der Region, das zuvor noch keine Ansteckungen gezählt hatte. Moïse erklärte zugleich einen Notstand, verhängte eine Ausgangssperre und verbot Versammlungen von mehr als zehn Menschen.

05:38 Uhr - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund lehnt eine Ausgangssperre ab. Die Bürger hielten sich weitgehend an die von Bund, Ländern und Kommunen erlassenen Vorgaben, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Funke Mediengruppe". Eine flächendeckende Ausgangssperre sei einer der gravierendsten Eingriffe in die Freiheitsrechtes jedes Einzelnen und "zurzeit noch nicht notwendig", sagte Landsberg.

5.36 Uhr - Der Stau auf der Autobahn 4 an der deutsch-polnischen Grenze hat sich vorerst komplett aufgelöst. Auf der Strecke zwischen Dresden und Görlitz seien alle Auf- und Abfahrten wieder frei, teilte die Polizei in Görlitz mit. Die polnischen Einsatzkräfte am Grenzübergang hätten die Abfertigung der Durchreisenden angepasst. PKW würden weiterhin kontrolliert. Am Mittwoch war der Stau noch rund 60 Kilometer lang gewesen. Der Verkehr kam ins stocken, weil Polen wegen der Corona-Krise Anfang der Woche Grenzkontrollen eingeführt hatte.

04.12 Uhr - In Südkorea ist die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen - nach der Zunahme in den vergangenen Tagen - nun wieder gesunken. Am Donnerstag seien 87 zusätzliche Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden jetzt mit. Insgesamt wurden bisher 8652 Infektionsfälle im Land bestätigt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf 94.

Südkorea Medizinische Mitarbeiter in Daegu (Reuters/Kim Kyung-Hoon)

Südkorea ist bei der Bekämpfung des Coronavirus ziemlich erfolgreich

01:45 Uhr - Wegen des sich rasch ausbreitenden Coronavirus hat die argentinische Regierung eine weitgehende Ausgangssperre verfügt. Bis zum 31. März dürfen die Menschen ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen, wie Präsident Alberto Fernández nach einem Treffen mit den Gouverneuren des südamerikanischen Landes mitteilte. Erlaubt seien lediglich Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken.

00:32 Uhr - Alle Einwohner Kaliforniens müssen ab sofort zu Hause bleiben, um die Corona-Pandemie im bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA zu bekämpfen. Gouverneur Gavin Newsom verkündete die landesweite Anordnung am Donnerstagabend (Ortszeit). Zuvor hatte er ein Corona-Schreckensszenario beschrieben, falls keine wirksamen Schritte unternommen würden.

mm/ie/pg/AR/as (dpa, afp, rtr, epd,) 

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | vollständiger Artikel

Die Redaktion empfiehlt