Corona-Live-Ticker vom 2. April: Millionen ohne Job in den USA | Aktuell Welt | DW | 02.04.2020
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Covid-19

Corona-Live-Ticker vom 2. April: Millionen ohne Job in den USA

6,6 Millionen US-Amerikaner melden sich arbeitslos. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigt einen "Marshallplan" an. Und die UN-Klimakonferenz wird verschoben. Mehr im DW-Live-Blog:

Spanien Corona-Pandemie (picture-alliance/dpa/E. Sanz)

Ein Helfer schiebt eine Krankentrage zur Desinfektion

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Arbeitslosigkeit in den USA steigt auf Rekordhöhen
  • Der zum Jahresende geplante Weltklimagipfel wird auf 2021 verschoben
  • In Spanien sind mehr als 10.000 Menschen gestorben.

+++ Dieser Ticker ist nun geschlossen. Hier noch einmal die Ereignisse vom Donnerstag zum Nachlesen: +++

Die Meldungen im Einzelnen - Alle Zeiten in MESZ 

23.02 Uhr -  Die Odyssee des vom Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes "Zaandam" ist vorbei. Das Schiff legte im Hafen von Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida an. 

21.35 Uhr - Die Zahl der Todesopfer mit einer Corona-Infektion ist auch in Deutschland weiter angestiegen - auf 1074. Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland gab die Johns Hopkins-Universität aus Baltimore zuletzt mit 84.264 Menschen an.

21.30 Uhr -  Das von Coronavirus-Fällen betroffene Kreuzfahrtschiff "Zaandam" darf nach längerem Hin und Her im US-Bundesstaat Florida anlegen. Das Schiff kann den Hafen der Stadt Fort Lauderdale ansteuern, wie Bürgermeister Dan Trantalis auf Twitter mitteilte. Damit endet eine tagelange Irrfahrt des Kreuzfahrtschiffes, auf dem es eine Reihe von Coronavirus-Patienten gibt und auf dem bereits vier Menschen gestorben sind.

18.47 Uhr - Die Zahl der Todesfälle weltweit hat nach Zählung der amerikanischen Johns Hopkins Universität die Marke von 50.000 überschritten. Die Zahl der bekannten Infektionen nähert sich demnach der Millionen-Marke an.

18.00 Uhr - Die US-Demokraten verschieben ihren Parteitag zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten. Statt Mitte Juli wird die Veranstaltung nun in der Woche vom 17. August stattfinden. Aussichtsreichster Bewerber ist Ex-Vizepräsident Joe Biden. Für die Republikaner tritt erneut Amtsinhaber Donald Trump an.

17.15 Uhr - Das Bier aus Tschechien ist weltberühmt. Doch die Brauereien des Landes stecken angesichts geschlossener Gaststätten, Kneipen und Trinkstuben in höchster Not. Die Kampagne "Rette deine Kneipe" soll das Schlimmste verhindern und Betriebe bis zur Wiedereröffnung finanziell über Wasser halten.

16.58 Uhr – In Rumänien sollen Ärzte, Krankenpfleger und andere Beschäftigte, die mit Virusinfizierten zu tun haben, einen monatlichen Gehaltsbonus von rund 500 Euro erhalten. Das kündigt Staatspräsident Klaus Iohannis an.

16.50 Uhr – Eine Lagerhalle des Großmarkts Rungis in Paris wird zur Leichenhalle umfunktioniert. Die Polizeipräfektur kündigte an, dass dort ab Freitag die ersten Särge gelagert werden sollen. Frankreich meldet bislang knapp 58.000 Infizierte und 4000 Tote.

16.49 Uhr - Der Stuttgarter Flughafen (STR) wird ab Montag für gut zwei Wochen geschlossen. Die Einstellung des Flugbetriebs sei vom 6. bis zum 22. April genehmigt, heißt es aus dem baden-württembergischen Verkehrsministerium. In dieser Zeit sollen notwendige Bauarbeiten vorgezogen werden.

16.44 Uhr - Bundesumweltministerin Svenja Schulze hält die Verschiebung der UN-Klimakonferenz auf das nächste Jahr für richtig. Schulze sagte der DW: "Das ist wirklich lebensgefährlich, was wir da gerade erleben. Und in so einer Phase kann man nicht aus 200 Staaten Delegationen zusammen holen." Die Konferenz war im November im schottischen Glasgow geplant.  

16.16 Uhr – Die Bundesregierung hat den Streit um die Saisonarbeiter beigelegt. Innen-, Landwirtschafts- und Arbeitsministerium einigen sich darauf, dass im April und Mai jeweils 40.000 Saisonarbeiter vor allem aus Osteuropa einreisen dürfen. Dabei soll es eine strenge Auswahl geben, um den Gesundheitsschutz zu gewährleisten.

16.10 Uhr – Der russische Präsident Wladimir Putin hat die "arbeitsfreie Woche" für die Menschen in seinem Land um einen Monat verlängert. Bis 30. April bleibe der bezahlte Urlaub erhalten, sagte er in einer Fernsehansprache. Offiziell hat Russland mehr als 3500 Infizierte, 30 Menschen starben bisher. Zuletzt gab es Kritik an Putins Kurs, weil immer wieder Hilfe in andere Staaten wie Italien und die USA geschickt wird, aber in Russland Desinfektionsmittel, Schutzmasken oder -ausrüstungen kaum zu bekommen sind.

15.57 Uhr – Der Internetkonzern Google will 20 Faktencheck-Organisationen weltweit finanziell unterstützen, die sich dem Kampf gegen Desinformation, insbesondere im Zusammenhang mit dem Coronavirus, verschrieben haben. Damit solle die Verbreitung falscher Informationen verringert werden, hieß es. In Deutschland werde das Recherchezentrum "Correctiv" unterstützt.

15.48 Uhr – Die Zahl der Flugpassagiere ist weltweit so drastisch eingebrochen wie seit dem 11. September nicht mehr. Im Februar sei die Nachfrage in der privaten Luftfahrt im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 14 Prozent gesunken, teilte die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) mit. Die Fluggesellschaften seien "von einem Vorschlaghammer namens Covid-19" getroffen worden, sagte IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac

15.36 Uhr – Sämtliche Mitarbeiter von Amazon in den USA und Europa müssen ab kommender Woche Gesichtsmasken tragen und sich Fiebermessungen unterziehen. Darüber hinaus würden Kameras in den Gebäuden genutzt, um zu überwachen, ob die Angestellten während ihrer Schichten zu eng zusammen stünden, teilt Amazon mit.

15.26 Uhr – In Großbritannien ist die Zahl der Todesopfer infolge des Coronavirus um 24 Prozent auf mehr als 2900 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium weiter bekanntgab, gab es 33.700 Infizierte.

15.10 Uhr – Das Robert-Koch-Institut hat seine Einschätzung für das Tragen eines Mundschutzes geändert. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen.

15.00 Uhr – Die erste Fußball-Liga in Belgien wird vor dem letzten regulären Spieltag und den Playoffs abgebrochen. Das empfahl der Verwaltungsrat der Pro League in einer Videokonferenz. Wenn die Generalversammlung der Liga dem wie erwartet folgt, wird der Club Brügge zum Meister proklamiert.

14.56 Uhr – In Portugal wird der Ausnahmezustand um weitere 15 Tage verlängert. Das Parlament stimmte dem Plan der Regierung zu. Nur ein Abgeordneter stimmte dagegen, zehn Abgeordnete enthielten sich, 215 stimmten dafür. In Portugal gibt es offiziell 9000 Infektionen und mehr als 200 Todesfälle.

14.52 Uhr – Der israelische Gesundheitsminister Yaakov Litzman ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Litzman ist ein führendes Mitglied der ultra-orthodoxen jüdischen Gemeinde, die besonders stark von der Pandemie betroffen ist. In Israel haben sich bislang nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 6200 Menschen angesteckt, 33 Menschen starben.

14.39 Uhr – In den USA schnellen die Anträge auf Arbeitslosenhilfe auf historische Höchstwerte. In der vergangenen Woche stellten nach Angaben des Arbeitsministeriums 6,65 Millionen Amerikaner einen Erstantrag. In der Woche zuvor war bereits mit knapp 3,3 Millionen Anträgen der bisherige Höchststand von 1982 deutlich überboten worden.

14.35 Uhr – Der Stromverbrauch in Deutschland geht immer stärker zurück. Ursache sind nach Angaben des Stromerzeugerverbandes BDEW unter anderem die stark gedrosselte Industrieproduktion, leere Bürogebäude sowie geschlossene Restaurants und Geschäfte. In der vergangenen Woche sei der Stromverbrauch um 7,4 Prozent niedriger als in der ersten Märzwoche gewesen.

14.32 Uhr – Saudi-Arabien hat eine 24-stündige Ausgangssperre über Mekka und Medina verhängt. Zuvor galt das Verbot lediglich von 15 bis 6 Uhr. Nach Regierungsangaben sind in dem Golfstaat mehr als 1700 Menschen infiziert und 16 gestorben.

14.26 Uhr – In Frankreich ist der Verkauf von e-Books seit Beginn der Ausgangssperre stark gestiegen. Nach Informationen die Fachzeitschrift "Livres Hebdo" verzeichneten die verschiedenen Plattformen einen Anstieg zwischen 75 und 200 Prozent. Die am 17. März verhängte Ausgangssperre gilt bis zum 15. April.

14.14 Uhr – Die Zahl der Corona-Todesfälle in den Niederlanden ist um 166 auf 1339 gestiegen. Wie teilten die Gesundheitsbehörden weiter mitteilen, stieg die Zahl der bestätigten Infektionen um acht Prozent auf 14.700.

14.06 Uhr – Zur Durchsetzung der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte einen Schießbefehl erteilt. Wenn die Menschen Ärger machten, "dann erschießt sie", forderte er Polizei und Militär nach Medienberichten in einer Fernsehansprache auf. Amnesty International äußerte sich entsetzt über die Äußerung.

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Duterte: "Erschießt sie!"

13.54 Uhr – Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet mit einer schweren Rezession in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt könnte in diesem Jahr stärker schrumpfen als während der Finanzkrise 2009, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin. Damals war die Wirtschaft um 5,7 Prozent eingebrochen.

13.27 Uhr – In der Schweiz ist die Zahl der bestätigten Infektionen nach Behördenangaben auf knapp 18.300 gestiegen. Das sind 1100 mehr als am Vortag. 432 Patienten sind an der Erkrankung gestorben, das ist ein Plus von 54.

13.21 Uhr – Wegen ausbleibender Fluggäste schließt der Frankfurter Flughafen eines seiner beiden Passagier-Terminals. Das Terminal 2 bleibe ab dem kommenden Dienstag vorläufig geschlossen, teilte die Betreibergesellschaft Fraport mit. Weltweit ist der Flugbetrieb weitgehend lahmgelegt.

Kurzarbeit Corona-Krise Check-in der Lufthansa Flughafen Frankfurt (picture-alliance/W. Rothermel)

Nicht genutzt: Check-in-Automaten am Flughafen Frankfurt

13.16 Uhr – Bundesfinanzminister Olaf Scholz zieht eine positive Zwischenbilanz der Hilfspakete der Regierung. Es seien bisher rund neun Milliarden Euro an Hilfen beantragt worden. Von 1800 Anträgen seien bereits rund 1500 bewilligt worden, sagt Scholz in Berlin. Er hoffe, sagte Scholz, " dass allen nicht die Puste ausgeht."

13.10 Uhr – Der afrikanische Staat Sambia hat seinen ersten Todesfall gemeldet. Die Zahl der bestätigten Fälle sei um drei auf 39 gestiegen, sagte Gesundheitsministerin Chitalu Chilufya

13.00 Uhr – In Indonesien sind mittlerweile 170 Menschen infolge der Virus-Epidemie gestorben. Damit verzeichnet das Land die meisten Todesfälle in Asien nach China. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg den Behörden zufolge um gut 100 auf 1790. Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein.

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