Corona-Live-Ticker vom 1. April: Kontaktsperre in Deutschland über Ostern | Aktuell Welt | DW | 01.04.2020
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Covid-19

Corona-Live-Ticker vom 1. April: Kontaktsperre in Deutschland über Ostern

Bund und Länder verlängern in der Corona-Krise Kontaktbeschränkungen bis zum 19. April. Die Regierung von Donald Trump geht von bis zu 240.000 Toten aus. Spanien meldet mehr als 100.000 Infizierte. Mehr im DW-Live-Blog.

Coronavirus Chemnitz Leere Tische in der Innenstadt (picture-alliance/dpa/H. Schmidt)

Leere Plätze und Kneipen soll es auch über Ostern in Deutschland geben

Das Wichtigste in Kürze:

  • Kontaktbeschränkungen in Deutschland nun bis 19. April 
  • In den USA sind mehr als 4000 Menschen an dem Virus gestorben
  • Spanien hat nun mehr als 100.000 Infizierte
  • Fünf  Staatschefs wollen ein internationales Bündnis gegen die Pandemie

+++ Dieser Ticker ist nun geschlossen. Hier noch einmal die Ereignisse vom Mittwoch zum Nachlesen: +++

Den aktuellen Ticker (vom 2.April) finden Sie hier:

Die Meldungen im Einzelnen - Alle Zeiten in MESZ

22.32 Uhr - In Kalifornien bleiben die Schulen wegen Corona bis zum Sommer geschlossen. Dies teilte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom mit. Der Unterricht werde online fortgeführt. In dem US-Westküstenstaat sind rund sechs Millionen Schüler von der Regelung betroffen. Das laufende Schuljahr geht in den meisten Bezirken Mitte Juni zuende.

22.18 Uhr -  Die UN-Klimakonferenz wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das teilte die britische Regierung mit. Die Konferenz sollte eigentlich im November im schottischen Glasgow stattfinden. Ein neuer Termin soll für 2021 vereinbart werden.

21.50 Uhr - Wegen des weitgehend eingestellten Flugbetriebs meldet die Lufthansa Kurzarbeit für knapp zwei Drittel ihrer Beschäftigten an. Im gesamten Konzern weltweit habe die Lufthansa für 87.000 Mitarbeiter zwischen März und April Kurzarbeit beantragt oder werde dies noch tun, sagte ein Unternehmenssprecher. Im vorigen Jahr lag die Zahl der Beschäftigten bei rund 138.000.

21.15 Uhr - In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Marke von 200.000 überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden mehr als 203.000 Infektionsfälle gemeldet. Demnach gibt es bereits mehr als 4400 Tote. Die Schwelle von 100.000 Infektionen war am Freitag überschritten worden, damit hat sich die Zahl binnen fünf Tagen verdoppelt. Die USA sind inzwischen mit großem Abstand das Land mit den meisten bestätigten Infektionen weltweit. Allerdings liegt das vor allem daran, dass in den USA inzwischen umfassend getestet wird.

21.01 Uhr - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigt eine allgemeine Atemschutzmaskenpflicht in der Öffentlichkeit an. Wenn keine Maske verfügbar sei, könne improvisiert werden, sagt er im Fernsehen. Zudem rief Netanjahu die Anhänger aller Religionen auf, die anstehenden Feiertage nur im engsten Familienkreis zu begehen. In Israel sind mehr als 6000 Erkrankungen und 25 Todesfälle gemeldet.

20.46 Uhr - Frankreich meldet als viertes Land mehr als 4000 Tote durch das Coronavirus. Die Zahl sei auf 4032 von 3523 gestiegen, sagt ein Regierungsvertreter. Erfasst werden dabei bislang nur Erkrankte, die im Krankenhaus verstorben sind. Bald sollen auch die in Altersheimen Gestorbenen hinzugezählt werden. Die Zahl der bekannten Erkrankungen stieg auf 56.989 nach zuletzt 52.128.

20.30 Uhr - Die Zahl der Toten in der Türkei ist nach Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca um 63 auf 277 gestiegen. Das ist die bislang stärkste Zunahme. Es gebe 2148 neue bestätigte Fälle, insgesamt damit 15.679. Alle 81 Provinzen des Landes seien inzwischen betroffen, 60 Prozent der Fälle seien dabei in Istanbul nachgewiesen worden.

20.16 Uhr - Aus Furcht vor einer Verschärfung der Coronavirus-Krise fliehen Anleger erneut aus dem US-Aktienmarkt. Die Leitindizes Dow Jones und S&P 500 brachen am Mittwoch um jeweils etwa vier Prozent auf 21.028 und 2474 Punkte ein. Damit setzten sie ihre Talfahrt der vergangenen Monate fort, die beiden das schwärzeste erste Quartal ihrer Geschichte eingebrockt hatte.

20.07 Uhr - Kremlchef Wladimir Putin hat in der Corona-Krise den Weg freigemacht für massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Russland. Der Präsident unterzeichnete mehrere Gesetzesvorlagen, darunter auch eine Vollmacht für die Regierung, im ganzen Land den Ausnahmezustand zu verhängen. In Kraft traten durch Putins Unterschrift auch die vom Parlament beschlossenen Gesetze für schärfere Strafen bei Verstößen gegen die Quarantänevorschriften und wegen der Verbreitung von Falschnachrichten. Möglich sind nun hohe Geld- und Haftstrafen.

Coronavirus Russland Moskau Präsident Putin besucht Krankenhaus (picture-alliance/dpa/AP/Kremlin/A. Druzhinin)

Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch eines Krankenhaus für Coronavirus-Patienten bei Moskau

19.56 Uhr - Im besonders heftig von der Corona-Krise getroffenen US-Bundesstaat New York halten sich die Bürger nach Ansicht von Gouverneur Andrew Cuomo nicht streng genug an die weitreichenden Kontaktbeschränkungen. Dies gelte vor allem für junge Leute. Er kündigte an, deshalb die Spielplätze in New York City zu schließen. Derweil stieg die Opferzahl an einem Tag um 391 auf mehr als 1900. Die Zahl der bestätigten Infektionen lag bei rund 84.000 - das sind 9000 mehr als am Dienstag. Mehr als 12.000 Patienten liegen im Krankenhaus.

19.33 Uhr - Die Bundeswehr hat vier weitere Intensivpatienten aus Bergamo nach Köln ausgeflogen. Die Kranken würden auf mehrere zivile Hospitäler im Großraum Köln verteilt, sagt ein Sprecher der Luftwaffe. Zwei weitere Patienten, die ursprünglich ebenfalls ausgeflogen werden sollten, seien nicht stabil genug für den Lufttransport gewesen.

19.25 Uhr - Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders fordert den Bundesstaat Wisconsin auf, wegen der Coronavirus-Epidemie die für Dienstag geplante Vorwahl zu verschieben. Bereits 15 andere Bundesstaaten hätten entsprechend auf den Rat der Gesundheitsexperten gehört, erklärt er. Sanders liegt bei den Demokraten hinter Joe Biden. Die Präsidentenwahl findet Anfang November statt.

19.14 Uhr - Bundesfinanzminister Olaf Scholz plädiert einer Zeitung zufolge für europäische Hilfsmaßnahmen von mindestens 200 Milliarden Euro. Rund 100 Milliarden Euro sollten dabei für Kredite genutzt werden, mit denen der Euro-Rettungsschirm (ESM) notleidenden Euro-Staaten wie Italien helfen kann, berichtet das "Handelsblatt" vorab unter Berufung auf Regierungskreise. Scholz wolle zudem, dass die Europäische Investitionsbank (EIB) rund 50 Milliarden Euro einsetzt. Hinzu kämmen 50 bis 100 Milliarden Euro für eine neue EU-Arbeitslosenrückversicherung, die Kurzarbeit finanzieren soll.

19.01 Uhr - Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof sucht angesichts der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Pandemie Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Dem Antrag des Unternehmens auf Einleitung des Verfahrens sei vom Amtsgericht Essen stattgegeben worden, teilte der Konzern mit. Das Schutzschirmverfahren schützt angeschlagene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger, ohne dass die Betriebe bereits Insolvenz anmelden müssen. Galeria Karstadt Kaufhof beschäftigt bundesweit mehr als 28.000 Mitarbeiter und verliert durch die Schließung der Warenhäuser seit dem 18. März jede Woche mehr als 80 Millionen Euro Umsatz.

18.54 Uhr - In Italien hat sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf 4782 erhöht von 4053 tags zuvor. Die Gesamtzahl der festgestellten Infektionen steigt nach Angaben des Zivilschutzes auf 110.574. Die Zahl der Todesfälle legt um 727 auf 13.155 zu. Das ist in absoluten Zahlen der geringste Anstieg seit dem 26. März.

18.48 Uhr - Wissenschaftler der EU-Kommission haben ein Kontrollmaterial für Coronavirus-Tests entwickelt. Labore können damit überprüfen, ob ihre Virus-Tests ordnungsgemäß funktionieren, wie die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission mitteilte. Das Kontrollmaterial soll vor allem eingesetzt werden, um falsche Negativbefunde bei Infizierten zu vermeiden. Bei einer Erhebung im Januar hatten die EU-Wissenschaftler einen Mangel an Kontrollmaterialien in den Laboren festgestellt. Um Abhilfe zu schaffen, stehen nun 3000 Proben für den Versand an Testlabors in der EU bereit. Da ein Probenröhrchen ausreicht, um bis zu 20.000 Tests zu überprüfen, können damit bis zu 60 Millionen Tests überprüft werden.

18.32 Uhr - Im europäischen Streit über eine gemeinsame Schuldenaufnahme wegen der Corona-Krise schlägt Frankreich einen neuen EU-Rettungsfonds vor. Diese Einrichtung könnte auf fünf oder zehn Jahre befristet werden und vor allem auf die wirtschaftliche Erholung abzielen. Das machte Finanzminister Bruno Le Maire in der der britischen Tagezeitung "The Financial Times" deutlich. Der Streit über sogenannte Corona-Bonds - also gemeinsame europäische Anleihen - entzweit bisher die EU-Staaten. Italien, Spanien, Frankreich und andere fordern sie vehement, Deutschland und andere Länder sind dagegen.

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