Corona lässt Disney-Konzern schwer stürzen | Aktuell Amerika | DW | 04.08.2020
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USA

Corona lässt Disney-Konzern schwer stürzen

Freizeitparks, Kreuzfahrten, Ferienresorts - die Sparten gelten als klare Profitbringer des US-Unterhaltungsriesen Walt Disney. Doch nicht in Zeiten einer Pandemie. Sie beschert dem Konzern einen großen Quartalsverlust.

USA I Florida I Walt Disney World I COVID-19 (picture-alliance/C. Knowlton)

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen ist der Disney-Freizeitpark in Orlando, Florida, seit dem 11. Juli wieder geöffnet

Der amerikanische Unterhaltungsgigant Walt Disney ist inmitten der Corona-Pandemie tief in die roten Zahlen geraten. Der Konzern musste im abgelaufenen Quartal von April bis Ende Juni einen Verlust von 4,72 Milliarden Dollar (etwa 4,0 Milliarden Euro) verbuchen, wie ein Sprecher nach US-Börsenschluss im kalifornischen Burbank mitteilte. Vor einem Jahr hatte es noch einen Nettogewinn von 1,43 Milliarden Dollar gegeben. Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42 Prozent auf 11,78 Milliarden Dollar.

Ein negativer Quartalsabschluss kam in der fast 100-jährigen Firmengeschichte bisher äußerst selten vor. Doch Disneys Geschäft mit Vergnügungsparks, Kreuzfahrten und anderen touristischen Attraktionen litt unter der Pandemie besonders. Die Freizeitparks mussten vorübergehend schließen, die Urlaubsschiffe blieben im Hafen. Auch die Filmsparte ächzte unter Produktionsstopps und der Zwangspause des Kinobetriebs. So verzögerte sich etwa der Start der Neuverfilmung des Disney-Zeichentrickklassikers "Mulan". 

Abonnenten mögen Disney+

Eine erfreuliche Nachricht konnte der Konzern dann aber doch noch beisteuern. So verbuchte er eine Zunahme der Nutzer seiner Streaming-Plattformen Disney+ und Hulu. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 100 Millionen zahlende Abonnenten. Disney-Chef Bob Chapek sprach von einem "bedeutenden Meilenstein". Disney+ sei ein "unglaublicher Erfolg". Allerdings verdient der im November gestartete Videodienst bislang noch kein Geld.

se/ml (rtr, dpa, afp)

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