Corona-Fauxpas: Wenn Österreichs Präsident zu lange plaudert | Aktuell Europa | DW | 24.05.2020
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Verstoß gegen Corona-Sperrstunde

Corona-Fauxpas: Wenn Österreichs Präsident zu lange plaudert

Alexander Van der Bellen steht in der Kritik. Der österreichische Bundespräsident wurde zusammen mit seiner Frau Doris Schmidauer lange nach der Corona-Sperrstunde in einem Lokal in Wien von der Polizei erwischt.

Van der Bellen (Artikelbild) bestätigte der "Kronen Zeitung" den Vorfall und entschuldigte sich. Er habe sich "verplaudert und leider die Zeit übersehen". Auch die Polizei bestätigte, dass der Bundespräsident bei einer Kontrolle in der Wiener Innenstadt in einem Gastgarten angetroffen wurde. Laut der "Kronen Zeitung" hatten Van der Bellen und seine Frau noch Getränke auf dem Tisch, als das Lokal gegen 0.20 Uhr kontrolliert wurde.

In Österreich dürfen Restaurants, Lokale und Bars aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nur bis 23 Uhr öffnen. Für den Wirt könnte der Vorfall daher teure Folgen haben. Das COVID-19-Maßnahmengesetz sieht für den Betrieb nach 23 Uhr Strafen von bis zu 30.000 Euro vor. Offiziell war das Lokal aber wohl bereits geschlossen.

Bundespräsident Van der Bellen selbst zeigte sich reumütig. "Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler", sagte er der "Kronen Zeitung". Bei Twitter schrieb er zudem: "Sollte dem Wirt daraus ein Schaden erwachsen, werde ich dafür gerade stehen."

haz/cw (dpa, afp)