Chinas Handelsüberschuss mit den USA steigt | Wirtschaft | DW | 08.05.2018
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China - USA

Chinas Handelsüberschuss mit den USA steigt

Mitten im Handelsstreit zwischen den USA und China zeigen einige Zahlen, worum es bei dem Milliarden-Dollar-Konflikt geht: Chinas Handelsüberschuss ist im April erneut gestiegen - aufs Jahr gerechnet um fast 13 Prozent.

China Wirtschaft (Getty Images/AFP)

Im Hafen von Lianyungang im Osten Chinas

Im April lagen die chinesischen Exporte in die USA um 22,2 Milliarden Dollar über den Importen von US-Waren nach China. Im März hatte der chinesische Überschuss noch bei 15,4 Milliarden Dollar gelegen. Seit Anfang des Jahres stieg das US-Handelsdefizit nach den Zahlen der Pekinger Zollverwaltung damit auf 80,4 Milliarden Dollar. Das sind  rund neun Milliarden Dollar mehr als in den ersten vier Monaten des Vorjahres.

Die Zahlen könnten den Streit mit den USA weiter befeuern. Chinas enormer Handelsüberschuss ist US-Präsident Trump ein Dorn im Auge. Er wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken vor. Deswegen hat er bereits Schutzzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe verhängt und droht mit weiteren Zöllen auf Waren im Wert von bis zu 150 Milliarden Dollar.

Gespräche auf hoher Ebene

Um einen Handelskrieg abzuwenden, haben die beiden weltgrößten Volkswirtschaften inzwischen Verhandlungen aufgenommen. Die ersten Gespräche gingen in Peking letzte Woche allerdings ohne greifbare Ergebnisse zu Ende. Sie sollen kommende Woche auf hoher Ebene in Washington weitergehen. Die chinesische Delegation soll von Vizepremier Liu He geleitet werden, der als Präsident Xis Mann für Wirtschaftsfragen gilt.

China Peking - US Delegation in Peking zum Handelsstreit (Reuters/J. Lee)

Amerikaner in Peking: Die US-Delegation bei den Handelsgesprächen

Die US-Regierung verlangt von China, ihren Handelsüberschuss um 200 Milliarden Dollar zu kürzen. Allein im vergangenen Jahr exportierte die Volksrepublik für 375 Milliarden Dollar (gut 303 Milliarden Euro) mehr Waren in die USA, als sie von dort einführte.

Das Weiße Haus wirft China auch Verstöße gegen Urheberrechte und Diebstahl von Technologie vor, wodurch das Ungleichgewicht noch größer werde. Washington versucht, eine Antwort auf die ehrgeizige chinesische Industriestrategie "Made in China 2025" zu finden, mit der die Volksrepublik zum weltweiten Technologieführer aufsteigen will.

ar/bea  (rtr, dpa, afp)

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