China öffnet Märkte weiter für das Ausland | Wirtschaft | DW | 29.06.2018
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Investitionen

China öffnet Märkte weiter für das Ausland

China reagiert auf die harte Kritik seiner Handelspartner USA und EU und hat angekündigt, die Restriktionen für ausländische Investoren in weiteren Branchen zu lockern. Das betrifft vor allem die Automobilbranche.

Der erleichterte Zugang für Firmen aus dem Ausland trete am 28. Juli in Kraft und betreffe Branchen wie die Automobilindustrie, die Landwirtschaft oder den Bergbau, teilte die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am Freitag mit. Die chinesische Regierung hat seit Beginn des Jahres eine Reihe von Zugeständnissen gemacht. Sie fürchtet einen Handelskrieg mit den USA.

Die Entwicklungs- und Reformkommission veröffentlichte eine neue Negativliste mit Bereichen, in denen ausländische Unternehmen keinen Zugang haben - die Zahl verringerte sich von 63 auf 48. Weiterhin streng abgeschottet bleiben etwa die Bereiche Kultur oder nationale Sicherheit.

Leichteren Zugang sollen ausländische Firmen künftig auf dem Tankstellenmarkt, im Getreidehandel oder im Strommarkt bekommen. Auch die Autoindustrie sowie die Luft- und Schifffahrtsindustrie werden weiter geöffnet. Die Lockerung betrifft auch den Bankensektor.

Chinas Handelspartner kritisieren die starke Abschottung und Überkapazitäten. US-Präsident Donald Trump beklagt besonders das hohe Handelsdefizit seines Landes mit China und den Diebstahl geistigen Eigentums. Er hat in den vergangenen Monaten den Handelsstreit mit der Volksrepublik durch die Verhängung und Androhung von Strafzöllen verschärft. Ende Mai hatte das Weiße Haus zudem über Zölle hinausgehende Handels- und Investitionsbeschränkungen gegen China angekündigt, die bis Samstag verhängt werden sollten.

zdh/hb (afp, rtr)

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