Chiles Unzufriedene gehen auf die Straße | Podcast Wirtschaft | DW | 22.10.2019
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Podcast Wirtschaft

Chiles Unzufriedene gehen auf die Straße

Brexit-Poker - warum das EU-Parlament noch Gesprächsbedarf hat+++Enge Beziehung - warum Kanada ein wichtiger Handelspartner für Deutschland ist+++Massenproteste - warum in Chile die Menschen auf die Straße gehen+++Kehrseite des Mobilen Bankings - warum immer mehr Kenianer überschuldet sind

Audio anhören 15:04

Das Europa-Parlament tritt in Sachen Brexit erst einmal auf die Bremse. Die europäischen Abgeordneten pochen auf ihr Recht, das Brexit-Abkommen gründlich zu prüfen. Da sind sich Sozialdemokraten, Grüne, Liberale und Linke ausnahmsweise einmal einig. Auch der Brexitbeauftragte des EU-Parlaments, Guy Verhofstadt, sieht eine ganze Reihe offener Fragen, die noch geklärt werden müssen.

Enge Handelsbeziehungen

Justin Trudeau hat zwar mit seiner liberalen Partei die absolute Mehrheit im kanadischen Parlament verloren. Aber alles deutet darauf hin, dass es für eine zweite Amtszeit als Premierminister reicht. Das Wahlergebnis in Kanada ist auch für viele deutsche Wirtschaftsvertreter von Bedeutung. Denn das zweitgrößte Land der Erde mit seinen knapp 37 Millionen Einwohner ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands und Trudeau tickt in Sachen Handelspolitik ganz anders als sein Amtskollege Donald Trump.

Proteste halten an

Eine Oase im unruhigen Lateinamerika - so beschrieb Chiles Präsident Sebastián Piñera noch vor kurzem sein Land. Jetzt - nach Massendemonstrationen und zum Teil gewalttätigen Protesten - sprach er von einem "Krieg". Höhere Preise für die U-Bahn waren der Funke, der den lang aufgestauten Frust vieler Chilenen entzündet hat. Denn an vielen Menschen, die jetzt auf die Straße gehen, ist der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen Jahrzehnte vorbei gegangen.

Überschuldung durch Online-Kredite

Das Bezahlen per Mobiltelefon ist in Kenia schon seit 12 Jahren weit verbreitet und wurde lange als Mittel gegen die Armut gefeiert: Geld sei so selbst im letzten Winkel des Landes schnell verfügbar. Denn nur die wenigsten Kenianer haben ein Bank-Konto und Geld musste früher in Form von Banknoten und Münzen tatsächlich von Ort zu Ort bewegt werden. Seit einigen Jahren werden auch Kredite online angeboten. Doch auf die Euphorie über die "FinTech"-Revolution in Kenia folgt nun die Ernüchterung. Denn viele Kenianer sind überschuldet, brauchen immer neue Kredite, um ihre alten abzulösen und die hohen Zinsen zu zahlen.

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Redakteur am Mikrophon: Thomas Kohlmann
Technik: Thomas Schmidt

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