Chelsea Manning nach Selbstmordversuch in Klinik | Aktuell Amerika | DW | 12.03.2020
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Whistleblower

Chelsea Manning nach Selbstmordversuch in Klinik

Ebenso wie Wikileaks-Gründer Julian Assange wurde sie zu einer Symbolfigur. Und ebenso wie Assange steht Chelsea Manning weiterhin massiv unter dem Druck der Justiz. Mit ebenso massiven Folgen.

Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning (Artikelbild) hat nach Angaben ihrer Anwälte in einem Gefängnis in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia einen Selbstmordversuch unternommen. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden und erhole sich dort, hieß es in einer Mitteilung ihrer Verteidiger. Es sei weiterhin geplant, dass die Whistleblowerin noch an diesem Freitag zu einer Anhörung vor einem Bundesgericht erscheinen werde, hieß es.

Sie soll aussagen

Manning sitzt seit Mai 2019 wegen Missachtung der Justiz in Beugehaft. Sie hatte sich geweigert, über den Gründer der Enthüllungs-Plattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen. Mannings Anwälte haben ihre Freilassung beantragt.

England Proteste in London gegen Auslieferung Julian Assange

Proteste in London zur Unterstützung von Julian Assange und Chelsea Manning

Die Whistleblowerin hatte Wikileaks 2010 - damals noch als Bradley Manning - Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es ging dabei um die US-Militäreinsätze und Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan. Sie war 2010 in Untersuchungshaft genommen worden. 2013 wurde sie bei einem Militärgerichtsverfahren zu 35 Jahren Haft verurteilt. 2017 kam Chelsea Manning frei, nachdem der damalige US-Präsident Barack Obama dies angeordnet hatte.

ml/rb (dpa, rtr, ape)

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