Chelsea Manning bleibt in Haft | Aktuell Amerika | DW | 22.04.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wikileaks

Chelsea Manning bleibt in Haft

Die Whistleblowerin Chelsea Manning muss zunächst weiter im Gefängnis bleiben. Die US-Behörden wollen sie so zu einer Aussage gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange zwingen.

Manning im Oktober in London

Manning im Oktober in London

Ein US-Bundesgericht hat die Beschwerde der Wikileaks-Informantin Chelsea Manning gegen ihre Beugehaft verworfen. Das Bundesberufungsgericht in Richmond im Bundesstaat Virginia erklärte, es habe "keinen Fehler" in der Beugehaft-Anordnung der untergeordneten Instanz gefunden. Zuerst hatte das Magazin "Politico" darüber berichtet. 

Während ihrer Zeit beim Militär-Geheimdienst hatte Manning im Jahr 2010 schwere Verfehlungen von US-Militärangehörigen, unter anderem in den Konfliktgebieten Irak und Afghanistan, über die Enthüllungsplattform Wikileaks öffentlich gemacht. Ein Video zeigte unter anderem, wie eine US-Hubschrauberbesatzung im Irak unschuldige, unbewaffnete Zivilisten tötete. 

Die 31-Jährige wurde im Rahmen eines Militärgerichtsverfahrens zu 35 Jahren Haft verurteilt. Nach sieben Jahren erließ der damalige Präsident Barack Obama den Großteil der Strafe.

Die Transgender-Frau - früher als Bradley Manning bekannt - befindet sich seit dem 8. März wieder im Gefängnis. Sie weigert sich, vor einem Geschworenengremium über den inzwischen wieder in britischer Haft sitzenden Wikileaks-Gründer Julian Assange auszusagen. In den USA läuft ein Verfahren gegen Assange, das lange Zeit geheim gehalten wurde. 

Julian Assange nach seiner Festnahme

Julian Assange nach seiner Festnahme

Assange wurde am 11. April nach siebenjährigem Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen. Die US-Regierung hat einen Auslieferungsantrag gestellt, gegen den der Wikileaks-Gründer ankämpfen will. Die Entscheidung über den Auslieferungsantrag könnte sich jahrelang hinziehen.

stu/jj (dpa, afp)
 

Die Redaktion empfiehlt