Chef der französischen Republikaner tritt zurück | Aktuell Europa | DW | 02.06.2019
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Frankreich

Chef der französischen Republikaner tritt zurück

In Frankreich hat der Vorsitzende der konservativen Republikaner, Laurent Wauquiez, seinen Rücktritt angekündigt. Damit zieht er die Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Europawahl.

Eine Woche nach der Niederlage der konservativen französischen Oppositionspartei Les Républicains (LR, Die Republikaner) bei der Europawahl hat Parteichef Laurent Wauquiez angekündigt, sein Amt niederzulegen. Er übernehme die Verantwortung für die Wahlschlappe und ziehe sich zurück, erklärte der 44-Jährige. Die Konservativen müssten sich wieder aufbauen, dabei wolle er nicht im Weg stehen.

Die Republikaner sind die Nachfolgepartei der UMP des früheren Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, der von 2007 bis 2012 im Élyséepalast regierte. Seit der Präsidentenwahl im Jahr 2017 steckt die größte konservative Partei Frankreichs in der Krise, damals landete ihr Kandidat François Fillon auf dem dritten Platz. Bei der Europawahl am 26. Mai erzielte die LR lediglich 8,48 Prozent der Stimmen. Wauquiez war daraufhin ins Visier parteiinterner Kritiker geraten. Die einst mächtige Partei der bürgerlichen Rechten sucht seit dem Sieg des sozialliberalen Emmanuel Macron bei der Präsidentenwahl 2017 nach einem neuen Kurs.

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Europawahl: Gewinner und Verlierer

Bei der Wahl des Europäischen Parlaments hatte die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN, die frühere Front National) von Marine Le Pen mit mehr als 23 Prozent den Sieg davongetragen. Die Liste um die La République en Marche (LREM) von Präsident Emmanuel Macron landete mit gut 22 Prozent auf dem zweiten Platz.

kle/cgn (afp, rtr, dpa)

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