″Calima″ versandet Kanaren-Airports | Aktuell Afrika | DW | 24.02.2020
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Sandsturm

"Calima" versandet Kanaren-Airports

Ein Sandsturm aus der Sahara hat am Wochenende den Flugverkehr auf den Kanarischen Inseln lahmgelegt. "Calima" wird die Wetterlage genannt. Inzwischen wurde der Flugverkehr an allen Airports wieder aufgenommen.

Wegen des Sandsturms auf den Kanarischen Inseln waren am Sonntag alle acht Flughafen der spanischen Inselgruppe wegen schlechter Sichtverhältnisse geschlossen worden. Nach Angaben der Regionalregierung waren 360 Flüge – und zwischen 12.000 und 14.000 Passagiere betroffen. Seit dem frühen Montagmorgen läuft der Flugbetrieb wieder an.

Überall auf den Kanaren hing am Wochenende feiner Wüstensand in der Luft, der von starkem Wind über den Atlantik geblasen wurde. Die Inseln liegen rund 100 bis 500 Kilometer vor der Küste von Marokko. 

Wetterbesserung hielt nicht lange

Am Sonntagmorgen war der Flugverkehr zunächst wieder aufgenommen worden. Einige Stunden später verschlechterten sich dann aber wieder die Wetterbedingungen massiv. "Die Sicht ist sehr schlecht", berichtete die Aena-Sprecherin. Örtliche Experten könnten sich nicht "an so schlechtes Wetter für den Luftverkehr auf den Kanaren" erinnern, schrieb der spanische Verkehrsminister José Luis Abalos auf Twitter.

Spanien Sahara Sandstürme auf den Kanarischen Inseln (picture-alliance/AP Photo/A. Gutierrez)

Trübe Aussicht: Yachthafen von Santa Cruz auf Teneriffa

Die norwegische Reederei Fred. Olsen & Co. stellte am Sonntag ihren Fährbetrieb zwischen den Inseln Fuerteventura und Lanzarote sowie zwischen San Sebastián und Valle Gran Rey auf der Insel La Gomera vorerst ein. Meteorologen hatten in der Nacht zum Sonntag Sturmböen von bis zu 160 Stundenkilometern gemessen.  

Sandsturm behindert Löscharbeiten

Der Sturm beeinträchtige auch Löscharbeiten auf Gran Canaria. In der Nähe des Dorfs Tasarte im Südwesten der Insel war am Samstag ein Feuer ausgebrochen. Wegen des starken Winds konnten am Sonntag keine Löschflugzeuge starten. Der Brand hat nach Angaben der Regionalregierung der Kanaren schon rund 300 Hektar Land zerstört, rund 500 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

wa/qu (afp, aena.es)