Buttigieg steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus | Aktuell Amerika | DW | 02.03.2020
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Vereinigte Staaten

Buttigieg steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus

Vor rund einem Monat hatte Pete Buttigieg bei der ersten US-Vorwahl in Iowa knapp gewonnen. Zuletzt hatte er aber kaum noch Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Nun gibt er auf.

Kurz vor den Vorwahlen am sogenannten Super Tuesday zieht der moderate Kandidat Pete Buttigieg offenbar seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten zurück. Das teilte der frühere Bürgermeister der Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana mit. Am Samstag hatte der 38-Jährige bei der bislang letzten Vorwahl der Demokraten im US-Bundesstaat South Carolina mit enttäuschenden 8,3 Prozent abgeschnitten. Das Wahlkampfteam von Buttigieg kündigte an, der Kandidat werde sich um 20.30 Uhr (Ortszeit/2.30 Uhr MEZ) in South Bend äußern.

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Biden gewinnt US-Vorwahl in South Carolina

Buttigieg war am Samstag in South Carolina nur auf den vierten Platz gekommen. Ex-Vizepräsident Joe Biden konnte dort einen klaren Sieg einfahren. Es war allerdings der erste Erfolg Bidens bei den bisher vier Vorwahlen der Demokraten. Vorne liegt bei den Vorwahlen und in landesweiten Umfragen Senator Bernie Sanders, der sich selber als einen "demokratischen Sozialisten" bezeichnet. Buttigieg vertritt wie Biden den moderat-pragmatischen Flügel der Partei.

Zu Beginn der Vorwahlen hatte der offen homosexuelle Buttigieg noch für Furore gesorgt. Der frühere Bürgermeister landete bei der ersten Abstimmung Anfang Februar in Iowa mit hauchdünnem Vorsprung vor dem linksgerichteten Sanders auf dem ersten Platz. Bei der zweiten Vorwahl in New Hampshire rangierte Buttigieg dann nur knapp hinter Sanders auf Platz zwei. Schon bei der dritten Vorwahl in Nevada begann dann aber der Stern von Buttigieg zu sinken - er landete dort mit nur 14 Prozent hinter Sanders und Biden auf Platz drei.

Rückzug kurz vor Super-Dienstag

Sein Ausstieg erfolgt nun nur zwei Tage vor dem sogenannten Super-Dienstag, bei dem gleichzeitig in 14 Bundesstaaten über den Herausforderer oder die Herausforderin von Präsident Donald Trump abgestimmt wird. Dabei wird über 1344 Delegierte, also etwa ein Drittel der 3979 Delegierten, entschieden, die schließlich bei einem Parteitag im Juli den Präsidentschaftskandidaten formell küren werden. Für die Nominierung beim Parteitag in Milwaukee (Wisconsin) werden 1991 Delegierte benötigt.

"Großartiges Timing", kommentierte Trump die Berichte über den Ausstieg von Buttigieg. Nunmehr würden dessen Stimmen am Super Tuesday an "Sleepy Joe Biden" fallen, twitterte der Präsident. Damit würden die Demokraten beginnen, Sanders "aus dem Spiel zu nehmen".

Wie schneidet Bloomberg ab?

Mit Spannung wird nun das Abschneiden des Multimilliardärs und früheren New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg am "Super Tuesday" erwartet - der moderate Kandidat wird dann erstmals auf den Wahlzetteln stehen.Bloomberg war erst spät ins Rennen eingestiegen und war bei den bisherigen Vorwahlen nicht angetreten. Nach US-Medienberichten hat er mehr als 400 Millionen Dollar alleine für TV-Wahlwerbespots ausgegeben, um am Dienstag punkten zu können.

Auch Klobuchar steigt aus

Derweil stellte auch die wenig chancenreiche Senatorin Amy Klobuchar (59) ihren Wahlkampf ein. Damit stehen noch fünf Bewerber im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Neben Sanders (78 Jahre), Biden (77) und Bloomberg (78) wären das die Senatorin Elizabeth Warren (70) und die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard (38).

Nach einem erneuten enttäuschenden Ergebnis bei der Vorwahl in South Carolina hatte am Samstagabend bereits der Milliardär und frühere Hedgefonds-Manager Tom Steyer (62) seine Bewerbung um die Kandidatur zurückgezogen.

kle/fab (afp, dpa, rtre, ape)

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