Bundeswehr fliegt Soldaten aus Mali aus | Aktuell Deutschland | DW | 27.06.2021
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Blauhelm-Einsatz

Bundeswehr fliegt Soldaten aus Mali aus

Die zwölf deutschen Soldaten, die bei einem Selbstmordanschlag im westafrikanischen Krisenstaat Mali verwundet wurden, sind zurück in der Heimat. Ihr Zustand sei stabil, so die Verteidigungsministerin.

Verletzte Soldaten aus Mali landen in Stuttgart

Ziel erreicht: der Luftwaffen-Airbus nach der Landung am Stuttgarter Flughafen

Ein Airbus A310 mit in Mali verletzten Bundeswehrsoldaten an Bord landete in der Nacht zum Sonntag in Stuttgart. Sie wurden anschließend ins Militärkrankenhaus nach Ulm gebracht. Einige Stunden zuvor hatte bereits eine Maschine vom Typ A400M drei Schwerverwundete, die liegend transportiert werden mussten, zum Airport Köln/Bonn gebracht. Sie wurden in das Bundeswehr-Zentralkrankenhaus nach Koblenz verlegt.

Damit sind nun alle zwölf bei dem Anschlag verletzten deutschen "Blauhelme" zurück in Deutschland. Ihr Zustand sei stabil, schrieb Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) auf Twitter.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitagmorgen 180 Kilometer nordöstlich der Stadt Gao an einer stehenden Patrouille der UN-Mission MINUSMA eine Autobombe gezündet. Neben den zwölf Bundeswehrsoldaten wurde ein Belgier verwundet. Die Soldaten sicherten nach UN-Angaben den Konvoi eines malischen Bataillons.

Anschlag auf Bundeswehr in Mali am 25.06.2021

Derzeit sind rund 900 deutsche Soldaten an der UN-Mission MINUSMA beteiligt. Der Einsatz soll den Friedensprozess in Mali unterstützen. Tuareg-Stämme und islamistische Terrorgruppen ringen dort um die Vorherrschaft. Auch organisierte Kriminalität und grenzübergreifender Schmuggel sind ein Problem in der Region, über die auch Migrationsrouten nach Nordafrika verlaufen. Von dort aus versuchen viele, Europa zu erreichen.

wa/se/ml (dpa, afp, epd)