Bundeswehr dementiert Probleme beim Fluggerät | Aktuell Deutschland | DW | 27.10.2013
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Aktuell Deutschland

Bundeswehr dementiert Probleme beim Fluggerät

Nur bedingt einsatzbereit? Das Verteidigungsministerium widerspricht Medienberichten, wonach der Hubschrauber NH90 und der Eurofighter erhebliche Mängel aufweisen.

Das Verteidigungsministerium in Berlin hat Berichte zurückgewiesen, die Bundeswehr habe in Afghanistan ungeeignete Hubschrauber im Einsatz. Nur die Bewaffnung des Hubschraubers NH90 habe sich als ungeeignet herausgestellt und sei deshalb durch eine andere ersetzt worden, teilte das Ministerium mit.

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) hatte berichtet, dass der Helikopter vom Typ NH90 vor seinem Einsatz in Afghanistan beim abschließenden Test in den USA wegen gravierender Mängel durchgefallen sei. Der NH90 soll die amerikanischen Rettungshubschrauber ersetzen, die bis März 2014 aus dem Einsatzgebiet der Bundeswehr abgezogen werden.

Nur zu Werbezwecken?

Das Verteidigungsministerium räumte allerdings ein, die in Afghanistan eingesetzten NH90-Maschinen seien in einem "Vorserienbauzustand" und würden daher noch nicht alle vereinbarten Leistungsmerkmale haben. Deshalb sei, "wie in solchen Fällen üblich", die Wertung "bedingt geeignet" vergeben worden.

Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sagte der FAS, er habe den Eindruck, dass der Einsatz des NH90 in Afghanistan vor allem eine staatlich finanzierte Werbeveranstaltung für den Hersteller Eurocopter ist. Grünen-Verteidigungsexperte Omid Nouripour sagte, er fühle sich hintergangen: Den Abgeordneten sei im Verteidigungsausschuss der Eindruck vermittelt worden, die Probleme mit dem NH90 seien behoben.

Eurofighter in der Reparatur

Auch wegen des Kampfjets Eurofighter steht die Bundeswehr aktuell in der Kritik. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" schreibt unter Berufung auf interne Berichte, dass von mehr als hundert Kampfjets nur 73 einsatzbereit sind. Grund sei, dass Nachrüstung und Reparaturen oft mehrere Jahre dauerten.

Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, wies diese Darstellung jedoch zurück. Der Eurofighter befinde sich noch in der Einführung. "Dass früher gelieferte Maschinen dann zurück in die Industrie müssen, um auf einen einheitlich hohen Standard gebracht zu werden, ist normal und entspricht dem geplanten Programmverlauf", sagte Müller. Insgesamt gehöre der Eurofighter aber "zur Speerspitze derzeitiger Kampfflugzeuge".

det/sc (afp, dpa)

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