Bundestagswahl 2017: Was Sie über die Parteien wissen sollten | Bundestagswahl 2017 - Angela Merkel gegen Martin Schulz | DW | 12.06.2017
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Deutschland wählt

Bundestagswahl 2017: Was Sie über die Parteien wissen sollten

Alternative für Deutschland (AfD)

Farbe: Hellblau

Vorsitzende: Frauke Petry, Jörg Meuthen

Deutschland Frauke Petry und Jörg Meuthen AfD-Vorstand (Imago/C. Thiel)

Frauke Petry und Jörg Meuthen

Spitzenkandidaten: Alexander Gauland,  Alice Weidel

Zahl der Mitglieder: 27.000

Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2013: 4,7 Prozent - damit wurde der Einzug ins Parlament verfehlt

Stammwähler: Der typische AfD-Wähler ist männlich, eher jung, hat einen niedrigeren Bildungsabschluss und verfügt über ein geringeres Einkommen. Nur 15 Prozent der Parteimitglieder sind Frauen. Der AfD gelang es zuletzt, Wähler von allen anderen großen Parteien, außer den Grünen, abzuwerben. Gleichzeitig schaffte es die Partei, viele Nicht-Wähler zu mobilisieren.

Geschichte: Die rechtspopulistische AfD ist eine noch sehr junge Partei - sie wurde 2013 gegründet und verpasste es anschließend nur knapp in den Bundestag zu kommen. Seither gelang es ihr, in zwölf Landesparlamente sowie das Europaparlament einzuziehen.

Die AfD wurde ursprünglich von einer Gruppe von euro-skeptischen Akademikern als Protest gegen die Schaffung des Euro-Rettungsschirms zur Rettung Griechenlands gegründet. Ein parteiinterner Machtkampf endete 2015 mit einem Rechtsruck: Die neue Vorsitzende Frauke Petry setzte eine nationalistische, anti-islamische Agenda durch und erzielte mit dieser Politik während der Flüchtlingskrise einige Erfolge. Die AfD war die einzige größere Partei in Deutschland, die sowohl den Brexit als auch die Wahl von Präsident Donald Trump ausdrücklich begrüßte.

Programm: Die AfD will die Außengrenzen der EU schließen, eine rigorose Identitätskontrolle an den Landesgrenzen Deutschlands durchführen und Flüchtlingslager im Ausland aufbauen, um zu verhindern, dass Migranten nach Deutschland einreisen. Sie will abgelehnte Asylbewerber konsequent und rasch abschieben, sowie in Deutschland lebende Ausländer finanziell dazu ermutigen, in ihre Heimatländer zurückzukehren. Die AfD betont den Vorrang einer traditionellen deutschen Leitkultur und lehnt die Idee ab, dass der Islam Bestandteil der deutschen Gesellschaft sei. In ihrem Programm bezweifelt die AfD, dass der Klimawandel von Menschen gemacht wird: Zudem will die Partei den Übergang Deutschlands zu erneuerbaren Energiequellen umkehren.

Bevorzuguter Koalitonspartner: Keiner.

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