Bundestagswahl 2017: Was Sie über die Parteien wissen sollten | Bundestagswahl 2017 - Angela Merkel gegen Martin Schulz | DW | 12.06.2017
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Deutschland wählt

Bundestagswahl 2017: Was Sie über die Parteien wissen sollten

Bündnis 90/Die Grünen

Farbe: Grün

Vorsitzende: Simone Peter, Cem Özdemir

Jahres-Auftaktklausur der Grünen - Simone Peter (links) und Cem Özdemir (picture alliance/dpa/B. von Jutrczenka)

Simone Peter und Cem Özdemir

Spitzenkandidaten: Cem Özdemir, Katrin Göring-Eckardt

Zahl der Mitglieder: 60.000

Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2013: 8,4 Prozent (63 von 630 Sitzen)

Stammwähler: Die Hochburgen liegen in den städtischen Zentren der alten Bundesrepublik und hier vor allem in den Universitätsstädten. Wähler von Bündnis 90/Die Grünen haben überdurchschnittlich hohe Einkommen und sind vornehmlich im Dienstleistungs- und Bildungsbereich beschäftigt. Sie wurden in den vergangenen Jahren immer älter: Weniger als 10 Prozent der Wähler sind jetzt unter 35.

Geschichte: Die Grünen sind die wohl erfolgreichste Gegenkultur-Bewegung in Deutschlands Nachkriegsgeschichte. Die Partei erwuchs aus einem Sammelbecken von gesellschaftlichen Protestbewegungen der 1980er Jahre, die sich unter anderem für den Atomausstieg, ein Ende des Wettrüstens und die Rechte von Homosexuellen einsetzten. Die Grüne Partei wurde 1980 gegründet und fusionierte 1993 mit den ostdeutschen Grünen, die unter dem Namen Bündnis 90 firmierten. International bekannt wurde die Partei Anfang der 2000er Jahre, als sie Juniorpartner der SPD wurde und im Kabinett von Kanzler Gerhard Schröder mehrere Minister stellte. Einer davon: Bundesaußenminister Joschka Fischer.

Programm: Politologen teilen die verschiedenen Parteiflügel der Grünen in "Realos" und "Fundis" ein, also denjenigen, die eine Realpolitik vertreten und für Regierungsbeteiligungen Zugeständnisse machen und denjenigen, die fundamental sind und den gegenkulturellen Wurzeln der Partei näher stehen. Dass die Grünen in den Bundesländern Hessen und Baden-Württemberg Koalitionen mit der konservativen CDU eingegangen sind, wird als Beleg dafür gesehen, dass sich in der Partei die "Realos" inzwischen durchgesetzt haben. Während der Umweltschutz Kernthema bleibt, hatten die Grünen zuletzt versucht, eine linke Agenda für die Steuer- und Sozialpolitik in ihr Wahlprogramm aufzunehmen. Der fehlende Erfolg bei der Bundestagswahl 2013 und die Aussicht auf eine Koalition mit der CDU deuten jedoch darauf hin, dass sie sich diesmal für einen konservativeren Ansatz entscheiden könnten.

Bevorzugte Koalitionspartner: Die SPD, eventuell auch die CDU.

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