Bundestagswahl 2017: Was Sie über die Parteien wissen sollten | Bundestagswahl 2017 - Angela Merkel gegen Martin Schulz | DW | 12.06.2017
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Deutschland wählt

Bundestagswahl 2017: Was Sie über die Parteien wissen sollten

Die Linke

Farbe: Rot

Vorsitzende: Katja Kipping, Bernd Riexinger

Bernd Riexinger (links) und Katja Kipping mit Blumensträußen (picture-alliance/dpa/P. Endig)

Bernd Riexinger und Katja Kipping

Spitzenkandidaten: Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch

Zahl der Mitglieder: 60.000

Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2013: 8,6 Prozent (64 von 630 Sitzen)

Stammwähler: Hochburg der Partei sind nach wie vor die "neuen Bundesländer" auf dem Gebiet der ehemaligen DDR in Ostdeutschland. Die klassischen Wähler der Linken kommen aus der Arbeiterschaft sowie aus einkommens- wie bildungsschwachen Bevölkerungsteilen. In Westdeutschland hat Die Linke den Ruf, eine "Protestpartei" zu sein und rekrutiert auch jüngere Wähler. Derzeit ist die Linke die größte Oppositionspartei im Bundestag. Ein Teil der potenziellen Wähler hegt nach Umfragen allerdings Sympathien mit dem populistischen Nationalismus der AfD.

Geschichte: Obwohl sie erst 2007 gegründet wurde, hat die Linkspartei eine viel längere Geschichte, denn sie gilt als Nachfolgerin der Sozialistischen Einheitspartei (SED), die in der DDR bis zum Fall der Mauer 1989 diktatorisch herrschte. Die Gründung der Linkspartei beruhte auf einer Fusion der ostdeutschen SED-Nachfolgepartei PDS und der westdeutschen Partei "Arbeiter- und Soziale Gerechtigkeit - die Wahlalternative" (WASG), einer linken Abspaltung der SPD. Protagonisten der Bewegung waren Gregor Gysi und der frühere SPD-Parteichef Oskar Lafontaine. Die Linke regiert in einigen ostdeutschen Bundesländern mit, hatte aber auf Bundesebene noch nie Regierungsverantwortung inne.

Programm: Die Linke ist die einzige im Bundestag vertretene Partei, die militärische Missionen im Ausland ablehnt. Sie will zudem, dass die NATO aufgelöst und der Mindestlohn deutlich angehoben wird. Einige Politikwissenschaftler sehen in der Linken immer noch eine radikale Partei, die die kapitalistische Wirtschaftsordnung umstürzen will, aber die Partei selbst befürwortet eigentlich nur eine stärkere Marktregulierung, höhere Steuern für Großverdiener, eine Mietpreisbremse und mehr Investitionen in die soziale Infrastruktur.

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