Bundestagswahl 2017: Was Sie über die Parteien wissen sollten | Bundestagswahl 2017 - Angela Merkel gegen Martin Schulz | DW | 12.06.2017
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Deutschland wählt

Bundestagswahl 2017: Was Sie über die Parteien wissen sollten

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Farbe: Rot

Vorsitzender und Spitzenkandidat: Martin Schulz

Saarland Landtagswahlen Martin Schulz (picture alliance/dpa/M.Tantussi)

Martin Schulz

Zahl der Mitglieder: 440.000

Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2013: 25,7 Prozent (193 von 630 Sitzen)

Stammwähler: Das klassische Stammklientel sind gewerkschaftsnahe Industriearbeiter. Zunehmend wird die SPD auch von aufstiegsorientierten Angehörigen der neuen Mittelschichten gewählt. Sozialdemokratische Hochburgen befinden sich in den dicht bevölkerten Industrieregionen Deutschlands.

Geschichte: 1875 gegründet, ist die SPD die älteste politische Partei Deutschlands. Mit der Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) im Jahre 1919 wurde die SPD zur Heimat reformorientierter Kräfte. Während der Nazidiktatur war die Partei verboten, viele Mitglieder starben in Konzentrationslagern oder gingen ins Exil. Nach der Gründung der Bundesrepublik war die SPD lange Oppositionspartei. 1966 bildete sie mit der CDU unter Kanzler Kurt Georg Kiesinger eine große Koalition. Erster sozialdemokratischer Kanzler war Willy Brandt, der von 1969 bis 1974 Westdeutschland regierte. Brandt stand für eine Öffnung der Politik gegenüber dem kommunistisch regierten Osteuropa, inklusive der damaligen DDR. Sein Nachfolger war Helmut Schmidt. Bislang letzter SPD-Kanzler war Gerhard Schröder, der von 1998 bis 2005 eine rot-grüne Koalition führte. Bislang war die SPD in 34 der vergangenen 67 Jahre an der Bundesregierung beteiligt und stellte 21 Jahre lang den Bundeskanzler.

Programm: Soziale Gerechtigkeit und Bildung sind zentrale Punkte der SPD-Programmatik. Die Sozialdemokraten waren maßgeblich an der Einführung eines nationalen Mindestlohns in Deutschland beteiligt. Durch die von Kanzler Gerhard Schröder unter dem Titel "Agenda 2010" eingeführten Arbeitsmarktreformen verlor die Partei einiges an Zuspruch unter Arbeitern und Arbeitslosen. Es ist deshalb kein Zufall, dass die Kandidatur von Martin Schulz durch eine Abkehr von dieser Politik geprägt ist. Der Schwerpunkt liegt bei den Themen soziale Gerechtigkeit und Steuerumverteilung von oben nach unten.

Bevorzugte Koalitionspartner: Grüne, die CDU, eventuell auch die Linke.

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