Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen IS-Sympathisantin Safia S. | Aktuell Deutschland | DW | 19.04.2018
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Attentat auf Polizisten

Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen IS-Sympathisantin Safia S.

Vor gut zwei Jahren hatte Safia S. in Hannover einen Polizisten mit einem Messer angegriffen. Gegen das Urteil wegen versuchten Mordes hatte die heute 17-Jährige Revision eingelegt.

Der Prozess um die Messerattacke einer jungen IS-Anhängerin auf einen Polizisten im Hauptbahnhof Hannover ist abgeschlossen. Der Bundesgerichtshof bestätigte die Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle. Dieses hatte die damals 16-jährige Attentäterin Safia S. wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu sechs Jahren Jugendhaft verurteilt.

Der Mitangeklagte K. erhielt zwei Jahre und sechs Monate Jugendstrafe, weil er von den geplanten Straftaten wusste, sie aber nicht anzeigte.

Polizei Safia S. Messerattacke in Hannover (Polizei)

Safia S. muss nun ihre Strafe absitzen

Attacke gegen "Feinde des Islams"

Dem Oberlandesgericht zufolge hatte das Mädchen im Februar 2016 einem Polizeibeamten, der im Hauptbahnhof von Hannover Streife ging, unvermittelt mit einem Messer in den Hals gestochen, um ihn zu töten. Der Polizist überlebte schwer verletzt. Sie sah in ihm demnach einen Repräsentanten Deutschlands, das sie als Gebiet des Unglaubens betrachtete und deren Bewohner sie als "Feinde des Islams" hasste.

Die deutsch-marokkanische Schülerin hatte laut Anklage während eines Türkei-Aufenthalts Kontakt zu IS-Mittelmännern und wurde von diesen zu einer "Märtyreroperation" in Deutschland angestachelt. Ursprünglich wollte sie auf eigene Faust weiter in IS-Gebiet in Syrien reisen, wurde aber vorher von ihrer Mutter nach Deutschland zurückgebracht. Bis zur Tat hielt sie den Kontakt zu den Mittelsmännern.

fab/sti (dpa, afp, rtr)

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