British Open: Kaum Chancen für deutsche Top-Golfer | Sport | DW | 18.07.2018
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British Open der Golfprofis

British Open: Kaum Chancen für deutsche Top-Golfer

Mit dem Ausgang der British Open in Carnoustie in Schottland dürften Deutschlands bekannteste Golfer Martin Kaymer und Bernhard Langer wenig zu tun haben. Immerhin haben beide gute Erinnerungen an den tückischen Kurs.

Golf Britisch Open Championship 2018 in Carnoustie | Martin Kaymer (picture-alliance/dpa/P. Morrison)

Martin Kaymer beim Training auf dem Kurs in Carnoustie

Harte Fairways, tiefe Sandbunker, hohes Dünengras, dichtes Ginstergestrüpp und dazu stürmischer Wind - das "Biest" an der schottischen Ostküste ist Martin Kaymer und Bernhard Langer noch immer nicht geheuer. Zwar haben beide den tückischen Golf-Kurs in Carnoustie bereits in Perfektion gemeistert, die Erinnerungen daran sind mittlerweile aber wieder verblasst. Acht Jahre nach den Erfolgen steht das Duo auch deshalb vor einer Mammutaufgabe.

"Kaum ein Kurs ist schwerer zu bespielen. Kaum ein Kurs erzählt aufregendere Geschichten", sagte Kaymer fast schon etwas ehrfürchtig vor dem Auftakt der prestigeträchtigen British Open an diesem Donnerstag. Die 147. Auflage des ältesten noch ausgespielten Golfturniers der Welt findet erstmals seit 2007 wieder in Carnoustie statt - wo es für Kaymer und Langer erst einmal darum geht, die beiden Auftaktrunden zu überstehen und sich für die Entscheidung am Wochenende zu qualifizieren.

Ältester Starter

Golf Britisch Open Championship 2018 in Carnoustie | Bernhard Langer (Getty Images/F. Nel)

Oldie Bernhard Langer

Denn abgesehen von der Schwierigkeit, die der Platz ohnehin mitbringt, geht das deutsche Duo jeweils mit einer großen Hypothek an den Start. Langer, am diesjährigen Austragungsort 2010 Sieger der Senior British Open, ist mit seinen fast 61 Jahren als ältester aller Starter der jüngeren Konkurrenz physisch unterlegen. Und Kaymer, der ebenfalls im Jahre 2010 im Rahmen der Alfred Dunhill Links Championship eine Glanzrunde in Carnoustie erwischt hatte, ist außer Form. Die Zuversicht, irgendwann doch einmal wieder als Sieger aus einer Veranstaltung hervorzugehen, ist bei dem 33-Jährigen aber ungebrochen groß. "Ich muss niemandem beweisen, dass ich Turniere gewinnen kann", sagte Kaymer dem Magazin "Sport Bild": "Die Frage ist lediglich, wann sich die Arbeit der letzten Jahre auszahlen wird. Dass es früher oder später passiert, daran habe ich null Zweifel."

Letzter Turniersieg 2014

In dieser Woche dürfte das wohl kaum geschehen. Dem ehemaligem Branchenprimus, der in der Weltrangliste nur noch an Position 119 geführt wird, fehlt nach wie vor die Konstanz früherer Jahre. An einem Tag - wie eben vor acht Jahren - ist Kaymer für eine Fabelrunde gut. Um die besten Golfer der Welt zu schlagen und die British Open zu gewinnen, benötigt er jedoch vier solche Runden. Die vier Major-Turniere, von denen er immerhin schon zwei gewinnen konnte, sind für Kaymer das Nonplusultra. 2014 triumphierte er bei der US Open - bis dato sein letzter Turniererfolg.

Erfolge auf der Seniorentour

Deutlich häufiger feiert Langer Siege - wenn auch nur auf der Tour der Golfer über 50 Jahren. Mit seinem Erfolg bei der Senior British Open im Vorjahr ergatterte sich der Altmeister das Ticket für die aktuell anstehende Veranstaltung, die er bei den Senioren vor 2017 schon 2014 und eben 2010 gewonnen hatte. "Dieser Sieg hat für mich einen sehr hohen Stellenwert und kommt meinen zwei US Masters- und den Ryder-Cup-Siegen ziemlich nahe", hatte Langer nach dem Premierensieg geschwärmt. Acht Jahre später gibt es ein Wiedersehen mit dem "Biest".

sn (sid, dpa)

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