Britisches Wachstum hängt Eurozone ab | Wirtschaft | DW | 15.08.2014
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Wirtschaft

Britisches Wachstum hängt Eurozone ab

Die britische Wirtschaft überflügelt mit kräftigen Wachstum nahezu jedes Land der Eurozone. Einzige Ausnahme: Lettland.

Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte in den Monaten April bis Juni um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt ONS am Freitag in einer zweiten Schätzung mitteilte. In der konjunkturell stagnierenden Euro-Zone hat nur Lettland mit einem Plus von einem Prozent eine höhere Wachstumszahl zu bieten.

Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres betrug das britische Wachstum sogar 3,2 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte mehr als in der ersten Schätzung erwartet. Das ist die höchste Zunahme seit mehr als sechs Jahren.

Hauptgrund für die Revision war nach Angaben des ONS, dass sich die Baukonjunktur besser entwickelte als zunächst berechnet.

Krisenverluste wettgemacht

Laut den aktuellen Daten hat die britische Wirtschaft den Einbruch seit der Finanzkrise vollends wettgemacht. Die Wirtschaftsleistung liegt nun 0,2 Prozent höher als Anfang 2008. In den Krisenjahren 2008-2009 war die Wirtschaft des Landes um 7,2 Prozent geschrumpft.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für Großbritannien ein BIP-Wachstum von 3,2 Prozent im laufenden Jahr. Damit dürfte es stärker als jedes andere große Industrieland zulegen. Deutschland, dessen Wirtschaft im Frühjahr leicht schrumpfte, traut der IWF 2014 ein Plus von 1,9 Prozent zu.

bea/qu (dpa, rtr)