Brexit: Die unerträgliche Leichtigkeit des Neins | Podcast Wirtschaft | DW | 28.03.2019
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Podcast Wirtschaft

Brexit: Die unerträgliche Leichtigkeit des Neins

Viele Nein-Stimmen und eine neue Idee +++ Glyphosat-Urteil: bricht Monsanto Bayer das Genick? +++ Smart Made in China - Daimler verkauft sein Mini-Auto

Audio anhören 15:51

Es war ein seltsamer Tag gestern im britischen Parlament. Gegen den Willen der Regierung hatten die Abgeordneten durchgesetzt, über mögliche Brexit-Alternativen abzustimmen. Doch heraus kam nur, wie gespalten das Haus ist – für keinen der zahlreichen Vorschläge gab es eine Mehrheit. Premierministerin Theresa May hofft nun, ihre Version des Brexit doch noch durchzukriegen. Zögernden Parlamentariern bot sie ein besonderes Bonbon an: ihren Rücktritt.

Zollvereinigung als Kompromiss

Die Idee, dass Großbritannien der EU in einer Zollunion verbunden bleibt, gehörte bei den Probeabstimmungen zu den beliebteren Vorschlägen. Eine Mehrheit dafür gibt es allerdings nicht, weil Großbritannien in einer Zollunion keine Mitsprache hätte bei den Handelsverträgen der EU. Der Ökonom Clemens Fuest, Chef des renommierten Ifo-Instituts in München, hat nun einen Vorschlag gemacht, um doch noch zu einer Einigung zu kommen.

Weiteres Glyphosat-Urteil gegen Bayer

63 Milliarden US-Dollar – so viel zahlte der deutsche Chemiekonzern Bayer im vergangenen Sommer, um den US-Agrochemiekonzern Monsanto zu übernehmen. Heute ist das fusionierte Unternehmen, also Bayer plus Monsanto, weniger wert als Monsanto damals. Das liegt vor allem an Gerichtsurteilen in den USA: Gestern wurde einem US-Bürger eine Entschädigung zugesprochen, weil er nach jahrelanger Verwendung des Unkrautvernichtungsmittels von Monsanto an Krebs erkrankt war. 80 Millionen Dollar Schadenersatz muss Bayer zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, aber es ist bereits das zweite dieser Art, und hunderte ähnliche Verfahren stehen noch aus. Für Bayer, den neuen Eigentümer von Monsanto, könnte das existenzbedrohend werden.

Smart in China

Smart, das ist ein Miniauto aus dem Hause Daimler, so etwas wie die kleine Schwester von Mercedes. Meist mit nur zwei Sitzen, und wie gemacht dafür, in überfüllten Großstädten auch in die kleinsten Parklücken zu kommen. Aus Sicht von Daimler gibt es nur ein Problem: der Konzern verdient mit dem Smart kein Geld. Das soll sich nun ändern - mit Hilfe aus China.

 

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Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Christoph Groove

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