Bremst Trump den Rückzug aus Syrien? | Aktuell Welt | DW | 31.12.2018
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US-Militär

Bremst Trump den Rückzug aus Syrien?

Will der US-Präsident nun doch ein Machtvakuum verhindern? Nach Angaben eines einflussreichen Senators erwägt Donald Trump jedenfalls, den angekündigten Abzug amerikanischer Truppen aus Syrien zu verzögern.

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Debatte über Truppenabzug aus Syrien

"Der Präsident versteht die Notwendigkeit, die Arbeit (in Syrien) zu Ende zu bringen", erklärte US-Senator Lindsey Graham nach einem zweistündigen Gespräch mit dem Präsidenten in Washington. Bisher hatte Donald Trump betont, der Abzug solle sofort erfolgen.

"Besseres Gefühl"

Bei dem Treffen im Weißen Haus habe ihm der Präsident "Dinge gesagt, die ich nicht wusste und die mir ein viel besseres Gefühl dazu geben, worauf wir in Syrien zusteuern", so Graham weiter. Er gehe davon aus, dass Trump entschlossen sei, die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) vor dem Truppenabzug "vollständig" zu besiegen.

Lindsey Graham (picture-alliance/dpa/AP Photo/P. M. Monsivais)

Lindsey Graham - nach einem Essen mit Donald Trump

Trump denke "lang und hart" über Syrien und den Ablauf des Truppenrückzugs nach, betonte der einflussreiche republikanische Senator. Dabei spiele für Trump auch der Schutz der mit den Vereinigten Staaten verbündeten kurdischen Milizen eine Rolle. Die Kurden im Norden Syriens fürchten nach dem Abzug der US-Truppen eine weitere Offensive der Türkei. Außerdem solle der Iran nicht der "große Gewinner" des Rückzugs der USA werden, sagte Graham, der lange Zeit als innerparteilicher Kritiker des Präsidenten galt.

Zur Begründung seiner Entscheidung hatte Trump Mitte Dezember erklärt, der IS sei in Syrien "weitgehend besiegt". Die überraschende Ankündigung stieß nicht nur bei den Verbündeten Washingtons im Kampf gegen den IS auf Unverständnis, sondern löste auch in den USA scharfe Kritik aus.

wa/ni (afp, rtr, dpa)

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Graham: Iran darf nicht der Gewinner werden

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