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Lifestyle

Brauchtum aus den Alpen - Maskenlauf in Berchtesgaden

8. Dezember 2012

Seit jeher gelten die Berge in zahlreichen Kulturen als Sitz der Götter und Dämonen. Im Brauchtum des gesamten Alpenraumes und im benachbarten schwäbisch-alemannischen Raum ist die Gesichtsmaske immer noch allgegenwärtig. In den Dörfern im Berchtesgadener Land findet um den 6. Dezember das "Buttnmandllaufen" statt.

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"Buttnmandel" sind wilde Gesellen, die ihre Gesichter mit Masken aus Tierfell oder Holz verbergen und um die Hüften riesige Glocken tragen. Deren Scheppern - im Volksmund "buttn" genannt - verleihen ihnen ihren Namen. Als Begleiter des heiligen Nikolaus verkörpern die 12 Buttnmandl vorchristliche Fruchtbarkeitsgeister. Ihr Gegenstück sind die düster gekleideten "Kramperl", die in dunkles Fell gehüllt sind und Angst einflößende Masken mit langen Hörnern tragen, die sie teufelsgleich aussehen lassen. Der deutsche Fotograf Carsten Peter hat vier Jahre lang recherchiert und stellt in seinem Bildband "Alpendämonen" zwanzig verschiedene Traditionen aus dem Alpenraum vor - unter anderem auch die "Buttmandl" aus Bertchesgaden.