Brasiliens Noch-Präsident greift in Wahlkampf ein | Fokus Amerika | DW | 29.07.2010
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Fokus Amerika

Brasiliens Noch-Präsident greift in Wahlkampf ein

Wahlkampf in Brasilien läuft auf Hochtouren +++ US-Gericht kippt Einwanderungsgesetz von Arizona +++ Proteste gegen geplante Öl-Pipeline in Kanada

Porträt von Lula da Silva an einem Mikrophon. (Foto: AP Photo/Eraldo Peres)

Noch ist er der Präsident von Brasilien: Lula da Silva

In etwas mehr als zwei Monaten, am 3. Oktober, wird in Brasilien ein neuer Präsident beziehungsweise eine neue Präsidentin gewählt. Zwei der drei Präsidentschaftskandidaten sind Frauen. Damit könnte erstmals in der Geschichte Brasiliens eine Frau an die Macht kommen. Eine der beiden Kandidatinnen wird von dem amtierenden Präsidenten Lula da Silva unterstützt: Dilma Rousseff. Sie war unter da Silva Leiterin des Präsidialamtes. Der eher unbekannten Rousseff verpasste der beliebte Präsident einen Schub. Sie führt jetzt in den aktuellen Umfragen. Da Silva würde am liebsten selber noch einmal antreten, darf aber nach zwei Amtszeiten nicht mehr. Ob seine Wunschkandidatin es schafft hängt auch davon ab, wie sich ihre beiden Gegenkandidaten in den kommenden zwei Monaten präsentieren.

US-Gericht kippt Einwanderungsgesetz von Arizona

Nur wenige Stunden vor Inkrafttreten hat ein US-Gericht das Einwanderungsgesetz von Arizona gestoppt. Bundesrichterin Susan Bolton gab einer Klage des Justizministeriums statt, nach der nur die nationale Regierung die Einwanderung regeln dürfe. Die Regierenden in Arizona kündigten an, gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen. Sie sehen die öffentliche Sicherheit in dem US-Staat an der Grenze zu Mexiko durch illegale Einwanderer bedroht. Vor allem Drogenkriminalität und Menschenhandel sind dort zu einem großen Problem geworden.

Proteste gegen geplante Öl-Pipeline in Kanada

Immer mehr Kanadier sind gegen den Bau einer rund 1.000 Kilometer langen Öl-Pipeline durch die zum Teil unberührte Natur Kanadas. Sie haben Angst vor einer Naturkatastrophe, sollte die Pipeline beschädigt werden und Öl auslaufen. Zu der Beunruhigung beigetragen hat der Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" und die damit verbundene Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Noch verstärkt wurde die Beunruhigung durch einen Zwischenfall vor der Küste des US-Bundesstaats Louisianas. Dort hatte ein Schiff Anfang diese Woche eine alte Öl-Plattform gerammt und damit zu weiteren Verschmutzungen geführt. Von der geplanten Pipeline in Kanada hängen allerdings kurzfristig einige Tausend und langfristig immerhin noch einige Hundert Arbeiplätze ab. Daher wird kontrovers über den geplanten Bau der Öl-Pipeline diskutiert.

Redaktion/Moderation: Marco Müller

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