Borussia Dortmund scheitert bei Sporting Lissabon | Sport | DW | 24.11.2021
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Champions League

Borussia Dortmund scheitert bei Sporting Lissabon

Borussia Dortmund kassiert bei Sporting Lissabon eine empfindliche Niederlage in der Champions League. Nach dieser erneuten Enttäuschung muss der BVB künftig in der Europa League weiterspielen.

Champions League - Gruppe C - Sporting CP v Borussia Dortmund

BVB-Kapitän Marco Reus (r.) kann dem BVB-Spiel in Lissabon keinen Stempel aufdrücken

Marco Reus schüttelte immer wieder seinen Kopf, sein Blick wirkte rat- und auch ein wenig fassungslos. Es war nicht der Abend des Kapitäns von Borussia Dortmund. Es war nicht der Abend des BVB. Mit 1:3 (0:2) unterlag das Team von Trainer Marco Rose am Mittwochabend bei Sporting Lissabon.

Damit kann der BVB das Achtelfinale in der Champions League nicht mehr erreichen, weil die Portugiesen im direkten Vergleich aufgrund des besseren Torverhältnisses uneinholbar davon geeilt sind. Für die Dortmunder geht es im internationalen Wettbewerb in der Europa League weiter. Das steht bereits nach dem fünften Spieltag in der Gruppe C fest - und ist eine große Enttäuschung für den gesamten Klub.   

Es war ein enttäuschender Auftritt des BVB, der zwar bemüht war, aber dem die nötige Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor fehlte. Ohne Erling Haaland ist der Dortmunder Sturm zu oft ein laues Lüftchen. Obwohl in der Offensive Spieler wie Reus, Donyell Malen oder Julian Brandt agieren. Ball- und Spielkontrolle waren auch gegen Sporting nur schwer zu beanstanden. Aber dort, wo es drauf ankommt beim Fußball, fehlten die nötigen Mittel, um die nötigen Treffer zu erzielen. 

Hummels fehlt an allen Ecken und Enden

Das hat auch mit den spielerischen Fähigkeiten des BVB zu tun, die kaum so ausgeprägt sind, als dass sie die Portugiesen vor unlösbare Probleme stellen könnten. Diese Probleme waren auch in der gesamten Gruppenphase in dieser Saison zu beobachten: Vor allem, als das Rose-Team gegen das überaus spielstarke und ideenreiche Ajax Amsterdam gleich zweimal (0:4; 1:3) gehörig unter die Räder kam. Hinzu kommen beim BVB folgenschwere Abwehrfehler - wie der von Nico Schulz nach 30 Minuten in Lissabon, als er ungewollt Pedro Goncalves vor die Füße passte und der Angreifer nur noch verwandeln musste.

Damit gaben die Dortmunder die Kontrolle aus der Hand und mussten versuchen, ihren Fehler wieder wettzumachen. Dabei verhedderte sich die Dortmunder Abwehr, bei der der Rot-gesperrte Führungsspieler Mats Hummels an allen Ecken und Enden fehlte. Neun Minuten später kam Goncalves aus 22 Metern frei zum Schuss und verwandelte zum 2:0. Und zu allem Überfluss hatte der erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Emre Can seine Nerven nicht unter Kontrolle und sah die Rote Karte nach einer Tätlichkeit (74.).

Zagadou mit dem nächsten schweren Fehler

Damit beraubten sich Dortmunder um die letzte Chance, sich noch die theoretische Chance auf das Weiterkommen zu erhalten. Dan-Axel Zagadou krönte die Fehlleistungen des BVB an diesem Abend noch, als er einen sich vom Dortmunder Tor entfernenden Angreifer foulte. Den fälligen Strafstoß von Goncalves konnte Gregor Kobel zwar parieren, aber Pedro Parro verwandelte den abgewehrten Ball per Kopf zum 3:0 für Sporting. Wieder waren die Portugiesen gedanklich schneller, bissiger, aufmerksamer. Malen erzielte in der Nachspielzeit lediglich noch den Anschlusstreffer.

Elf Gegentore hat der BVB in den fünf Partien bereits kassiert, lediglich fünf Treffer erzielt. Damit sind die entscheidenden Faktoren für das frühzeitige Ausscheiden genannt. All das in einer Gruppe, in der die Dortmunder eigentlich als Favorit gegangen waren. Das dürfte die ernüchterndste Erkenntnis der anspruchsvollen Westfalen aus diesem Wettbewerb gewesen sein. 

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