Boris Johnson untermauert seine Führung | Aktuell Europa | DW | 18.06.2019
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Großbritannien

Boris Johnson untermauert seine Führung

Der britische Ex-Außenminister ist kaum noch aufzuhalten. In der parteiinternen Abstimmung über das Amt des Vorsitzenden der Konservativen setzte er sich abermals klar durch. Auch Außenminister Jeremy Hunt ist weiter.

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Johnson baut Favoritenstellung aus

Im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und künftigen Premierministers hat der britische Ex-Außenminister Boris Johnson seine Favoritenrolle behauptet. Johnson erhielt 126 der 313 Stimmen aus der Tory-Fraktion und zieht damit als haushoher Favorit in die nächste Wahlrunde am Mittwoch.

Ebenfalls eine Runde weiter sind Außenminister Jeremy Hunt, Umweltminister Michael Gove, Innenminister Sajid Javid sowie Überraschungskandidat Rory Stewart. Ex-Brexit-Minister Dominic Raab verfehlte dagegen die Hürde von 33 Stimmen.

Wenige Stunden später bekräftigte Johnson in einer TV-Debatte mit den anderen Kandidaten im BBC-Fernsehen, Großbritannien müsse am 31. Oktober die EU verlassen haben. Ansonsten bekomme es ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. 

Bisher hatte sich der für seine verbalen Fehltritte berüchtigte Johnson auffällig zurückgehalten. Er gilt jedoch als kaum noch zu schlagen. Gefährlich werden könnte ihm laut Spekulationen allenfalls noch Stewart, der sich als Stimme der Vernunft und Kandidat der Mitte positioniert hat.

England Außenminister Jeremy Hunt (Getty Images/L. Neal)

Auch im Rennen um den Parteivorsitz weiter dabei: Außenminister Jeremy Hunt

Johnson hatte beim ersten Wahlgang in der vergangenen Woche 114 Stimmen erhalten. Er gilt daher als gesetzt für die Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten. Wer gegen ihn antritt, soll spätestens am Donnerstag feststehen, wenn das Bewerberfeld nach einer weiteren Abstimmung bis auf zwei Kandidaten reduziert ist.

Auch an der Parteibasis hat Johnson gute Chancen

Wer neuer Tory-Parteichef und damit auch Premierminister wird, wird in der Woche ab dem 22. Juli feststehen. Dann haben die etwa 160.000 Parteimitglieder das letzte Wort. Etwa 77 Prozent von ihnen gehen laut einer Yougov-Umfrage davon aus, dass Johnson ein guter Parteichef wäre.

In seinem früheren Amt als Außenminister war der 54-Jährige zwar in etliche Fettnäpfchen getreten. Viele trauen ihm jedoch zu, enttäuschte Brexit-Wähler, die sich von den Tories abgewendet haben, zurückzugewinnen. Die Briten hatten sich vor drei Jahren in einem Referendum mit knapper Mehrheit für den Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen. Johnson war damals einer der Wortführer für den Brexit.

uh/se (dpa, afp, rtr)

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