1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Politik

Bombenähnlicher Fund in Oslo

9. April 2017

Nach der Entdeckung einer "bombenähnlichen" Vorrichtung in Oslo hat die Polizei einen Verdächtigen in Gewahrsam genommen. Seit dem Anschlag im benachbarten Schweden herrscht in Norwegen höchste Alarmbereitschaft.

https://p.dw.com/p/2awGg
Norwegen Bombenähnlicher Fund in Oslo
Bild: Reuters

Die Polizei in Oslo machte den Gegenstand in der Nacht zum Sonntag unschädlich. Der verdächtige Fund, der in einer Plastiktüte gelegen hatte, war am späten Samstagabend nahe der Innenstadt entdeckt worden. Eine Spezialeinheit der Polizei rückte daraufhin aus und sprengte das Gerät kontrolliert, wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete. Nun sei die Bombengruppe wieder vor Ort, "um den Effekt der Detonation zu prüfen und zu sehen, ob mehr getan werden muss, bevor wir die Absperrungen öffnen", sagte ein Polizeisprecher.

Einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wurde die Gegend großräumig abgesperrt. Augenzeugen berichteten, die Anspannung habe sich vor allem in den umliegenden Bars und Restaurants bemerkbar gemacht. Demnach habe die Polizei Gäste aufgefordert, diese zu verlassen.

Viele Bars, viele Moscheen

"Jedes Restaurant wurde geschlossen", sagte die 23-jährige Malin Myrvold, die das Geschehen von einem Fenster im vierten Stock eines nahegelegenen Gebäudes aus beobachtete. "Wir wollten sehen, was da los ist. Die Polizei hat geschrien, dass wir wieder hineingehen und da bleiben sollen, wo wir sind". Nach Angaben des norwegischen Rundfunks bestand für die Bevölkerung jedoch keine Gefahr.

Grønland, der Teil der Innenstadt, in dem die Vorrichtung entdeckt wurde, gilt als multiethnische Gegend mit viel Gastronomie und zahlreichen Moscheen. Die Hauptwache der Polizei befindet sich weniger als einen Kilometer vom Fundort entfernt.

Am Freitag war im Nachbarland Schweden ein Attentäter mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge und in ein Einkaufszentrum in der Hauptstadt Stockholm gerast. Dabei starben vier Menschen, 15 wurden verletzt.

hk/se (rtr, ap)