Bombe trifft Touristenbus in Ägypten | Aktuell Nahost | DW | 19.05.2019
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Terrorismus

Bombe trifft Touristenbus in Ägypten

Wieder wurden Reisende attackiert, die eine der Hauptsehenswürdigkeiten des Landes besuchen wollten. Erst im Dezember war ein tödlicher Anschlag nahe den Pyramiden von Gizeh verübt worden.

Bei einer Bombenexplosion in Ägypten sind mindestens 17 Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz sei in der Nähe des Großen Ägyptischen Museums explodiert, hieß es aus Sicherheitskreisen. Dabei sei ein Bus mit ausländischen Touristen getroffen worden. Die meisten von ihnen sollen aus Südafrika stammen. Das Museum, das noch nicht eröffnet wurde, liegt wenige Kilometer von den Pyramiden in Gizeh entfernt.

Im Urlaubsland Ägypten gibt es immer wieder Angriffe auf Touristen. Erst im Dezember waren bei einem Anschlag auf einen Bus mit vietnamesischen Reisenden vier Menschen getötet worden. Für die ägyptische Tourismusbranche bedeuten die jüngsten Attacken herbe Rückschläge nach einer Phase der Erholung.

Regelmäßig tödliche Gefechte

Der Wirtschaftszweig war nach der Entmachtung des Präsidenten Hosni Mubarak 2011, einer lange andauernden Protestwelle und dem Sturz des nachmaligen Staatschefs Mohammed Mursi durch das Militär 2013 eingebrochen. Erst in den vergangenen Jahren war die Zahl der Besucher wieder deutlich gestiegen.

Die ägyptischen Sicherheitskräfte gehen hart gegen mutmaßliche Angreifer vor. Mehrere islamistische Organisationen sind in dem Land mit fast 100 Millionen Einwohnern aktiv. Vor allem auf dem Sinai, der Ägpyten mit der arabischen Halbinsel verbindet, kommt es regelmäßig zu tödlichen Gefechten zwischen Soldaten und Dschihadisten.

jj/haz (dpa, afp, rtr)

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