Boeing soll wegen Mängeln Millionen zahlen | Aktuell Amerika | DW | 07.12.2019
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Luftfahrt

Boeing soll wegen Mängeln Millionen zahlen

Die Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten nimmt den US-Flugzeugbauer an die Kandare: Weil wissentlich geschlampt worden sei, müsse Boeing jetzt tief in die Tasche greifen.

Boeing 737 MAX (picture-alliance/dpa/AP/T. S. Warren)

Eine Boeing 737 MAX 8 in einer Montagehalle des Konzerns (Archivbild)

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA will gegen Boeing eine Strafe in Höhe von 3,9 Millionen Dollar (3,5 Millionen Euro) wegen defekter Bauteile in Flugzeugen verhängen. Die Behörde beschuldigt den Hersteller nach eigenen Angaben, bei rund 13 Jets Mängel zugelassen zu haben. Dabei gehe es um die Modellreihe 737, zu der die Serie 737 MAX und der ältere Flugzeugtyp NG (Next Generation) zählen.

Boeing habe Qualitätsstandards bei seinen Zulieferern nicht ausreichend sichergestellt, so die FAA. Zudem wirft die Aufsicht dem Airbus-Rivalen vor, Flugzeuge zur finalen Zertifizierung der Lufttauglichkeit angemeldet zu haben, obwohl das Unternehmen von fehlerhaften Teilen wusste. Bei den möglichen Mängeln geht es um sogenannte Slat Tracks. Das sind Leitschienen am vorderen Rand der Tragflächen eines Jets, die genutzt werden, um etwa die Geschwindigkeit bei der Landung zu drosseln.

Zahlen oder anfechten

Boeing hat nun 30 Tage Zeit, um die Strafe zu zahlen oder die Entscheidung anzufechten. Das Unternehmen räumte in einer Stellungnahme kein Fehlverhalten ein und teilte lediglich mit, sich der Forderung der FAA bewusst zu sein.

Boeing arbeite eng mit seinen Kunden zusammen, um die notwendigen Anpassungen an den betroffenen Flugzeugen vorzunehmen. Bei den 737-NG-Maschinen sei dies bereits geschehen, heißt es. Bei der MAX-Serie werde sichergestellt, dass vor einer Wiederinbetriebnahme alle notwendigen Inspektionen durchgeführt und alle nötigen Teile ersetzt würden.

jj/mak (dpa, rtr)

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