Blutiger Anschlag auf Gouverneurs-Sitz in Erbil | Aktuell Nahost | DW | 23.07.2018
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Irak

Blutiger Anschlag auf Gouverneurs-Sitz in Erbil

Bewaffnete hatten das Gebäude der Provinzverwaltung in der kurdischen Stadt im Norden des Irak überfallen und sich im Inneren verschanzt. Bei einer Schießerei mit Sicherheitskräften wurden die drei Angreifer getötet.

Irak Erbil Anschlag auf Gouverneurs-Sitz (picture-alliance/AA/Y. Keles)

Die Polizei hat das Gebäude weiträumig abgesperrt

Die unbekannten Angreifer hatten die Provinzverwaltung am Morgen gestürmt und sich in einem oberen Geschoss verschanzt, wie es in Sicherheitskreisen hieß. Den Wachleuten und anderen herbeigerufenen Sicherheitskräften gelang es nach mehr als zwei Stunden, die Angreifer zu töten.

Diese waren mit Gewehren, Pistolen und Handgranaten bewaffnet und hatten aus den Fenstern das Feuer auf die Umstehenden eröffnet. Aus dem Gebäude seien zwei Explosionen zu hören gewesen, hieß es in Sicherheitskreisen weiter. Herbeigerufene Scharfschützen der kurdischen Polizei positionierten sich in benachbarten Gebäuden und nahmen das Verwaltungsgebäude unter Beschuss.

Irak Erbil Anschlag auf Gouverneurs-Sitz (Reuters/A. Lashkari)

Mitarbeiter und Sicherheitskräfte haben sich außerhalb des Amtsgebäudes versammelt

Gouverneur Nawzad Hadi sagte, einer seiner Mitarbeiter sei bei dem Überfall ums Leben gekommen.  Zwei Polizisten wurden zu Beginn des Angriffs verletzt. 

Erbil im kurdisch geprägten Nordirak gilt als eine der stabilsten Städte des Landes, obwohl die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" in der Vergangenheit auch dort Anschläge verübt hatte. Zellen der Extremisten sind im Irak weiterhin aktiv, vor allem im Norden und Westen des Landes.

In Erbil sind auch Soldaten der Bundeswehr stationiert, die dort Ausbildungshilfe leisten.

uh/sti (rtr, dpa)