Blutiger Überfall auf Dorf in Mali | Aktuell Afrika | DW | 01.01.2019
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Westafrika

Blutiger Überfall auf Dorf in Mali

Bei dem Angriff im Zentrum Malis wurden mindestens 33 Zivilisten getötet. Auch Kinder sollen unter den Toten sein. Hintergrund ist der Konflikt zwischen den Volksgruppen der Fulbe und der Dogon.

Mali Französische Soldaten in Mettatai (picture-alliance/CITYPRESS24)

Französische Soldaten in Mali (Archivbild)

Nach Angaben aus malischen Sicherheitskreisen wurde der Angriff von Jägern der Volksgruppe der Dogon verübt. Diese hätten das Dorf in der Region von Mopti im Morgengrauen angegriffen und Mitglieder der Fulbe-Volksgruppe getötet. Der Parlamentsabgeordnete Karim Keïta, der Sohn von Staatschef Ibrahim Boubacar Keïta, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Regierung in Bamako werde alles tun, um die Angreifer zu fassen.

Die Spannungen wachsen

In den vergangenen Jahren haben sich die ethnischen Konflikte zwischen den Fulbe, die der Viehzucht nachgehen, und den Dogon sowie den Bambara, die Landwirtschaft betreiben, verschärft. Dies wird mit dem Erscheinen der dschihadistischen Gruppe des Predigers Amadou Koufa in der Region in Verbindung gebracht. Amadou Koufa war Ende November bei einem Einsatz der französischen und malischen Armee getötet worden.

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Von der Leyen nimmt Malis Regierung in die Pflicht

Das westafrikanische Mali ist seit 2012 Aufmarschgebiet für islamistische Gruppierungen, die damals die Kontrolle über den Norden des Landes übernahmen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück.

Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiter Instabilität. In Mali ist auch die Bundeswehr mit etwa 1000 Soldaten im Einsatz, sie beteiligt sich unter anderem an der UN-Mission MINUSMA im Norden des Landes. Für die Bundeswehr ist diese UN-Mission nach Afghanistan der zweitgrößte Auslandseinsatz, er gilt zugleich als ihr gefährlichster.

haz/jj (afp, rtr)

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