″BlacKkKlansman″ von Spike Lee startet in den Kinos | Filme | DW | 10.08.2018
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Film

"BlacKkKlansman" von Spike Lee startet in den Kinos

Donald Trump sollte diesen Film unbedingt sehen, findet Regisseur Spike Lee. Sein neuestes Werk "BlacKkKlansman" läuft in den Kinos an und bezieht sich auf die rassistische Politik des US-Präsidenten gegenüber Schwarzen.

Der schwarze Regisseur und Filmemacher Spike Lee setzt sich in seinen Filmen immer wieder mit der Situation der afroamerikanischen Bevölkerung in den USA auseinander. Auch in seinem neusten Film BlacKkKlansman, der am 10. August in die US-Amerikanischen Kinos kommt und am 23. August in Deutschland anläuft, geht es um Gewalt und Rassismus in den USA.

Der Film erscheint genau ein Jahr nach den Gewaltausschreitungen bei Protesten von und gegen Neonazis in Charlottesville. Die Antirassismus-Aktivistin Heather Heyer wurde bei den Protesten überfahren und ermordet. Nach den Übergriffen in Charlottesville entschied sich Lee, seinen Film mit dokumentarischen Filmaufnahmen von den Protesten zu ergänzen, inklusive des Autos, das Heyer überfuhr. Auch die beschämende Reaktion von Trump, der "beide Seiten" für die Gewalt verantwortlich machte, hat Lee eingebaut.

Die Anti-Rassismus Farce findet Beifall

Der Film selbst handelt vom Ku Klux Klan (KKK) und beruht auf einer wahren Geschichte. 1979 gelang es dem schwarzen Undercoveragenten Ron Stallworth zusammen mit einem jüdischen Kollegen, sich beim Rassistischen Ku Klux Klan einzuschleusen. Lee hat daraus eine Parodie gemacht, die mal ins Lächerliche geht, dann aber auch wieder tiefernst wird. Die sogenannte Anti-Rassismus Farce zieht dabei eindeutige Parallelen zur aktuellen US-Politik und zu den gesellschaftlichen Missständen in den USA. In der Hauptrolle ist John David Washington, der Sohn von Denzel Washington, zu sehen, an seiner Seite spielt Adam Driver.

Lee begann seine Karriere als Filmregisseur in den 60er Jahren, zu einer Zeit als bekannte schwarze Schauspieler wie Sydney Poitier in Hollywood noch die Ausnahme waren. In den 80er und 90er war Spike Lee einer der einflussreichsten Regisseure und produzierte Filme wie "She' s Gotta Have It" (1986) bis hin zu "Inside Man (2006).

Seine Anti-Rassismus-Parodie wurde gerade auch bei den Filmfestspielen in Locarno gezeigt und erhielt besonderen Applaus. In Cannes hatte er den "Großen Preis", die zweithöchste Auszeichnung der Festspiele, für seinen neuen Streifen bekommen.

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DW KINO-Moderatoren Hans Christoph von Bock & Scott Roxborough (DW/S. Bartlick)

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